Siemens Neuperlach

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Siemenswerke in Neuperlach im Jahr 1977. Foto; Schillinger.

Siemens Neuperlach ist nach dem Verkauf der Siemenswerke in Obersendling der größte erhaltene Standort der Siemens AG in München.

Auf dem Gelände in Neuperlach war lange Zeit die IT-Abteilung von Siemens beheimatet. Die von außen etwas seelenlos erscheinenden Gebäude waren bald unter dem Spitznamen „Datasibirsk“ (in Anspielung auf die sibirische Großstadt NowosibirskW) bekannt[1].

Wie schnell sich in der digitalen Technik alles verändert und manchmal neuestes Wissen sehr alt ist, konnte Siemens in den 1980er-Jahren mit dem Werk an der Balanstraße erleben. Hier sollten die damals neuesten Chips hergestellt werden. Aber die Japaner waren schneller und bauten Chips mit viermal mehr Speicherplatz. So war das Werk an der Balanstraße nur noch Schrott und wurde zwar neu, technisch aber veraltet, unbenutzt abgerissen.

Die Forschungsabteilung von Siemens Neuperlach soll künftig ans Forschungszentrum Garching verlagert werden. Genau wie in Sendling können dadurch auf dem bisherigen Firmenparkplatz zahlreiche Wohnungen gebaut werden[2][3][4].

Ab 2025 will Siemens das Gelände in Neuperlach aufgeben. Von den 6.000 Beschäftigten sollen viele, aber nicht alle in einem siebengeschossigen Bürokomplex am Südende des Werksviertels Platz finden[5].

Einzelnachweise