Panoramen

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Panorama (Allsicht von griechisch pan, all, und horama, Sicht) nennt man eine Darstellung von einem festen Beobachterstandpunkt aus, die das Blickfeld eines Beobachters überschreiten. Im eigentlichen Wortsinn sind das Rundumansichten.

Ein beliebtes Motiv für Panoramen ist eine Rundum-Stadtansicht Münchens von einem erhöhten Standpunkt aus. Solche Stadtpanoramen gibt es sowohl als Gemälde als auch als Fotografien

Panorama-Gemälde

Panorama Münchens vom vom Dach des Hoftheaters aus, 1826

Eine Zeit lang war die Panoramenmalerei, also die Erstellung von Rundgemälden, in München ein weltweit führendes Kunstgewerbe. Damit sind riesige Gemälde gemeint, die gegen Eintritt in drei speziellen Rundgebäuden ausgestellt wurden. In ihrer Wirkung vielleicht mit heutigen 3D-Kinos vergleichbar, jedenfalls stellten sie ein ganz neues Medium dar. Als Maler können Louis Braun, Michael Zeno Diemer und Franz Roubaud genannt werden.

Über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren wurden mehr als 40 Panoramen in München hergestellt. Münchner Künstler haben aber auch im Ausland Rundgemälde produziert, z.B. in Polen, in Russland, in Belgien und den Vereinigten Staaten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich die Panoramen zu einem Massenmedium. Es gab aber auch als regelrechte Exportschlager gemalte Kreuzigungen Christi als Panorama.

Zu den gemalten oder gezeichneten Stadtpanoramen Münchens zählen:

Panorama-Fotografien

Panorama Münchens vom Petersturm aus, Georg Böttger, 1858

Siehe auch

Literatur

  • Franz Schiermeier: Panorama München - München als Zentrum der Panoramen-Herstellung. Herausgegeben vom Stadtarchiv München. Schiermeier-Verlag, München, 2009. 96 Seiten und 9 Leporellos. ISBN 398131901X