32.019
Bearbeitungen
K (quellen dazu.) |
K (mini) |
||
| Zeile 21: | Zeile 21: | ||
Nun verdanken wir dem Maler Seitz die Entstehung dieser Anlage aus den Händen von Hildebrand. Vor der Verwirklichung eines möglichen Brunnens an diesem Platz wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Die Auswahl an eingegangen Entwürfen, sogar als reale Modelle, war überwältigend, allerdings deren Erscheinungsbilder unerträglich. So stand die Jury, die unter anderem aus dem Maler [[Rudolph Seitz|Seitz]], [[Gabriel von Seidl|Gabriel Seidl]] und [[Adolf von Hildebrand|Hildebrand]] selbst bestand, allen Einsendungen ablehnden gegenüber. Die Satzung sah vor, dass keiner der Jury beisitzenden selbst einen eigenen Entwurf vorbringen dürfe. Seitz aber wusste von Hildebrands bereits eigens erdachten Ideen, und so überzeugte Seitz die teilnehmenden, dass Hildebrand aus der Jury austreten dürfe, und zu einem neuerlichen Termin, einen eigenen Vorschlag einbringen dürfe. Andere Teilnehmer des Wettbewerbs hatten abermals die Möglichkeit einen neuerlichen Vorschlag zu unterbreiten. So wurden zum neu gestarteten zweiten Wettbewerb wieder einige Modelle eingebracht, aber nur Hildebrands Ausführung war vollends anders als alle bisher gezeigten Vorlagen. Die Jury war begeistert, und übertrug Hildebrand, einstimmig, die Ausführung, dieses für uns noch heute erstaunlichen Meisterwerks des Brunenbaus, und der Architektur. | Nun verdanken wir dem Maler Seitz die Entstehung dieser Anlage aus den Händen von Hildebrand. Vor der Verwirklichung eines möglichen Brunnens an diesem Platz wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Die Auswahl an eingegangen Entwürfen, sogar als reale Modelle, war überwältigend, allerdings deren Erscheinungsbilder unerträglich. So stand die Jury, die unter anderem aus dem Maler [[Rudolph Seitz|Seitz]], [[Gabriel von Seidl|Gabriel Seidl]] und [[Adolf von Hildebrand|Hildebrand]] selbst bestand, allen Einsendungen ablehnden gegenüber. Die Satzung sah vor, dass keiner der Jury beisitzenden selbst einen eigenen Entwurf vorbringen dürfe. Seitz aber wusste von Hildebrands bereits eigens erdachten Ideen, und so überzeugte Seitz die teilnehmenden, dass Hildebrand aus der Jury austreten dürfe, und zu einem neuerlichen Termin, einen eigenen Vorschlag einbringen dürfe. Andere Teilnehmer des Wettbewerbs hatten abermals die Möglichkeit einen neuerlichen Vorschlag zu unterbreiten. So wurden zum neu gestarteten zweiten Wettbewerb wieder einige Modelle eingebracht, aber nur Hildebrands Ausführung war vollends anders als alle bisher gezeigten Vorlagen. Die Jury war begeistert, und übertrug Hildebrand, einstimmig, die Ausführung, dieses für uns noch heute erstaunlichen Meisterwerks des Brunenbaus, und der Architektur. | ||
Zur Ausführung aller Steinmetzarbeiten wurde Hildebrand, [[La Roche]], [[Erwin Kurz]] und der Fa. Zwiesler und deren Mitarbeiter eine grosse, leer-stehende Turnhalle unmittelbar am Hauptbahnhof, am sogenannten ''Maffeianger'' an der [[Arnulfstraße]] 122 B, zur Verfügung gestellt. Dies zum einen, da der Transport der gigantischen Steinblöcke per Bahn einfacher zu vollbringen war, zum anderen die Nähe zur Bahn selbst zum zukünftigen Standort. Die Ausführung zog sich allerdings noch einige Monate hin, da zum einfacheren Transport der