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Im Bereich Aufenthalte für Arbeitsmigration der Servicestelle für Zuwanderung und Einbürgerung (früher Ausländerbehörde) waren durch die regulären Kontrollmechanismen Ungereimtheiten bei der Bearbeitung von Fällen aufgefallen. Als diese sich im Rahmen interner Ermittlungen bestätigten, schaltete die Behörde proaktiv die Ermittlungsbehörden ein<ref>[[Rathaus-Umschau]] 49/2025: [https://ru.muenchen.de/2025/49/Korruptionsvorwuerfe-KVR-hat-Ermittlungen-selbst-angestossen-117323 Korruptionsvorwürfe: KVR hat Ermittlungen selbst angestoßen]</ref>. Den Mitarbeitern wird vorgeworfen, ausländerrechtliche Genehmigungen gegen Geld und Sachleistungen illegal ausgestellt zu haben. Die [[Staatsanwaltschaften|Staatsanwaltschaft München I]] ermittelt aktuell in mehreren dutzend Fällen. Es gibt sieben Beschuldigte. Vier KVR-Mitarbeiter und ein weiterer Mann sitzen in U-Haft. Bei Letztgenanntem soll es sich nach Zeitungsinformationen um einen so genannten Relocation-Agenten handeln, der bereits am 6. März festgenommen wurde – also um einen Geschäftsmann, der Ausländern dabei hilft, Visa, Arbeitserlaubnisse oder Aufenthaltstitel zu bekommen<ref>[[Münchner Merkur]], 12. März 2025: [https://www.merkur.de/lokales/muenchen/kvr-skandal-in-muenchen-so-lief-die-asyl-masche-93622637.html KVR-Skandal in München: So lief die Asyl-Masche – Mann war irgendwann aufgefallen]</ref><ref>[[Süddeutsche Zeitung]], 12. März 2025: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-kvr-razzia-auslaenderbehoerde-polizei-li.3217805 Korruptionsverdacht im Kreisverwaltungsreferat: Polizei durchsucht Münchner Ausländerbehörde - vier Mitarbeiter in U-Haft]</ref>. Der Relocator war mit Anträgen von Klienten immer zu den selben Sachbearbeitern gegangen und das auffallend häufig<ref>[[Abendzeitung]], 12. März 2025: [https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/asyl-gegen-geld-mitarbeiter-des-muenchner-kvr-in-untersuchungshaft-art-1043625 Asyl gegen Geld? Mitarbeiter des Münchner KVR in Untersuchungshaft]</ref>. | Im Bereich Aufenthalte für Arbeitsmigration der Servicestelle für Zuwanderung und Einbürgerung (früher Ausländerbehörde) waren durch die regulären Kontrollmechanismen Ungereimtheiten bei der Bearbeitung von Fällen aufgefallen. Als diese sich im Rahmen interner Ermittlungen bestätigten, schaltete die Behörde proaktiv die Ermittlungsbehörden ein<ref>[[Rathaus-Umschau]] 49/2025: [https://ru.muenchen.de/2025/49/Korruptionsvorwuerfe-KVR-hat-Ermittlungen-selbst-angestossen-117323 Korruptionsvorwürfe: KVR hat Ermittlungen selbst angestoßen]</ref>. Den Mitarbeitern wird vorgeworfen, ausländerrechtliche Genehmigungen gegen Geld und Sachleistungen illegal ausgestellt zu haben. Die [[Staatsanwaltschaften|Staatsanwaltschaft München I]] ermittelt aktuell in mehreren dutzend Fällen. Es gibt sieben Beschuldigte. Vier KVR-Mitarbeiter und ein weiterer Mann sitzen in U-Haft. Bei Letztgenanntem soll es sich nach Zeitungsinformationen um einen so genannten Relocation-Agenten handeln, der bereits am 6. März festgenommen wurde – also um einen Geschäftsmann, der Ausländern dabei hilft, Visa, Arbeitserlaubnisse oder Aufenthaltstitel zu bekommen<ref>[[Münchner Merkur]], 12. März 2025: [https://www.merkur.de/lokales/muenchen/kvr-skandal-in-muenchen-so-lief-die-asyl-masche-93622637.html KVR-Skandal in München: So lief die Asyl-Masche – Mann war irgendwann aufgefallen]</ref><ref>[[Süddeutsche Zeitung]], 12. März 2025: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-kvr-razzia-auslaenderbehoerde-polizei-li.3217805 Korruptionsverdacht im Kreisverwaltungsreferat: Polizei durchsucht Münchner Ausländerbehörde - vier Mitarbeiter in U-Haft]</ref>. Der Relocator war mit Anträgen von Klienten immer zu den selben Sachbearbeitern gegangen und das auffallend häufig<ref>[[Abendzeitung]], 12. März 2025: [https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/asyl-gegen-geld-mitarbeiter-des-muenchner-kvr-in-untersuchungshaft-art-1043625 Asyl gegen Geld? Mitarbeiter des Münchner KVR in Untersuchungshaft]</ref>. | ||
Als indirekte Folge dieser Vorfälle warnte das KVR im September 2025 vor der Einreichung gefälschter Sprachzertifikate für Aufenthaltstitel und Einbürgerungen. 2025 seien bereits 70 gefälschte Sprachzertifikate zur Anzeige gebracht worden; die Entscheidungen über die Aufenthaltstitel oder Einbürgerungen wurden bis zum Abschluss des Strafverfahrens ausgesetzt<ref>[[Rathaus-Umschau]] 172/2025: [https://ru.muenchen.de/2025/172/KVR-warnt-vor-der-Einreichung-gefaelschter-Sprachzertifikate-120030 KVR warnt vor der Einreichung gefälschter Sprachzertifikate]</ref>. | |||
== Zeitungsberichte zum Arbeitsbereich des KVR == | == Zeitungsberichte zum Arbeitsbereich des KVR == | ||
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