Jakob Klar

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Jakob Klar von Julius Widnmann.

Jakob Klar (* 24. September 1783 in Bruck, † 12. Mai 1833 in München) war der Sohn einer verarmten Familie aus Fürstenfeldbruck, der es 1823 zur Position des 2. Bürgermeisters der Stadt brachte (bis 1833).

Wahl des 2. Bürgermeisters

Königlich-bayerisches Intelligenzblatt für den Isarkreis - München 1823. Dienstes und Notizen: Nachdem der zweite Bürgermeister der Haupt und Residenzstadt-München, Ritter von Utzschneider, Inhaber einer Tuchmanufaktur und Brauerei, nach Zurücklegen des 60ten Lebensjahres die Entlassung aus dem Magistrate unter Berufung auf den §-77. des Edictes über Verfassung und Verwaltung der Gemeinden vom 17. May 1818 nachgesucht und bewirkt hat, so ist unterm 21. April d. J. Eine neue Wahl der Wiederbesetzung der erledigten Stelle vorgenommen worden, und hierbei der rechtskundige Magistrats-Rath, Jakob Klar, als 2. Bürgermeister durch absolute Stimmenmehrheit, nach Vorschrift des angeführten Edicts und der Gemeinde-Wahlordnung vom 5. August 1818, gewählt worden. Seine Majestät der König haben am 24. May d. J. Allergnädigst geruhet, diese Wahlhandlungen zu genehmigen, und den bezeichneten Magistratsrath Klar, als zweiten Bürgermeister der Haupt- und Residenzstadt-München zu bestätigen.

Leben in München

Im Jahr 1818 gelangte Klar als studierter Rechtswissenschaftler nach München.

Grabdenkmal Klar, Südfriedhof
(Foto vom Zustand Dezember 2019)

Mit nur 50 Jahren stirbt Klar nach langer schwerer Krankheit am 12. Mai 1833 in München. Gewohnt hatte Klar viele Jahre am Rindermarkt, für das Todesjahr kann eine Wohnung in der Kaufinger Straße 24 ausgemacht werden. Bereits 1820 verstarb seine Gattin, mit der er eine Tochter und zwei Söhne hatte. Seinem mit großer Feierlichkeit ausgestatteten Leichenzug folgten unzählige seiner Freunde, Verehrer und Ergebene, um dem Dahingeschiedenen Trauer, Achtung und Liebe zu bezeigen. Südfriedhof, alter Gottesacker Mauer rechts 181 und 182 (Grabplatte). Am Grabdenkmal ist in lateinischer Schrift zu lesen; Virtutem non unica pagina claudit .."seine Tugenden können nicht auf nur einer Seite aufgezählt werden" (..., "sie passen nicht auf ein einzelnes Blatt.)

Grablage

Das Grabdenkmal entstand bereits zum Gedenken an Verena Klar, geborene Hepp, der Ehegattin Jakob Klars. Diese starb mit nur 32 Lebensjahren im Jahr 1820. Sie ist auf der Grabstele an erster Stelle aufgeführt. Dies zeugt von Klars hoher Wertschätzung und Zuneigung zu seiner Gattin.

In Andenken

Zusammen mit dem Grabdenkmal auf dem Alten südlichen Gottesacker wurde im Jahr 1924 also etwa hundert Jahre nach seinem Amtsantritt, zum Andenken an Klar, 2. Rechtskundiger Bürgermeister der Stadt in den Jahren 1823 bis 1833, die Jakob-Klar-Straße nach ihm benannt.