Bauhaus in München
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Das Bauhaus entstand 1919 in Weimar durch die Vereinigung der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst Weimar mit der von Henry van de Velde 1907 gegründeten Großherzoglich-Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar. Ein Leitbild des Bauhauses war, die Architektur als Gesamtkunstwerk mit den anderen Künsten zu verbinden (Wikipedia). Die vom Bauhaus ausgehende Architektur hat auch in Bayern (u.a. in Nürnberg, Augsburg und Coburg) und in München Spuren hinterlassen. Winfried Nerdinger schrieb hierzu 1990:
- "Bauten, die auf ihre Weise die konkrete Entfaltung der Moderne in München signalisieren, und zwar besonders ihre Variationsbreite, der man mit einer betont schroffen Gegenüberstellung von >konservativ<und >modern< wohl kaum gerecht werden kann."[1]
Hervorzuheben ist die Postbauschule um R. Vorhoelzer. Mit den Auswirkungen in Bayern befasst sich das 2021 erschienene Buch Bauhaus in Bayern.
- "Viele Architekten und Künstler aus Bayern waren ... direkt mit der Bauhaus-Schule verbunden, wichtige Institutionen und Vereine wurden in München gegründet. ... Neben der wichtigsten Manifestation des Neuen Bauens in Süddeutschland, der so genannten "Bayerischen Postbauschule", finden sich Siedlungen der Moderne im sozialen Wohnungsbau ... sowie innovative Lösungen bei medizinischen Einrichtungen und technischen Bauten." Jean Molitor/Kaija Voss: Bauhaus in Bayern, S. 10
Beispiele
Technische und Verwaltungsgebäude
- Max Littmann: Königliche Anatomie, Pettenkoferstraße
- Wilhelm Bertsch: Messebauten, Am Bavariapark
- Wehranlage Oberföhring
- Robert Vorhoelzer, Walter Schmidt: Postgebäude (Postamt Tegernseer Landstraße 57, Postamt Am Harras 2, Postamt Fraunhoferstraße, Postamt Goetheplatz 1, Paketzustellamt Arnulfstraße 62, Oberpostdirektion Arnulfstraße 60, Versuchssiedlung Arnulfstraße 107
- Peter Wellmann: Direktorenhaus der Münchner Sternwarte
- Jakob Pfaller, Theodor Fischer: Verwaltungsgebäude der Rhein-Main-Donau AG, Leopoldstraße 28
- Hermann Leitenstorfer: Altes Technisches Rathaus, Blumenstraße 28
Wohnbauten
- Moll-Block (Otho Orlando Kurz, Eduard Herbert)
- Schleißheimer-/Karl-Theodor-Straße (Otho Orlando Kurz)
- Siedlung Neu-Ramersdorf (Oscar Delisle, Bernard Ingwersen, Richard Berndl)
- Amerikanerblock, Siedlung Neuhausen (Steubenplatz) (Otho Orlando Kurz, Eduard Herbert)
- Ledigenheim (Bergmannstraße) (Theodor Fischer, 1925/27)
- Eichamt, Franz-Schrank-Straße 9 (Karl Badberger, 1926/28)
Kirchen
- St. Pius, Neu-Ramersdorf (Richard Berndl)
Bauten in Oberbayern
- Postbauten:
- Verstärkeramt Pfaffenhofen an der Ilm (1925)
- Werkstattgebäude und Verstärkeramt Kochel (Robert Vorhoelzer, Franz Holzhammer, 1927, abgebrochen 2020)
- Postamt Fürstenfeldbruck (Georg Werner, Lars Landschreiber, Wilhelm Wichtendahl, 1930)
- Sozialbauten:
- Trink- und Wandelhalle Bad Tölz (Heinz Moll, Ernst von der Velden, 1929/31)
- Ferienheim für Arbeiter, Beamte und Angestellte, Kochel (Emil Freymuth, 1930)
Literatur
- Winfried Nerdinger (Hrsg.): Architekturführer München. Reimer, Berlin, 2002. ISBN 3-496-01219-6
- Jean Molitor/Kaija Voss: Bauhaus in Bayern. edition q im be-bra Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-86124-750-0
- Florian Aicher/Uwe Drepper (Hrsg.): Robert Vorhoelzer - Ein Architektenleben. Die klassische Moderne der Post. Ausstellungskatalog Münchner Stadtmuseum/Deutsches Postmuseum Frankfurt am Main, Callwey, München 1990, ISBN 3-7667-0960-7
Einzelnachweise
- ↑ zitiert nach Molitor/Voss. Bauhaus in Bayern, S. 79