Alexander Snehotta von Kimratshofen

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Alexander Snehotta von Kimratshofen ist ein Kunstmaler, der im Atelier Feelart arbeitet, das sich dem Nihonismus, der Heraldik (Wappenerstellung), sowie der historischen und abstrakten Kunst verschrieben hat.

Über den Künstler

Interview, Art & Culture, 2008

  • Wie Sie sind zur Kunst gekommen?
Ich stamme aus einer Familie, die musische Betätigung stets zu schätzen wusste und entsprechend förderte; so liegt es mir irgendwie im Blut, mich auch auf dieser Ebene auszudrücken, sozusagen nonverbal zu kommunizieren. Schon seit früher Kindheit beschäftige ich mich mir mehr oder weniger Erfolg mit verschiedenen Kunstformen.
  • Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?
Wenn ich offenen und sehenden Auges durch die Welt gehe, werde ich stets angeregt! Oft ist es nur eine Kleinigkeit, ein Blick, eine Geste, der/die einen Initialfunken zündet, der schließlich förmlich nach Verarbeitung "schreit", sei es in Musik, Literatur (Prosa bzw. Belletristik und Poesie) und eben darstellender Kunst respektive Handwerk.
  • Wo entstehen Ihre Kunstwerke?
Meine kleine Wohnung ist zugleich mein Atelier. Meine Arbeit und mein Leben bilden eine untrennbar verbundene Einheit, so dass ich mir nicht vorstellen könnte, sie in einem separierten Sonderbereich Kunst zu vollführen. Doch schätze ich es auch, an einem angenehmen Tag meinen Skizzenblock zu nehmen und einfach hinaus zu gehen...
  • Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?
Ich bin der festen Überzeugung, dass Kunst nicht "studiert" werden kann, sonder vielmehr erlernt werden muss. Manch ein Handwerksmeister verdient um vieles mehr die Bezeichnung Künstler als so mancher von diversen Kritikern hoch gelobte wahre Künstler, der in seinem Elfenbeinturm sitzt und andere mit Verachtung straft.
  • Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?
1. "Wieso hast du das gemacht? Ich habe das Ding zwei Stunden lang angeschaut und musste mich dann zwingen, wegzusehen!"
2. "Du hast da etwas eingefangen, das ich nicht beschreiben kann. Mit fällt kein passendes Wort ein!"
3. "Ich habe fast weinen müssen - ich weiß zwar nicht warum, aber es war einfach so. Danke!"
  • In wenigen Sätzen: Warum machen Sie Kunst?
1. Ich mache Kunst, um mich zu erfreuen!
2. Ich mache Kunst, um andere zu erfreuen!
3. Ich mache Kunst eben weil es sie gibt und hoffe dadurch etwas mehr hinter die Fassade eitler menschlicher Maskerade blicken zu können!
  • Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?
Prinzipiell bin ich für alles Neue offen und versuche mich auch gerne einmal an Ungeübtem. Ich experimentiere gerne und viel - ohne Einschränkung, aber auch ohne Überfrachtung: Suche nach Neuerung bei gleichzeitiger Bewahrung des Alten. Nicht die Technik ist es, sondern das Ergebnis und der Weg dorthin!
  • Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?
Sehr schwer zu beantworten! Ein Durchschnittswert? Auch der ist nicht anzugeben. Zwischen Stunden und Jahren, würde ich sagen. Ein passender Nachmittag voller Konzentration kann schon ausreichend sein, aber es gibt auch Objekte, die ich vor Jahren begonnen habe und immer noch nicht als vollendet betrachte. Das Leid des Perfektionisten!
  • Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?
Jeder der künstlerisch schafft tut es bewusst oder unbewusst. So will ich mich nicht auf ein Podest heben und sagen: "Oh ja, sicher doch!" Diejenigen, die sich beeinflusst fühlen, werden es wissen - und das alleine reicht mir. Ein kurzer Satz der Anerkennung den wir alle so sehr lieben, gibt mir das nötige Feedback für mein Tun.
  • Noch ein abschließendes Wort?
Seit zwei Jahrzehnten habe ich mich überwiegend der Kunstform der Heraldik gewidmet und mich der Wappenkunde verschrieben. Trotz strenger Regeln, die viele Menschen als einengend empfinden würden, bietet sie ein umfangreiches Betätigungsfeld und verbindet Kunst mit Handwerk. Missmut über immer wieder zu sehende Pfuscherei im Bereich der Wappenerstellung, trieb mich dazu, die „Heraldische Werkstatt“ zu gründen, in der man sich ein korrekt entworfenes Persönlichkeitszeichen erarbeiten lassen kann, das den heraldischen Regeln im Zuge einer Neustiftung gerecht wird.

