Moritz Heymann

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Moritz Heymann (* 2.7.1870 in Breslau † 29.1.1937 München) war ein jüdischer Maler und Kunstpädagoge.

Leben

Moritz Heymann wurde am 2.7.1870 in Breslau geboren, die Eltern waren Anna, geb. Kraemer, und Eduard Heymann, von Beruf Kaufmann. Am 5.10.1893 kam Moritz Heymann im Alter von 23 Jahren nach München. In München war es auch, wo Moritz Heymann seine Malschule gründete. Er wohnte seit 4.10.1922 in der Prinz-Ludwig-Straße 8/IV . Von den Nationalsozialisten wurde 1933/34 seine Malschule geschlossen. Tod durch Selbstmord 1934 (? 1937) - er mietete sich in ein Hotel am Münchner Hauptbahnhof ein und sprang vom obersten Stockwerk in den Tod. Nach dem Biographischen Gedenkbuch der Münchner Juden, Bd.1, Hrsg. Stadtarchiv München, 2003, war sein Todesdatum der 29.7.1937. In der Matrikeldatenbank der Akademie der Bildenden Künste München steht als Sterbejahr 1934, nach der Schülerin Elfriede Mäckel war es bereits 1933 - siehe "Die Malerin Elfriede Mäckel", Autor Alma-Luise Grams-Wehdeking/Erika Schondorff, Passau 1980.

Schüler

  • Max Unold (*1885 Memmingen †1964 München)
  • Karoline Wittmann (*1913 München †1978) um 1930
  • Wolfgang von Websky (*1895 Berlin, † 1992 Wangen) um 1921
  • Daisy Campi (*Daisy Campi ( *1893 Port Said †bei Rosenheim)
  • Hermann Euler (*1900 Aschaffenburg †1970 Eichbichl b. Rosenheim) um 1919, verheiratet mit Daisy Campi
  • Hedwig von Branca (*1890 Nürnberg †1985 München)
  • Grete Csaki-Copony (*1893 bei Kronstadt †1990 Berlin)
  • Elfriede Mäckel
  • Peter von Ostrowski (*1902 † 1964)
  • Eberhard Steneberg (*1914 Weimar †1996 Frankfurt a.M.)
  • Wilhelm Niedermayer (*1899 Passau †1965 Englburg)
  • Sepp Hilz (*1909 Bad Aibling †1967 Willing) von 1921 bis 1927, wurde von Adolf Hitler zum Professor ernannt und in die Gottbegnadeten-Liste aufgenommen
  • Otto Albrecht (*1881 Berlin †1943 KZ Sachsenhausen) von 1908-09, war überzeugter Pazifist

Literatur

  • Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, Stadtarchiv München 2003
  • Katalog Kunsthalle Schweinfurt, Sammlung Joseph Hierling: S. 343 unter Wolfgang Websky und S. 354 unter Karoline Wittmann, Stadt Schweinfurt 2009, ISBN 978-3-936042-49-8
  • Kunst Aktuell, Das Aktuelle Kunstmagazin des Deutschsprachigen Kulturraum Europas: 6/1997, S. 22, Münchner Postexpressionistin Karoline Wittmann
  • Ingrid von der Dollen: Karoline Wittmann 1913-1978. Das Malerische Werk der Münchnerin, S.8,9,112, Edition Joseph Hierling, 2010 ISBN978-3-925435-22-5
  • Matthias Arnold: Karoline Wittmann. Leben und Werk der Münchner Malerin S.6, Anderlandverlag München 1996, ISBN 3-923326-07-6
  • Alma-Luise Grams-Wehdeking/Erika Schondorff: Die Malerin Elfriede Mäckel, Passau 1980
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