Markt Indersdorf

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Kloster (Foto: Karl Schillinger, 2002)

Der Ort Markt Indersdorf liegt im Landkreis Dachau etwa 35 km vor München. In seiner Geschichte hat sich in der unmittelbaren Nachkriegszeit eine Besonderheit für ganz Bayern zugetragen. Etwa 1000 Kinder, zum Teil aus Konzentrationslagern befreit, haben zwischen 1945 und 1948 bei der Organisation UNRRA in Markt Indersdorf Hilfe gefunden.[1]


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Das Kinderzentrum im Kloster Indersdorf

In der Zeit von 1945 bis 1946 war im Kloster Indersdorf im gleichnamigen Markt eine Art internationales Waisenhaus für junge „Displaced Persons“ unter Beteiligung der dortigen Nonnen untergebracht.[2] Von 1946 bis 1948 wurden in Indersdorf meist jüdische Kinder und Jugendliche als Displaced Persons im Auftrag der Nachfolgeorganisation IRO von den Barmherzigen Schwestern betreut.[3][4]

In einer Fernseh-Dokumentation des ZDF von 2009 wurde der Lebensweg einer Gruppe dieser jüdischen Kinder nachgezeichnet. Die Kinder waren Überlebende des Konzentrationslagers Flossenbürg. Sie wurden am 23. April 1945 dort von den Amerikanern befreit. In einem kleinen Ort in der bayerischen Oberpfalz wurden sie zunächst von Bewohnern aufgenommen und aufgepäppelt. Und dann kamen sie in das Kloster von Indersdorf. Dort war unter US-Aufsicht eine Sammelstelle eingerichtet worden, die auch jüdischen Kindern aus Konzentrationslagern medizinische und psychologische Versorgung bieten sollte. Das Vorhaben der UNRRA, die das Auffanglager leitete, war neuartig. Das Seelenleben der Kinder sollte wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, spielerisch sollten sie ihre verlorene Jugend zurückgewinnen.

2009 wurde filmisch dokumentiert, wie diese Kinder von Indersdorf, die bald über die halbe Welt verstreut waren, erstmals wieder an dem Ort ihrer Befreiung zusammenkamen und die Menschen trafen, die ihnen damals geholfen hatten. Die Kinder von damals waren inzwischen ältere Herren und zum Teil erfolgreiche Geschäftsleute.[5] In einem weiteren Film von 2018 erzählen Kinder von damals von den letzten Kriegstagen, ihrer Zeit im Kloster Indersdorf, und ihrer Rückkehr in die Heimat bzw. Übersiedelung in andere Länder.[6]

Siehe auch

Zitatnachweise, Anmerkungen

<refereces/>

  1. Vorlage:Internetquelle
  2. Kloster Indersberg als DP-Camp for Children auf der Website des United States Holocaust Memorial Museum (Vorlage:Webarchiv)
  3. Vorlage:Webarchiv, Darstellung im Onlineauftritt der Realschule Vinzenz von Paul (Abschnitt: Schulgeschichte, siehe: Die Nachkriegszeit - UNRRA)
  4. Zellinger-Kratzl, S. 222
  5. ZDF: Aus der Hölle ins Leben. Die Kinder von Indersdorf, Trailertext Wiederholung ard (10. Dezember 2010), 3sat (26. Januar 2011)
  6. Die Kinder von Markt Indersdorf, Trailertext Wiederholung arte (21.1.2020) Théo Ivanez, Regie. Frankreich, 2018