Volkssänger

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Volkssänger - das hat nichts mit Volksmusik zu tun, wenn auch durchaus Lieder vorgetragen wurden, bei denen das Volk mitsingen konnte. Aber das ging noch viel weiter, sie waren Humoristen, Clowns, Alleinunterhalter, Imitatoren usw.

Volkssänger und Volkssängerbühnen gab es in München um die letzte Jahrhundertwende, also um 1900, jede Menge. München hatte damals ca. 500.000 Einwohner, und in rund 1.500 Wirtschaften traten Volkssänger mit ihren Shows, wie man heute wohl sagen würde, auf. Daneben gab es noch Singspielhallen und Varietétheater, wie das Colosseum, die Blumensäle, das noch heute existierende Deutsche Theater, das Apollo usw.

Die Singspielhallen waren die volkstümlichen Varietés, während die Varietétheater mit ihrem Programm mehr in Richtung Zirkus gingen.

Gebremst wurde der Volkssängerboom, als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten Kinos aufkamen. In München wurde der erste "Kinematograph" am 15.04.1906 in der Liebfrauenpassage eröffnet.

Bekanntester Volkssänger ist heute wahrscheinlich Karl Valentin (* 4. Juni 1882 in München; † 9. Februar 1948 in Planegg bei München).

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Das Thema "Volkssänger" ist auf Grund der überregionalen Bedeutung des Themas auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten — dort:
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