Markus Hollemann

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Markus Hollemann

Markus Hollemann (* 1972 in München) ist ein Unternehmer und Politiker. Seit 2009 ist er Bürgermeister der Gemeinde DenzlingenW, eines 13.500 Einwohner zählenden Ortes in der Nähe von Freiburg im Breisgau. Er war Oberbürgermeisterkandidat der ÖDP bei den Münchner Stadtratswahlen am 2. März 2008 und prägte den Weg der Münchner ÖDP über lange Jahre.

Familie und Beruflicher Werdegang

Hollemann besuchte das Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching, wo er Schulsprecher war und den Arbeitskreis "Umwelt" gründete. Darüber hinaus war er Chefredakteur der Schülerzeitung. In Villingen-Schwenningen studierte er an der dortigen Berufsakademie (BA) und erwarb 1996 das Diplom in Betriebswirtschaftslehre. Nach einem längeren USA-Aufenthalt arbeitete Markus Hollemann in der IT/TK-Branche, zuletzt in leitenden Funktionen im Vertrieb.

Seit 2003 beschäftigt er sich beruflich mit den erneuerbaren Energien und gründete bzw. initiierte folgende Firmen:

  • ajuvo Solar & Pflanzenöl
  • reFUEL GmbH
  • Green City Energy GmbH

In München hat er die erste 24-Stunden-Pflanzenöl-Tankstelle mit initiiert. EC-Cash-Zahlung und Selbstbedienung bietet diese am TU-Parkplatz in Garching. Außerdem ersann er die Idee für die Münchner Pflanzenöl-Tage. Für die zweitägige Veranstaltung entwickelte er das Konzept und gewann die Landeshauptstadt München als Partner. Im September 2009 fand sie zum vierten Mal statt.

Weitere berufliche Stationen:

  • Geschäftsführer ajuvo Solar & Pflanzenöl
  • Projektentwickler bei Green City Energy
  • Geschäftsführer bei Natur Energieanlagen Projekt GmbH

Seit 2001 ist er mit Wilma Hollemann verheiratet. Sie arbeitet als Krankenschwester mit Schwerstkranken auf einer Palliativstation.

Politische Karriere

Hollemann trat als 17-jähriger der ÖDP bei. In der Folgezeit gehörte er zu den Mitbegründerin von den bayerischen Jungen Ökologen (jö), der Jugendorganisation der Partei. Darüber hinaus koordinierte er das von der ÖDP initiierte Volksbegehren gegen Klonen sowie die Wahlkämpfe zur bayerischen Landtagswahl 2003 und zur Europawahl 2004 für München. Von 2004 bis 2009 war er Mitglied im Stadtvorstand der Münchner ÖDP.

Bei der Oberbürgermeisterwahl am 2. März 2008 erreichte er 1,0% der Wählerstimmen. 4.400 Wählerinnen und Wähler stimmten für den ödp-OB-Kandidaten (+1.400 im Vergleich zu 2002). Den Einzug in den Münchner Stadtrat verpasste er knapp.

Für die bayerische Landtagswahl im September 2008 war er Direktkandidat im Stimmkreis Altstadt-Hadern. In ganz Oberbayern war er auf der Liste 7 auf Platz 12 wählbar.

Am 19. Juli 2009 wurde Markus Hollemann mit 40,9 % der Stimmen im zweiten Wahlgang zum neuen Bürgermeister der 13.500 Einwohner zählenden Gemeinde Denzlingen (Baden-Württemberg) gewählt. Im ersten Wahlgang zwei Wochen zuvor erreichte er noch die zweitmeisten Stimmen aller sechs Kandidaten.

Im Januar 2015 wurde Markus Hollemann von der Münchner CSU als neuer Umwelt- und Gesundheitsreferent vorgeschlagen. Kritiker wiesen darauf hin, dass sich Hollemann auch für einen Verein von Abtreibungsgegnern engagiert und eine angeblich islamkritische, christlich-freikirchliche Vereinigung finanziell unterstützt habe. Aufgrund des großen medialen Drucks zog Hollemann seine Bewerbung zurück. An diesem Vorgang gab es massive Kritik. Beobachter sprachen von einem Berufsverbot für Christen.

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Weblinks

Einzelnachweise

  1. Süddeutsche Zeitung, 28.01.2015: Zu nah an Abtreibungsgegnern
  2. kath.net, 29.01.2015: Ist alles in Ordnung mit unserer Demokratie?
  3. Focus Online, 07.02.2015: Kein Amt für Abtreibungsgegner: Sind wir auf dem Weg in eine Meinungsdiktatur?