Panoramen: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 22. Dezember 2025, 16:10 Uhr
Panorama (Allsicht von griechisch pan, all, und horama, Sicht) nennt man eine Darstellung von einem festen Beobachterstandpunkt aus, die das Blickfeld eines Beobachters überschreiten. Im eigentlichen Wortsinn sind das Rundumansichten.
Panorama-Gemälde
Eine Zeit lang war die Panoramenmalerei, also die Erstellung von Rundgemälden, in München ein weltweit führendes Kunstgewerbe. Damit sind riesige Gemälde gemeint, die gegen Eintritt in drei speziellen Rundgebäuden ausgestellt wurden. In ihrer Wirkung vielleicht mit heutigen 3D-Kinos vergleichbar, jedenfalls stellten sie ein ganz neues Medium dar. Als Maler können Louis Braun, Michael Zeno Diemer und Franz Roubaud genannt werden.
Über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren wurden mehr als 40 Panoramen in München hergestellt. Münchner Künstler haben aber auch im Ausland Rundgemälde produziert, z.B. in Polen, in Russland, in Belgien und den Vereinigten Staaten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich die Panoramen zu einem Massenmedium.
Bekannt ist noch das Panorama vom alten Königlichen Hoftheater (Cuvilliés) aus dem Jahr 1826.
Ees gab aber auch als regelrechte Exportschlager gemalte Kreuzigungen Christi als Panorama. Das Buch Panorama München, großenteils aus Beständen des Stadtarchivs. beschreibt die Entstehung der Panorama-Gemälde, die Auftraggeber, die Künstler, ihre Helfer und die Baupläne der Panorama-Gebäude.
Panorama-Fotografien
Ein beliebtes Motiv für Panorama-Fotografien ist eine Rundum-Stadtansicht Münchens von einem erhöhten Standpunkt aus. Dazu zählen unter anderem
- 1841 Panorama vom Alten Peter für die Städtische Feuerwehr
- 1858 Panorama von Georg Böttger vom Turm der Peterskirche aus
- 1857 Panorama von der Haidhauser Kirche
- 1890 Panorama von der Mariahilfkirche in der Au
- 1890 Panorama von der Matthäuskirche in der Sonnenstraße
- 1910 Panorama vom Neuen Rathaus
Siehe auch
Literatur
- Franz Schiermeier: Panorama München - München als Zentrum der Panoramen-Herstellung. Herausgegeben vom Stadtarchiv München. Schiermeier-Verlag, München, 2009. 96 Seiten und 9 Leporellos. ISBN 398131901X