Außerhalb dieser Grenzen widme ich mich vorwiegend der abstrakten Malerei und Erschaffung ebensolcher Kleinskulpturen. Kunst soll auch in kleine Wohnungen passen! Meine Interessen gelten fast allen musischen Bereichen, so dass ich die Malerei nur als Teilbereich meiner Gesamtpersönlichkeit ansehe und ihr nicht all meine Energie widmen kann und will.


Interview (Auszug), Kulturmagazin, 2009

"Schon seit früher Kindheit interessiere ich mich für Japan. Ich glaube es hat damals begonnen, als ich das erste Mal 'Shogun' von James Clavell zuerst als Film gesehen habe und dann das Buch "dazu" las. Für jeden Knaben sind Ritter interessant; mich zog es eher zu den Samurai mit ihrem strengen Ehrenkodex hin. Nach diesem etwas banalen Erstzugang begann ich, mich in die japanische Geschichte einzulesen, studierte die Kultur, Lebenseinstellung, Philosophie und Religion des Landes der aufgehenden Sonne. Das Land hat mich in meinem Werdegang und Selbstverständnis stark beeinflusst. Seit vielen Jahren betreibe ich nun schon Iai-do, die Kunst des Schwertziehens und Schattenkämpfens mit dem Katana, dem typischen Samuraischwert, von denen ich nunmehr eine recht ansehnliche Sammlung besitze. Ferner übe ich mich regelmäßig in den Meditationstechniken des Za-Zen. Nicht zuletzt hat mich meine Faszination für das Land der Götter dazu bewogen eine ausdehnte Japanreise zu unternehmen, auf der ich meine künstlerischen Ambitionen vor Ort ausleben und vertiefen könnte. Ich hatte das Glück von einigen Meistern unterwiesen zu werden, die mir im Rahmen der Zenmeditation verschiedene Grundzüge der Cha-nu-yo (Teezeremonie), des Ikebana und der Tuschmalerei beibrachten. Eben dies fließt nun in meine Arbeiten ein.

