Galerie Rupert Walser

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Die Galerie Rupert Walser

Anfangsjahre

Im Juni 1975 bezog Rupert Walser (geb. 1951 in Rosenheim) als Kunststudent (Akademie der Bildenden Künste bei Rudi Tröger) und Kunstgeschichtsstudent (LMU u.a. bei Friedrich Piel) in München das marode, leerstehende Rückgebäude der Fraunhoferstraße 19.

1977 eröffnete er im Erdgeschoß, seinem ehemaligen Atelier und Siebdruckraum, einen Ausstellungsraum für erste von ihm selbst gedruckte Editionen u.a. von Antonio Calderara, Alfons Lachauer, Alf Lechner, Alf Schuler, James Reineking unter dem Namen „druckwerk“; 1983 umbenannt in Galerie Rupert Walser.



Das Thema seiner (nicht abgeschlossenen) Dissertation "Studien zur monochromen Malerei" machte Rupert Walser auch zum Schwerpunkt des Galerieprogramms: die neuere monochrome Malerei (hauptsächlich aus New York), die sogenannte "radikale" Malerei. (Benannt nach der Ausstellung "Radical Painting" 1984 im Williams College Museum of Art/Williamstown, Massachusetts.) Die Galerie zeigte, und vertritt zum guten Teil heute noch, daraus die Künstler: Marcia Hafif, Joseph Marioni, Carmengloria Morales, Phil Sims, Howard Smith, Günter Umberg, Jerry Zeniuk. Dieses radikale Programm öffnete sich über die Jahrzehnte zusammen mit den Künstlern (besonders Jerry Zeniuk) und mit jüngeren, neu dazugekommenen (Stephan Baumkötter, Thomas Bechinger, Anna Leonie, Ji In Park) zu einer größeren Freiheit.

Neben dem bleibenden Schwerpunkt der Galerie: “Malerei“ stehen einzelne Bildhauerpersönlickeiten: Christiane Möbus, Leo Kornbrust, James Reineking. Schon ab 1978 Teilnahme an der Art Basel, später auch an der Art Cologne, von Beginn an auch Art Frankfurt und Art Forum Berlin.

Nach 1990

1990 bzw. 1993 werden die beiden New Yorker James Reineking und Jerry Zeniuk, die Rupert Walser seit 1981 bzw. 1982 in München ausstellt, als Professoren an die Akademie der Bildenden Künst in München berufen.

2003 richtet Michael Semff, Direktor der Staatlichen Graphischen Sammlung dem Maler Antonio Calderara zum 100. Geburtstag eine Ausstellung in der Pinakothek der Moderne ein. Zu dieser Gelegenheit gründet dort Rupert Walser mit Kollegen und Sammlern den Freundeskreis Antonio Calderara.

Aktivitäten auf Verbandsebene der Mü. Galeristen

1978 stellt Rupert Walser erstmals das Plakat "Neue Kunst in München" zusammen und druckt es (ebenso wie z.B. das Plakat für die legendäre Gaststätte "Fraunhofer") selbst in seinem Ausstellungsraum im Siebdruck. Auf diesem Plakat werden erstmals Galerien gelistet, die sich nicht in der damals monoploartigen Maximilianstraße befanden: Rüdiger Schöttle, Walter Storms, Heinz Herzer, Dany Keller, Rupert Walser... Kurz darauf gründet er mit Naila Kunigk und Walter Mollier (Galerie Tanit), Heinz Herzer und Walter Storms bei einer Lammkeule im ersten Stock über seiner Ateliergalerie die Initiative und Zeitung "Neue Kunst in München“.

1980 gründet er die Zeitung "Neue Kunst in Europa“, später „NIKE“, und leitet sie als Chefredakteur bis 1987(mit eigens dafür geschaffenen Titelseiten u.a. von Daniel Buren, Tony Cragg, Sol LeWitt, Gerhard Richter, Bridget Riley).

1988 bringt er gegen große Widerstände die beiden konkurrierenden, nahezu verfeindeten Gruppierungen "Maximilianstrasse" und "Neue Kunst in München" zusammen. Dies führt glücklich im Sommer 1988 zu einem ersten gemeinsamen Plakat aller Münchner Galerien der dann gegründeten „Initiative Münchner Galerien zeitgenössischer Kunst“.

1994 bis 2000 treibt Rupert Walser federführend die Gemeinschaft der "Galerien am Gärtnerplatz" voran mit einem gemeinsamen Einladungs- u. Katalogheft; Kennzeichen: runder Punkt, bzw. Nabel in der Mitte des Gärtnerplatzes. In dieser Zeit werden hier jeweils in Juni/Juli gemeinsame Themenausstellungen gezeigt u.a. Kunst/Mode, Kunst/Design oder 1996 die "1. Münchner Zeichnungsmesse" mit einer begleitenden Publikation. Für 6 Jahre war der Gärtnerplatz der Nabel zeitgenössischer Kunst in München.

Rupert Walser unterrichtet auch seit 1979 Praxis und Theorie der Gestaltung an der Fachoberschule für Gestaltung in München.

Weblinks