Celino Bleiweiß

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Mechl Feiler, geboren 1937 in Przemyśl, ist Münchner geworden. Die Judenverfolgung der Nazis in Polen hat er als kleiner Junge unter dem Namen Celino Richard Bleiweiß überlebt. In seinem Pass war sein Geburtsdatum der 30. November 1938. Das ist der Geburtstag des Kindes, an dessen Stelle er mit einem amerikanischen Pass als Austauschjude das KZ Bergen-Belsen überlebte. Seine leiblichen, bald danach ermordeten Eltern (Mosche und Rachel Feiler, geborene Groß) gaben ihn, diesen Pass als Überlebenschance nützend, zwei Freunden mit, die nach dem Krieg ein echtes Paar wurden und ihn als ihren Sohn erzogen. In Tröbitz befreiten russische Soldaten am 27. April 1945 2000 deportierte Zuginsassen. Hier begann sein neues Leben. Das Ehepaar Bleiweiß blieb mit dem Sohn in Deutschland.

Celino Bleiweiß' wirklicher Geburtstag war der 4. Januar 1937. Das im nachhinein betrachtete Überleben, das Leben des Celino Bleiweiß wurde in der Fernsehdokumentation Das geschenkte Leben am 15. Januar bzw. 13. April 2014 in der ARD bzw. im BR dargestellt. Er wurde in der DDR und BRD (1983 Übersiedlung) Kino- und Fernsehregisseur sowie Drehbuchautor.

Seine letzte DDR-Fernsehproduktion, Vertreibung aus dem Paradies mit Jaecki Schwarz, blieb unvollendet, da Celino Bleiweiß 1983 mit seiner Frau, der Schauspielerin Monika Woytowicz, und der 1968 geborenen Tochter Ina in die Bundesrepublik übersiedeln konnte. Die Familie zog nach München. U.a. filmte er wieder bei der Fernsehserie Zwei Münchner in Hamburg.

Bleiweiß arbeitet inzwischen auch als Theaterregisseur und ist Dozent an der Bayerischen Theaterakademie August Everding[1].

Filme über ihn

Weblinks

Einzelnachweise

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