Zurück in Deutschland vertiefte ich das, was ich mir während eines Jahres aneignen konnte in weiteres Kursen bei verschiedenen Privatlehrern, kam aber bis dahin nicht auf die Idee, das Gelernte in einer anderen Form als der traditionellen anzuwenden. Im Laufe des Jahres 2008 reifte in mir mehr und mehr der Gedanke, neue Wege der Kunst zu beschreiten, nachdem mir meine vorhergehenden Bilder zunehmend als platt und irgendwie schon einmal da gewesen erschienen. Ich gierte danach etwas Neues zu erschaffen, das bis dahin noch kein anderer gemacht hat. So besann ich mich auf das yugen und machte einige Versuche auf Papier und Leinwand, die aber zunächst nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Der Durchbruch kam, als mir ein altes Werk aus dem Jahr 1992 in die Hände fiel: wenige, einfache, aber aussagekräftige Farben – vornehmlich Brauntöne, rot, schwarz und gold. Nach dieser Erleuchtung entstand binnen weniger Wochen eine Vielzahl von Werken. Ich arbeite in Mischtechnik, was heißen will, dass verschiedene Techniken und Malmittel zum Einsatz kommen. Die Grundierungen male ich ausschließlich mit selbst verfertigten Naturfarben und arbeite dann „feucht in/auf feucht“ mit Tusche, verdünnter Acrylfarbe, Schellack und verschiedenen Bronzen, überwiegend Goldbronze. Mit wenigen gezielten Pinselstrichen, Auftröpfelungen und Verwischungen begannen die Leinwände zu wachsen und ich denke ich habe nun eine Grundform gefunden, die durchaus wert ist einen eigenen Namen zu bekommen. Angelehnt an den Namen Japans in der Landessprache, Nihon, bezeichne ich diese Kunstrichtung als Nihonismus. Der Nihonismus ist für mich, recht kurz gesagt, abstrakte Malerei mit Rückgriff auf altjapanische Kunstformen, wobei insbesondere auch der meditative Aspekt zum tragen kommt. Meine Bilder sind nicht nur Betrachtungsobjekte, sondern vielmehr auch Meditationshilfen, die den Ansehenden in bestimmte Stimmungen versetzen und seinen Geist öffnen soll. Derzeit arbeite ich ausschließlich in dieser Technik, experimentiere jedoch weiterhin auf anderen Gebieten. Auch meine heraldischen Studien und mittelalterlichen Zeichnungen vernachlässige ich nicht. In Zeiten der Wirtschaftkrise stellt sich immer wieder die Frage: „Wer braucht den schon Kunst!?“. Dazu kann ich nur sagen, dass gerade in Zeiten der Krise bleibende Werte gefragt sein sollten und nicht das kleingeistige Schielen nach dem schellen Profit – wohin das geführt hat sehen wir momentan alle recht deutlich! Abschließend möchte ich hier vielleicht einfach König I Ludwig von Bayern zitieren: Wer Dinge für die Nachwelt erschafft, ist kein gewöhnlicher Mensch!"

Werdegang

  • 1969: Geboren in München
  • Seit 1978: Erlernung der Grundzüge der Schriften- und Schildermalerei durch den Vater. Besonderes Interesse an der Geschichte, insbesondere der Antike und des Mittelalters
  • 1984/85: Umzug Nach Altusried bei Kempten (Allgäu)
  • Seit 1986: intensive Beschäftigung mit der Heraldik
  • 1989: Abschluss der Fachoberschule
  • 1989–92: Bundeswehrzeit bei der Artillerie
  • 1992–95: Studium an der Bayerischen Beamtenfachhochschule mit Erlangung des Grades eines Diplomverwaltungswirtes
  • 1995–98: Dienst in Kempten
  • 1998: Versetzung nach München
  • 1990–heute: Vielfache Kunst-, Kultur- und Weiterbildungsreisen in In- und Ausland (überwiegend im Mittelmeerraum und in Skandinavien)
  • 1999–2006: Verschiedene künstlerische Kurse in München und Umgebung, sowie im In- und Ausland. Gasthörerschaften an höheren Bildungseinrichtungen in München
  • Seit 2007: intensives Wirken im Kunstbereich mit mehreren Ausstellungen, Projekten und Aktionen
  • 2008: Beteiligung an der Gründung der Vereinigungen Farbchimären und Kunstrefugium

Neben seinem beruflichen Werdegang hat er sich mit großem persönlichem Engagement (in Hinblick auf Freizeit und auch finanziell) über die Jahre in verschiedenen Kursen und Eigenbildungen unterschiedliche Grundvoraussetzungen zu künstlerischem Schaffen angeeignet, das Handwerkszeug eben. Zugleich war er (soweit möglich) viel unterwegs und besuchte hierbei eine Vielzahl innereuropäischer Kunstreiseziele, die ihn immer wieder inspirierten.

