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'''Stadelheim ''' ist in aller Regel die Kurzbezeichnung für die '''Justizvollzugsanstalt München''' in der [[Stadelheimer Straße]] im [[München|Münchner]] Stadtteil [[Obergiesing|Giesing]]. Sie gehört mit 14 ha Fläche zu den größten Justizvollzugsanstalten in [[Deutschland]]. Im Volksmund auch St. Adelheim genannt, ist ein „St. Adelheimer“ umgangssprachlich in München ein ehemaliger Gefängnisinsasse. | '''Stadelheim ''' ist in aller Regel die Kurzbezeichnung für die '''Justizvollzugsanstalt München''' in der [[Stadelheimer Straße]] im [[München|Münchner]] Stadtteil [[Obergiesing|Giesing]]. Sie gehört mit 14 ha Fläche zu den größten Justizvollzugsanstalten in [[Deutschland]]. Im Volksmund auch St. Adelheim genannt, ist ein „St. Adelheimer“ umgangssprachlich in München ein ehemaliger Gefängnisinsasse. Erbaut zwischen 1892 und [[1894|94]] als barockisierende Anlage mit Giebelrisalit und Eckpavillons, Architekt war [[Friedrich Adelung]]. Das Gefängnis entstand auf einem ehemaligen ''Gut Stadelheim'' (Nordbau). 1901 wurde der Südbau eröffnet/verschlossen. Beide Bauten stehen unter [[Denkmalschutz]]. | ||
Die durchschnittliche Belegung betrug im Jahre 2001 | Die durchschnittliche Belegung betrug im Jahre 2001 1.581 Inhaftierte und lag damit oberhalb der regulären Häftlingskapazität. Ebenfalls 2001 waren 596 Personen an und in der JVA Stadelheim beruflich tätig, davon waren 506 Beamte und 90 Angestellte. | ||
Im Gefängnis wurden mindestens 1049 Hinrichtungen vollzogen. Die meisten waren unrechtmäßige Morde von NS-Gerichten. Unter den in der NS-Zeit Ermordeten befanden sich die | Im Gefängnis wurden mindestens 1049 Hinrichtungen vollzogen. Die meisten waren unrechtmäßige Morde von NS-Gerichten. Unter den in der NS-Zeit Ermordeten befanden sich als bekanntesten die [[Weiße Rose|Mitglieder der Weißen Rose]] († [[1943]]). | ||
=== Frauengefängnis=== | === Frauengefängnis=== | ||
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== Gedenkstätte == | == Gedenkstätte == | ||
Eine Gedenkstätte, gestaltet durch den Bildhauer Wilhelm Breitsameter, wurde [[1974]] errichtet. Am 65. Jahrestag der Hinrichtung (23. Februar [[2008]]) der [[Sophie Scholl|Geschwister Scholl]] und [[Christoph Probst]] wurde in Stadelheim die Gedenkstätte erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. | Eine Gedenkstätte, gestaltet durch den Bildhauer [[Wilhelm Breitsameter]], wurde [[1974]] errichtet. Am 65. Jahrestag der Hinrichtung (23. Februar [[2008]]) der [[Sophie Scholl|Geschwister Scholl]] und [[Christoph Probst]] wurde in Stadelheim die Gedenkstätte erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. | ||
==Hier wurden auch hingerichtet== | ==Hier wurden auch hingerichtet== | ||
Siehe auch den Artikel zu | Siehe auch den Artikel zu | ||
* [[Walter Klingenbeck]] | * [[Walter Klingenbeck]] | ||
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==Adresse== | ==Adresse== |
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