Joseph Maillinger

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Neben alten Waffen war die Kunstsammlung des Kunsthändlers Joseph Maillinger (* 25. Mai 1831 in Fürth; † 19. September 1884 in München) der Grundstock des im 19. Jahrhundert eingerichteten Münchner Stadtmuseums. Sein Vater wurde kurz darauf in München Geschäftsführer der eben gegründeten München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft. Er war seit 11. Juni 1881 mit Marie Mathilde Anna Buchner, geb. Volk, Witwe des Münchner Arztes und Universitäts-Professors Buchner verheiratet.

So heißt es beim Stadtmuseum:

Im Bereich der Graphik stammt der Großteil der Porträts aus der einstigen Sammlung des Kunsthändlers Joseph Maillinger (1831-1884). Er hatte eine "Bilder-Chronik der Stadt München" mit rund 18.000 Blättern vom 15. bis 19. Jahrhundert angelegt. Zu dieser auch überregional bekannt gewordenen "Maillinger Sammlung" gehören nicht nur herausragende Einzelstücke namhafter Aquarellisten und Zeichner wie Johann Georg von Dillis, Gustav Wilhelm Kraus und Franz Xaver Nachtmann. Es finden sich auch komplette Architekturplanungen darunter wie etwa der Plansatz zur Walhalla von Leo von Klenze. Diese „Bilder-Chronik“ kam 1879 an die Stadt und gehörte 1888 bei der Gründung des „Historischen Museums der Stadt München“ - dem Vorläufer des heutigen Museum - zum Grundstock. Die „Maillinger-Sammlung“ diente bereits dem „Allgemeinen Bildniskatalog“ von Hans Wolfgang Singer (Leipzig, 1930 ff.) als Referenzquelle.

Sein Grab im alten Nördlichen Friedhof in der Maxvorstadt ist noch erhalten. Die Inschrift lautet: »Sein Lebenswerk war die Bilderchronik der Stadt München«.

Siehe auch

Zum Namen vergleiche die Angaben auch über (nicht verwechseln!):

  • den Berufsoffizier und zeitweise Kriegsminister Joseph Maximilian Fridolin Maillinger, seit 1870 Ritter von Maillinger, geb. am 4. Oktober 1820 in Passau; gest. am 6. Oktober 1901 in Bad Aibling.
  • Maillingerstraße

Weblinks