tonnenschweren Blöcke die Winterzeit, gefrohrener Boden, den Transport vereinfachte. Der angedachte Enthüllungstermin im September 1894 konnte nicht eingehalten werden. Zu Beginn an, im Jahre 1891, in dieser Halle, wurden die ersten Tonmodelle der gigantischen Brunnenanalge geformt. Hildebrands Tochter, Irene. [[Theodor Georgii|Theodor Georgiis]] spätere Ehegattin, damals 11 Jahre alt, war einmal wieder in der Halle, sie besuchte ab- und zu ihres Vaters Arbeiten. Die vielen anderen Künstler, Helfer, Bildhauer und Freunde waren gerade damit beschäftigt die neu geformten Tonmodelle auf einem Postament zu postieren, als dieses Gerüst zusammenbrach, das zuvor mit viel Mühe Geformte, war mit einem Schlag vernichtet. | Zur Ausführung aller Steinmetzarbeiten wurde Hildebrand, [[La Roche]], [[Erwin Kurz]] und der Fa. Zwiesler und deren Mitarbeiter eine grosse, leer-stehende Turnhalle unmittelbar am Hauptbahnhof, am sogenannten ''Maffeianger'' an der [[Arnulfstraße]] 122 B, zur Verfügung gestellt. Dies zum einen, da der Transport der gigantischen Steinblöcke per Bahn einfacher zu vollbringen war, zum anderen die Nähe zur Bahn selbst zum zukünftigen Standort. Die Ausführung zog sich allerdings noch einige Monate hin, da zum einfacheren Transport der tonnenschweren Blöcke die Winterzeit, gefrohrener Boden, den Transport vereinfachte. Der angedachte Enthüllungstermin im September 1894 konnte nicht eingehalten werden. Zu Beginn an, im Jahre 1891, in dieser Halle, wurden die ersten Tonmodelle der gigantischen Brunnenanalge geformt. Hildebrands Tochter, Irene. [[Theodor Georgii|Theodor Georgiis]] spätere Ehegattin, damals 11 Jahre alt, war einmal wieder in der Halle, sie besuchte ab- und zu ihres Vaters Arbeiten. Die vielen anderen Künstler, Helfer, Bildhauer und Freunde waren gerade damit beschäftigt die neu geformten Tonmodelle auf einem Postament zu postieren, als dieses Gerüst zusammenbrach, das zuvor mit viel Mühe Geformte, war mit einem Schlag vernichtet. | ||
Wenige Zeit darauf kam auch Hildebrand hinzu, verlor kaum ein Wort, und es wurde sofort wieder mit der Arbeit begonnen. Das komplette Brunnenmonument konnte am 15. Juni [[1895]] erstmals feierlich eingeweiht werden. | Wenige Zeit darauf kam auch Hildebrand hinzu, verlor kaum ein Wort, und es wurde sofort wieder mit der Arbeit begonnen. Das komplette Brunnenmonument konnte am 15. Juni [[1895]] erstmals feierlich eingeweiht werden.<br> | ||
<br> | |||
Theodor Georgii berichtet in seinen Erzählungen, dass Hildebrand nach schon fast vollendeter Arbeit noch Änderungen an der schon frei gestellten Figur vornahm, und obwhol schon alle Teile ihr Positionspunkte zugewiessen bekommen hatten. Seine Überlegungen konnte er aber nicht mehr so ausführen wie gewünscht, da bereits nicht mehr genug Steinmaterial zur Verfügung stand. | |||
Georgii konnte anhand dieser von Hildbrand einst erdachten, aber nicht mehr vollendeten Gedankengänge, an der nach Kriegszerstörung, neu zu schaffenden | Georgii konnte anhand dieser von Hildbrand einst erdachten, aber nicht mehr vollendeten Gedankengänge, an der nach Kriegszerstörung, neu zu schaffenden | ||
Steinewerfer Monument, diese Änderungen in die neue Figur einfliessen lassen. | Steinewerfer Monument, diese Änderungen in die neue Figur einfliessen lassen. | ||
Bearbeitungen