Max Liebermann

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Max Liebermann (geb. am 20. Juli 1847 in Berlin; gest. am 8. Februar 1935 ebenda) war Maler und Grafiker. Er gehört zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus.

u.a.

1878 begab sich Liebermann nach Aufenthalten in Paris und den Niederlanden erstmals auf eine Italien-Reise. In Venedig wollte er sich Werke Vittore Carpaccios und Gentile Bellinis ansehen, um daraus neue Orientierung zu schöpfen. Dort traf er auf eine Gruppe Münchner Maler – unter ihnen Franz von Lenbach –, in deren Kreis er in Venedig drei Monate blieb und ihnen schließlich in deren bayerische Hauptstadt folgte, die mit der Münchner Schule auch das deutsche Zentrum naturalistischer Kunst war. ....

Der antisemitische Skandal von 1879

Im Dezember 1878 begann M. Liebermann mit der Arbeit an Der zwölfjährige Jesus im Tempel. Erste Skizzen für dieses Werk hatte er bereits in den Synagogen von Amsterdam und Venedig angefertigt. Nie zuvor inszenierte er ein Bild unter größerem Arbeitsaufwand: Die Studien der Synagogeninterieurs verband er mit individuellen Figuren, von denen er vorher Aktstudien fertigte, um sie dann bekleidet zusammenzuführen. Das Sujet tauchte er in beinahe mystisches Licht, das vom Jesuskind als der leuchtenden Mitte auszugehen scheint.

Gegen dieses Bild brandete reichsweit in der konservativen Presse eine Welle der Empörung auf. Während sich Prinzregent Luitpold auf die Seite Liebermanns stellte, schrieb die Augsburger Allgemeine, der Künstler habe „den hässlichsten, naseweisesten Judenjungen, den man sich denken kann“, gemalt. In der deutschen Öffentlichkeit wurde Liebermann als „Herrgottsschänder“ systematisch verunglimpft.

Liebermann stellte das Werk mit großem Erfolg 1881 in Den Haag und drei Jahre später in Paris aus. Jedoch führte die anhaltende Polemik im eigenen Land dazu, dass er den Jesusknaben 1884 übermalte. Die nackten Füße bedeckte er mit Sandalen, den kurzen Kittel verwandelte er in ein fließendes, wadenlanges Gewand, aus dem dunklen wurde goldenes Haar

Nach ihm benannte Straße

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u. a. Schwäbische Tagblatt, 15.4.2010 (zur ersten Ausstellung des Bildes seitdem, in der Hamburger Kunsthalle)

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