Seidlvilla

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Blick vom Garten auf das Haupthaus. 10/2018.
Straßenansicht.
Die 'Seidlvilla wurde 1904-06 von Emanuel von Seidl geplant und erbaut. Die Landeshauptstadt München ist die heutige Eigentümerin der Seidlvilla. Sie fördert den Betrieb des als "Haus für Schwabing" bezeichneten Zentrums mit einer jährlichen Zuwendung aus Mitteln des Kultur- und des Sozialreferats.

Geschichte

Die Seidlvilla wurde 1904-06 im Auftrag von Franziska Lautenbacher (wiederverheiratete Witwe des Brauereibesitzers Sedlmayr) als Villa Lautenbacher von ihrem Neffen Emanuel von Seidl im damals noch ländlichen Schwabing erbaut. Die großbürgerliche Anlage bestand aus repräsentativem Wohnhaus mit Nebentrakt für Remise, Pferdestall und Kutscherwohnung.

Die Villa ging nach dem Tod Franziska Lautenbachers in den 1930er Jahren an die Erben über und verlor in den folgenden 50 Jahren ihren ursprünglichen Charakter als reines Wohnhaus. Allmählich wurde das Anwesen in dieser gefragten Lage und durch zahlreiche Nutzungs- und Besitzerwechsel zum Spekulationsobjekt.

Zu Beginn der 1970er Jahre tauchten erste Gerüchte auf, die Villa und die beiden Handwerkerhäuschen an der Ecke Nikolaiplatz sollten abgerissen werden und einem Hotel-, Büro- oder Kaufhauskomplex weichen. Aus dem Protest der Anwohner formierte sich bald das „Bürgerkomitee Schwabing“ und später die „Aktion Nikolaiplatz“, die für den Erhalt des Ensembles am Nikolaiplatz auf die Straße gingen.

Blick vom Innenhof durch das Portal in den Garten.

Aktuelle Nutzung

Schwabinger Bürger gründeten den Verein „Bürgerzentrum Seidlvilla“. Mit Aktionen, Unterschriftensammlungen, Eingaben und Bürgerfesten verfolgte der Verein über zwei Jahrzehnte das Ziel, in er Seidlvilla ein Bürgerhaus zu eröffnen. Aus der Bürgerinitiative "Rettet den Nikolaiplatz" ging sie hervor. Juni 1991 öffnete das Kulturzentrum Seidlvilla in der Trägerschaft des Vereins nach einer gründlichen Renovierung als Stadtteilkulturzentrum.

Eigentümerin der Seidlvilla ist die Landeshauptstadt München. Sie fördert das Kulturzentrum mit einer jährlichen Zuwendung.

Plakate für eine Fotoausstellung vor der Seidlvilla

Mittlerweile ist das "Haus für Schwabing" – so steht es in der Satzung des Seidlvillavereins – bei jährlich über 2.500 Veranstaltungen und mit über 70.000 Besuchern ein kultureller Begegnungsort auch für die angrenzenden Stadtteile und das Umland geworden.

Die Seidlvilla ist mit Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Literatur, Musik, Philosophie, Volkskultur und Volksbildung, Theater, Vorträgen und Diskussionen zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen sowie einer Vielzahl von sozialen, integrativen und nachbarschaftlichen Angeboten ein fester Bestandteil des Münchner Kulturlebens.

Im Jahr 1998 wurde Jörg Hube mit dem "Schwabinger Kunstpreis" (Ehrenpreis) ausgezeichnet. Die Übergabe durch den Kulturreferent Prof.Dr. Nida-Rümelein. (Foto: Karl Schillinger)

Folgende Gruppen/Institutionen sind als Dauernutzer in der Seidlvilla aktiv:


Adresse

Adr.png

Seidlvilla
Nikolaiplatz 1b
D-80802 München
☎ : 089 / 33 31 39
@ : info@seidlvilla.de


Siehe auch

Weblinks

Wikipedia.png
Das Thema "Seidlvilla" ist auf Grund der überregionalen Bedeutung des Themas auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten — dort:
erreichbar über diesen Link: Seidlvilla.