Rindermarktbrunnen

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Der Brunnen am Rindermarkt — links die stilisierte Kuhherde und rechts der Hirte
Detail: Kühe auf dem Rindermarkt

Der Rindermarktbrunnen ist eine moderne Brunnenanlage in der historischen Altstadt. Er wurde 1964 von dem Münchner Bildhauer und Akademieprofessor Josef Henselmann im Zuge der baulichen Neugestaltung des Rindermarktes geschaffen. Die Brunnenanlage wurde von Günter Henle gestiftet.

Henselmann griff mit seinem Entwurf die historische Funktion des Platzes als Viehhandelsplatz und Rindertränke auf, die bis in das 19. Jahrhundert bestand. Auf dem leicht abschüssigen Gelände schuf er in der Mitte des dreieckigen Platzes aus Tessiner Macchia-Gneis eine terrassierte Brunnenlandschaft. Das unregelmäßig geformte Brunnenbecken im Zentrum der Anlage imitiert dabei die Idee einer natürlichen Wasserlache.

Oberhalb der Treppenstufen wird der Brunnen von einer mächtigen Bronzegruppe gekrönt. Sie zeigt drei Rinder, die von dort auf die sich am Brunnen ausruhenden Menschen herabschauen. Etwas abseits auf einer Stützmauer sitzend die Steinfigur eines wachenden Hirten. Modell für diesen Hirten war Gilbert Proesch, *1943 San Martino / Südtirol (damals Schüler von Henselmann, heute ist er gemeinsam mit George Passmore *1942 Totness / Devon Teil des Künstlerduos Gilbert & George).

Der Brunnen ist besonders im Sommer ein beliebter Rastplatz für Touristen und Einheimische.

Lage

Rindermarkt

Der Rindermarkt in Blickrichtung zum Marienplatz
Gesamtansicht. Alltag in der Stadt: Autos bedrängen die Kühe

Siehe auch

Weblinks