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===Geschichte=== | |||
Untermenzing entstand durch eine Teilung des am 6. November 817 erstmals urkundlich erwähnten Menzing. Der bereits als ''Mezinga'' (sic!) ersterwähnten Ort erhielt seinen Namen von einem Mann, der den Namen Manzo/Manzio/Menzio/Mennisco trug. | |||
In der Konradinischen Matrikel von 1315 ist erstmals die Rede von ''duo menzing''. Damit gilt 1315 als Geburtsjahr Untermenzings, denn bis dahin dürften die aufgrund von Besitzübergaben erfolgten Ortsnennungen Obermenzing betroffen haben, nachdem nach dem [[Urbar (Verzeichnis)|Urbar]] von 1397 das [[Kloster Wessobrunn]] mit zwei Gütern im heutigen Untermenzing um den neuzeitlichen Ortskern um die Pfarrkirche St. Martin (heute Eversbuschstraße 11) nennt, im heutigen Obermenzing dagegen elf Güter. Wenig später wurde Untermenzing der herzoglichen Hofmark Menzing einverleibt, die 1442 erstmals erwähnt wird. | |||
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde Untermenzing beim Schwedeneinfall im Mai 1632 zu 50 Prozent zerstört: die Schweden brannten 16 Häuser nieder. Als Baron [[Anton von Berchem]] 1676 die [[Hofmark Menzing]] übernahm, waren bereits wieder 31 Anwesen bewohnt, also so viele wie vor dem Dreißigjährigen Krieg. Die Einwohnerzahl von Untermenzing blieb – im Gegensatz zu der von Allach – konstant: 1809 hatte sich die Zahl der Anwesen nur um vier auf 35 erhöht. 1818 wurde Untermenzing zur selbständigen Gemeinde erhoben. | |||
Obwohl Untermenzing auch an der [[1867]] eröffneten Eisenbahnlinie München–Ingolstadt liegt, konnte die Gemeinde nicht von einer industriellen Entwicklung profitieren, wie es Allach tat. Das hängt vor allem mit dem fehlenden Bahnhof zusammen, den Untermenzing als [[Haltepunkt]] der [[S-Bahn]] erst am 11. Dezember 2005<ref>[http://www.mvv-muenchen.de/web4archiv/objects/download/verbundbericht_2005.pdf Verbundbericht 2005] des [[Münchner Verkehrs- und Tarifverbund]]es; Abgerufen am 10. Juni 2011</ref> im Rahmen des Ausbaus zur [[Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München]] erhielt. Dennoch wuchs Untermenzing rasch: Während das Straßendorf 1855 erst 266 Einwohner zählte, so stieg ihre Zahl bis 1900 auf 384 an. | |||
1925 zählte man bereits 1662 und im Jahr der Eingemeindung 1938 schließlich 4800 Einwohner. Untermenzing wurde auf Grundlage des Vertrages vom 27. Oktober 1938 am 1. Dezember 1938 in die Stadt München eingemeindet. | |||
====Wappen der ehemaligen Gemeinde Untermenzing==== | |||
'''Beschreibung''': Geteilter Schild, obere Hälfte dreifaches Schach in Rot und Silber; untere Hälfte ein schwarzes unterschlächtiges halbes Mühlenrad auf Gold. | |||
Nach der Eingemeindung in die Stadt München [[1938]] besitzt der Stadtrat der Landeshauptstadt München sämtliche Rechte zur Verwendung und Führung des Wappens. | |||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
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