Lieblingsorte

Beinahe jeden Freitag gegen 18 Uhr trifft man den Ausnahmekünstler in seiner Stammkneipe, dem Mykonos, in der er mit seinem Künstlerkollegen und Freund Franck Stawski, der Tagdieb, die Woche rekapituliert und neben der geselligen Runde das offene Gespräch mit kunstinteressierten Menschen sucht. Er fühlt sich der Maxvorstadt, die gemeinhin als Schwabing Bekanntheit erlangte, besonders verbunden und schwärmt gerne von "seinem" Viertel, das in unmittelbarer Nachbarschaft alles bieten kann, was sich ein Kunstschaffender wünscht. Ferner schätzt er den "dörflichen" Charakter, der anderen Stadtteilen fehlt. "Hier kennt man sich eben noch!", umschreibt er die Situation.

Besondere Freunde

Eine weitere befruchtende Künstlerfreundschaft verbindet ihn mit Ingrid Müller (Momente des Menschseins).

Nihonismus (Nihon-dô Ryû)

Alexander Snehotta von Kimratshofen ist ein Künstler aus dem traditionsreichen Viertel Au-Haidhausen in München, wo er auch wirkt. Zuvor lebte und arbeite er in dem nicht weniger bekannten Stadtteil Maxvorstadt-Schwabing.

1969 geboren, erlernte er schon von Kindesbeinen an das künstlerische Arbeiten von seinem Vater, einem gelernten Schriften- und Schildermaler. Trotz der Wahl eines völlig anderen Berufsweges, blieb er den bildenden Künsten treu und verfeinerte sein Wissen und Können in verschiedenen Studien im In und Ausland.

Er ist Vorstand des Kunstvereins Kunstrefugium e.V. und Mitglied der Künstlervereinigung „Farbchimären“. In den letzten Jahren hatte der freischaffende Künstler bereits etliche Gruppen- und Einzelausstellungen.

Nach langer Suche hat er seinen persönlichen Stil gefunden bzw. kreiert, den er nach dem Namen Japans in der Landessprache, Nihon, Nihonismus oder auch Nihon-dô Ryû (wörtlich übersetzt: Schule des japanischen Weges) nennt – (s)eine Art der abstrakten Malerei, die starke Rückgriffe auf die Kunstformen des alten Japans nimmt.

Neben der abstrakten Malerei widmet er sich der Heraldik (Wappenkunst), der mittelalterliche Malerei und der frühchristlichen insularen Illumination (Buchmalerei) mit ihrer facettenreichen Symbolik in iro-keltischer Tradition.

Heraldik

Der Wappenkünstler hat bereits eine Gutzahl von Wappenentwürfen und -ausgestaltungen erschaffen. So findet sich auch eines dieser Zeichen in der mittelalterlichen Gaststätte "Zur Schandgeige" in Schwabing-West. Auch anderen hat er mit seinen Kenntnissen der Wappenkunde bereits erfolgreich zu einem persönlichen Zeichen verhelfen können. Eine letzte Anfrage erreichte ihn von der Universität St. Gallen, die für ihre abgehenden Absolventen einen Jahrgangs- und Siegelring erstellen lassen wollten.

Projekte

  • Seit Oktober 2007 Teilnahme/Mitorganisation Dauerausstellung “Kunst für alle“ (Reise eines Bildermosaiks von 20 Künstlern durch ganz Deutschland)
  • November 2007: Teilnahme an “Kunststimmen gegen Armut“
  • November 2007: "Kunst für alle" in Burghausen (Lkr. Altötting)
  • Januar 2008: Mitorganisation einer Online-Ausstellung "Meloneneis"
  • Februar 2008: Mitbegründer der Künstlervereinigung Farbchimären
  • Februar 2008: Ausstellung in Frasdorf bei der Fa. Aicher Holz
  • März 2008: erneute Teilnahme an “Kunststimmen gegen Armut“
  • März 2008: Mitorganisation einer Online-Ausstellung "Barbarossa"
  • März 2008: Gründungsmitglied & 1. Vorstand des Kunstvereins Kunstrefugium e.V.
  • April 2008: Organisation und Teilnahme von/an “Lokal-Kunst“ der Farbchimären
  • Mai 2008: Kinderbuchprojekt zusammen mit Diana Krasselt (Malerei & Illustration)

Weblinks