Reiherbrunnen

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Reiherbrunnen (1899)
Reiherbrunnen (2009)

Der Reiherbrunnen steht seit 1899 unverändert in der Vorstadt Au am Rande zu Haidhausen unmittelbar hinter der Haltestelle am Regerplatz, Ecke Ackerstraße, gegenüber dem Maria-Theresia-Gymnasium. Entworfen wurde der Brunnen durch den Architekten Theodor Fischer. Seine ersten Entwürfe hierzu sind mit dem 15. Januar 1897 datiert.

Die Brunnensäule, in Farbe

Beschreibung

Zu sehen ist ein wunderschöner Kunstbrunnen aus steinernem Sockel und einem Becken, der das Fundament bildet. Die Schalen sind aus Kupfer, die Figuren, ein Reiher der einen Aal faengt, aus Bronze - von Joseph Floßmann entworfen und gehauen. Die Plastiken wurden von Adalbert Brandstetter gegossen.

Der Brunnen ist mit einem Baldachin aus Kelheimer Muschelkalkstein überbaut. In der Mitte des Baldachins, der von vier quadratischen Säulen getragen wird, befindet sich eine große Kupferschale, die unterhalb von 12 kleinen Figuren getragen wird. Diese wiederum sind auf einem weiteren Kalksteinsockel montiert, in den vier kleine flache Köpfe modelliert sind. Aus deren Mäulern fließt das Wasser in das Hauptbecken. In der Mitte der Kupferschale steht eine Art Kelch, dessen Kappe von einer Kugel abgedeckt wird. Auf ihr hockt ein Reiher, der seine Schwingen geöffnet hat und mit einem Aal kämpft. Wasser schießt dabei aus dem Maul des Aals und rinnt über die ganze Plastik nach unten in das kupferne Becken.

Auf der Wölbung des Steinbaldachins steht ein kleiner Bursche, der in der linken Hand die drei Lilien der Au und mit der rechten Hand das Münchner Stadtwappen hält.

Die vier Steinsäulen sind reichlich mit Tieren und Pflanzen des Waldes verziert.

Das Fundament ist kreisrund angeordnet und wird von einem Zaun, der zwischen die vier Säulen montiert ist, eingefasst.

Literatur und Quellen

  • Brunnen in München - Callwey, 1974. Nr. 20 - Seite 53.
  • Die Wasserversorgung der königl. Haupt und Residenzstadt München - Henle 1913. - Brunnen nr.100 - Seite 86.
  • Brunnenwanderungen in München.
  • Die städtischen Trinkwasserbrunnen in München - E. Th. Mayer. Selbstverlag, München, 2006 und 2007, Abb. 50.
  • Münchener Bürgerliche Baukunst der Gegenwart - L. Werner 1900. Folge 3 - Tafel 28.
  • Adalbert Brandstetter, ab 1865 Kunstgießerei in der Schleißheimer Straße 72.

(Genauere Angaben bei Bücherbrett)

Besonderheiten

  • Trinkwasserbrunnen
  • Das Mittelstück wird in der Winterpause abgedeckt.
  • Ein aus Beton gefertiges Monument.