Heilig-Geist-Brunnen (Pullach): Unterschied zwischen den Versionen

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== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Einfacher, rechteckiger Stein-Trog. Dahinter eine Vierkantsäule mit Kapitell, auf dem ein mit einem Pyramidendach gedeckter Steinwürfel steht; auf dessen Vorderseite in einer Spitzbogen-Nische ein Marmor-Relief, das einen unbekleideten, knieenden Knaben darstellt, der aus einer Schale Wasser trinkt. In Trinkhöhe ein gebogener Wasser-Auslass aus dem Bronze-Mund eines Delphinkopfes auf Rundschild. Die Heiliggeist-Taube auf der Spitze der Brunnensäule, vormals aus Stein, wurde vor
Einfacher, rechteckiger, nach dem 2. Weltkrieg aus Beton gegossener Trog. Dahinter eine Vierkantsäule mit Kapitell, auf dem ein mit einem Pyramidendach gedeckter Steinwürfel steht; auf dessen Vorderseite in einer Spitzbogen-Nische ein Marmor-Relief, das einen unbekleideten, knieenden Knaben darstellt, der aus einer Schale Wasser trinkt. In Trinkhöhe ein gebogener Wasser-Auslass aus dem Bronze-Mund eines Löwenkopfes auf Rundschild (der Löwe -Tierkreiszeichen für August- war schon im alten Ägypten der 'Wasserbringer'  - s.a. Löwenbrunnen in der Alhambra). Die Heiliggeist-Taube auf der Spitze der Brunnensäule, vormals aus Stein, wurde vor einigen Jahren durch einen Bronze-Guß ersetzt.
einigen Jahren aus Bronze gegossen.




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Ein Excurs zur [[Kurfürstliche Trinkwasser-Leitung|"churfürstlichen Trinkwasser-Leitung"]] von Max Emanuel''' (1662-1726).  
Ein Excurs zur [[Kurfürstliche Trinkwasser-Leitung|"churfürstlichen Trinkwasser-Leitung"]] von Max Emanuel''' (1662-1726).  


Am Fuß des Hochufers links der Isar, auf dem oben die Waldwirtschaft Grosshesselohe steht, entspringen ergiebige Grundwasser-Quellen, die seit 1715 das Trinkwasser nach Fürstenried lieferten und zwar bis zum Anschluss an die Münchner Trinkwasserleitung, 1938, im Kloster Warnberg. Der notwendige Wasserdruck wurde erreicht über eine Generation von Wassertürmen. Vom letzten, im Jahre 1895 errichteten Wasserturm, der noch steht (abgebildet im Baudenkmäler Link zu Pullach) lief die Haupt-Trinkwasserleitung von Anfang an unter der 'Hofbrunnstrasse' nach Fürstenried. Der bis vor kurzem dem Wasserturm benachbarte BND befürchtete später Einspäh-Möglichkeit vom Turm aus und habe ihn, nach Erwerb in den 60-er Jahren durch den Bund, dann selbst für seine Elektronik genutzt.  
Am Fuß des Hochufers links der Isar, auf dem oben die Waldwirtschaft Grosshesselohe steht, entspringen ergiebige Grundwasser-Quellen, die heute
in einen breiten Quellbach und schließlich in den Werkskanal münden. Seit 1715 wurde von hier aus Trinkwasser zum Maxhof und zum Schloß Fürstenried geleitet und zwar bis zum Anschluss an die Münchner Trinkwasserleitung. Der notwendige Wasserdruck wurde erreicht über eine Generation von Wassertürmen. Vom dritten und letzten, im Jahre 1895 errichteten Wasserturm, der noch steht (abgebildet im Baudenkmäler Link zu Pullach) lief die letzte grosse Trinkwasserleitung unter der 'Hofbrunnstrasse' nach Fürstenried. Ihre heute noch verschlossene Brunnstube liegt unbeachtet weiter isaraufwärts am Werkskanal. Jetzt fließt das Trinkwasser durch ein 300er-Rohr in den o.g. Quellbach. - Der bis vor kurzem dem Wasserturm benachbarte BND befürchtete Einspäh-Möglichkeit vom Turm aus und habe ihn, nach Erwerb in den 60-er Jahren durch den Bund, dann selbst für seine Elektronik genutzt.  


Das später auch vom Park-Brunnhaus des Hochufers zum 2. Wasserturm gepumpte Quellwasser wurde von hier aus durch die um 1820 von Paris importierte gusseiserne, an ihren Flansch- bzw. den Verbindungsstellen durch 'gestemmte Holzkeile abgedichtete Leitung' durch die 'Warnberger Schneise' des Forstenrieder Parks zum Meierhof des Jagdschlosses von Fürstenried geführt und zum Schloss Fürstenried selbst und später dann nur noch zur Sausuhle und der 8-er Lacke am nördlichen Link-Geräumt sowie zu den Forsthäusern Unterdill und Oberdill. Heute noch liegen Reste der 2. Brunnenfassung am Isarwerkskanal ungenutzt. Dagegen werden heute noch genutzt die Quellen des hinter dem nach Umbau privatisierten churfürstl. dann kgl. Hofbrunnhauses für die stillgelegte 1. Trinkwasserleitung - und von der 2. Trinkwasser-Leitung noch alte Rohre in der 'Warnberger Schneise'.
Schon vor dieser Zeit lief Trinkwasser vom Fuß des Hochufers zum zweiten Wasserturm, dem vor 1900 abgerissenen klassizistischen 'Park-Brunnhaus', und von hier durch die um 1820 von Paris importierte gusseiserne, an ihren Flansch- bzw. den Verbindungsstellen durch 'gestemmte Holzkeile abgedichtete Leitung' durch die 'Warnberger Schneise' des Forstenrieder Parks hin zum Meierhof des Jagdschlosses von Fürstenried (Maxhof); zuletzt nur noch zur Sausuhle und zur 8-er Lacke am nördlichen Link-Geräumt. Ausserdem zu den Forsthäusern Unterdill und Oberdill. Ein Teil des Trinkwassers des "An der Isar 2" gelegenen kgl. Hofbrunnhauses wird heute zur Heizung mittels Wärmepumpe genutzt für das nach Umbau privatisierte kleinere Nebengebäude, vormals mit Schank-Konzession, weil der kgl. Brunnwart bei zu geringem Gehalt etwas zuverdienen mußte. - Den Isartal-Wanderweg zwischen Werkskanal und Fuß des Hochufers (unterhalb der Großhesseloher Waldwirtschaft) durchfurchen heute Mountain-Biker .
[[Bild: Gussleiitung_Forstenrieder_P.jpg|thumb| Verlauf der 2. Wasserleitung für Schloss Fürstenried, das seit 1720 von Quellen am Hochufer links der Isar kam; und hier seit 1820 von einer zweiten Quelle über einen 2. Wasserturm durch die sog. 'holzgestemmte Gussleitung' (Detail: Holzkeil-geflanschte Gussleitung)|left|300px]]   
 
[[Bild: Gussleitung_Forstenrieder_P.jpg|thumb| Verlauf der 2. Wasserleitung für Schloss Fürstenried, das seit 1720 von Quellen am Hochufer links der Isar kam; und hier seit 1820 von einer zweiten Quelle über einen 2. Wasserturm durch die sog. 'holzgestemmte Gussleitung' (Detail: Holzkeil-geflanschte Gussleitung)|left|300px]]   
   
   


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