Panoramen: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Panorama''' (''Allsicht'' von griechisch ''pan'', all, und ''horama'', Sicht) nennt man eine Darstellung von einem festen Beobachterstandpunkt aus, die das Blickfeld eines Beobachters überschreiten. Im eigentlichen Wortsinn sind das Rundumansichten.  
'''Panorama''' (''Allsicht'' von griechisch ''pan'', all, und ''horama'', Sicht) nennt man eine Darstellung von einem festen Beobachterstandpunkt aus, die das Blickfeld eines Beobachters überschreiten. Im eigentlichen Wortsinn sind das Rundumansichten.  
Ein beliebtes Motiv für Panoramen ist eine Rundum-[[Stadtansicht]] Münchens von einem erhöhten Standpunkt aus. Solche Stadtpanoramen gibt es sowohl als Gemälde als auch als Fotografien


== Panorama-Gemälde==
== Panorama-Gemälde==
[[Datei:Panorama-hoftheater-1826.jpg|mini|center|936px|Panorama Münchens vom vom Dach des Hoftheaters aus, 1826]]
Eine Zeit lang war die '''Panoramenmalerei''', also die Erstellung von Rundgemälden, in [[München]] ein weltweit führendes Kunstgewerbe. Damit sind riesige Gemälde gemeint, die gegen Eintritt in drei speziellen Rundgebäuden ausgestellt wurden. In ihrer Wirkung vielleicht mit heutigen 3D-Kinos vergleichbar, jedenfalls stellten sie ein ganz neues Medium dar. Als Maler können  Louis Braun, Michael Zeno Diemer und Franz Roubaud genannt werden.  
Eine Zeit lang war die '''Panoramenmalerei''', also die Erstellung von Rundgemälden, in [[München]] ein weltweit führendes Kunstgewerbe. Damit sind riesige Gemälde gemeint, die gegen Eintritt in drei speziellen Rundgebäuden ausgestellt wurden. In ihrer Wirkung vielleicht mit heutigen 3D-Kinos vergleichbar, jedenfalls stellten sie ein ganz neues Medium dar. Als Maler können  Louis Braun, Michael Zeno Diemer und Franz Roubaud genannt werden.  


Über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren wurden mehr als 40 Panoramen in München hergestellt. Münchner Künstler haben aber auch im Ausland Rundgemälde produziert, z.B. in Polen, in Russland, in Belgien und den Vereinigten Staaten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich die Panoramen zu einem Massenmedium.  
Über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren wurden mehr als 40 Panoramen in München hergestellt. Münchner Künstler haben aber auch im Ausland Rundgemälde produziert, z.B. in Polen, in Russland, in Belgien und den Vereinigten Staaten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich die Panoramen zu einem Massenmedium. Es gab aber auch als regelrechte Exportschlager gemalte ''Kreuzigungen Christi'' als Panorama.  
 
Bekannt ist noch das Panorama vom alten [[Cuvilliés-Theater|Königlichen Hoftheater (Cuvilliés)]] aus dem Jahr 1826.
 
Ees gab aber auch als regelrechte Exportschlager gemalte ''Kreuzigungen Christi'' als Panorama. Das Buch ''Panorama München'', großenteils aus Beständen des [[Stadtarchiv]]s. beschreibt die Entstehung der Panorama-Gemälde, die Auftraggeber, die Künstler, ihre Helfer und die Baupläne der Panorama-Gebäude.


== Panorama-Fotografien ==
== Panorama-Fotografien ==
[[Datei:Panorama-petersturm-1858.jpg|mini|center|936px|Panorama Münchens vom Petersturm aus, Georg Böttger, 1858]]
[[Datei:Panorama-petersturm-1858.jpg|mini|center|936px|Panorama Münchens vom Petersturm aus, Georg Böttger, 1858]]
Ein beliebtes Motiv für Panorama-Fotografien ist eine Rundum-[[Stadtansicht]] Münchens von einem erhöhten Standpunkt aus. Dazu zählen unter anderem
* 1841 Panorama vom [[Alter Peter|Alten Peter]] für die [[Feuerwehr|Städtische Feuerwehr]]
* 1841 Panorama vom [[Alter Peter|Alten Peter]] für die [[Feuerwehr|Städtische Feuerwehr]]
* 1858 Panorama von [[Georg Böttger]] vom Alten Peter aus
* 1858 Panorama von [[Georg Böttger]] vom Alten Peter aus

Version vom 22. Dezember 2025, 16:36 Uhr

Panorama (Allsicht von griechisch pan, all, und horama, Sicht) nennt man eine Darstellung von einem festen Beobachterstandpunkt aus, die das Blickfeld eines Beobachters überschreiten. Im eigentlichen Wortsinn sind das Rundumansichten.

Ein beliebtes Motiv für Panoramen ist eine Rundum-Stadtansicht Münchens von einem erhöhten Standpunkt aus. Solche Stadtpanoramen gibt es sowohl als Gemälde als auch als Fotografien

Panorama-Gemälde

Panorama Münchens vom vom Dach des Hoftheaters aus, 1826

Eine Zeit lang war die Panoramenmalerei, also die Erstellung von Rundgemälden, in München ein weltweit führendes Kunstgewerbe. Damit sind riesige Gemälde gemeint, die gegen Eintritt in drei speziellen Rundgebäuden ausgestellt wurden. In ihrer Wirkung vielleicht mit heutigen 3D-Kinos vergleichbar, jedenfalls stellten sie ein ganz neues Medium dar. Als Maler können Louis Braun, Michael Zeno Diemer und Franz Roubaud genannt werden.

Über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren wurden mehr als 40 Panoramen in München hergestellt. Münchner Künstler haben aber auch im Ausland Rundgemälde produziert, z.B. in Polen, in Russland, in Belgien und den Vereinigten Staaten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich die Panoramen zu einem Massenmedium. Es gab aber auch als regelrechte Exportschlager gemalte Kreuzigungen Christi als Panorama.

Panorama-Fotografien

Panorama Münchens vom Petersturm aus, Georg Böttger, 1858

Siehe auch

Literatur