Seehamer See

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Der Seehamer See liegt etwa 40 Kilometer südöstlich von München im voralpinen Hügelland direkt an der Autobahn A8 nach Salzburg auf dem Gemeindegebiet von Weyarn. Er hat eine Fläche von 147 ha und eine Tiefe von bis zu 12 m.

Ursprüglich war er ein sogenanntes Toteisloch des Inngletschers. 1911–1913 wurde er mit der Errichtung von zwei Staumauern am Ost- und Westufer für den Betrieb des Pumpspeicherkraftwerkes Leitzach der Stadtwerke München auf die doppelte Fläche angestaut. Da die natürliche Zuflussmenge des Seebachs am Westufer sowie einiger kleinerer Waldbäche am Südufer für eine rentable Energiegewinnung nicht ausreichte, erfolgten weitere künstliche Zuleitungen über lange Stollen aus dem Oberlauf der Mangfall und deren Nebenflüssen Leitzach und Schlierach. Nach dem Pumpspeicherwerk Vagen wird das Wasser in Ausgleichsbecken gesammelt und von dort mit weiterer Energiegewinnung über das Laufwasserwerk Leitzach der Mangfall wieder zugeführt. In Zeiten mit geringem Strombedarf kann das Wasser aus diesen Becken mit Überschussstrom aus anderen Kraftwerken wieder in den Seehamer See zurückgepumpt werden und steht somit zu Spitzenbedarfszeiten erneut der Energiegewinnung zur Verfügung. Durch diesen Pumpbetrieb weist der Wasserspiegel des Sees tägliche Schwankungen von bis zu zwei Meter auf.

Als Freizeit- und Erholungsraum stehen das Ost- und Nordostufer zur Verfügung. Hier befinden sich direkt am See ein Bootsverleih, zwei Campingplätze und mehrere Badestrände.

Der Seehamer See liegt direkt an der A8 München-Salzburg und kann über eine kleine Abfahrt am Autobahnparkplatz in Salzburger Richtung erreicht werden. Eine weitere Parkmöglichkeit besteht bei der Ortschaft Großseeham, die über die Autobahnanschlußstelle Weyarn zu erreichen ist.

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