Margot-Linsert-Straße
| Margot-Linsert-Straße | |
|---|---|
| Straße in München | |
| Basisdaten | |
| Ort | München |
| Name erhalten | 2026 |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge |
Die Margot-Linsert-Straße ist eine Straße in München-Laim.
Namensvergabe
Die Straße wurde im Herbst 2026 benannt nach der NS-Widerstandskämpferin Margot Linsert. Margot Linsert führte ab 1933 in der Fürstenrieder Straße in Laim ein Lebensmittelgeschäft und engagierte sich aktiv im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Der Namensvorschlag hat somit einen starken Bezug zum Stadtteil.
Margot Linsert, geborene Scheffter (* 26. Februar 1909 in BerlinW; † 26. Oktober 2009 in München), trat bereits früh dem Internationalen Sozialistischen Kampfbund (ISK), einer sozialistischen Absplitterung der SPD, bei. Sie kam 1930 nach München, um hier mit anderen eine ISK-Jugendgruppe aufzubauen. Gemeinsam mit Ludwig Linsert, den sie 1934 heiratete, übernahm sie 1933 ein Lebensmittelgeschäft in der Fürstenrieder Straße. Das Geschäft nutzte die ISK-Gruppe als Anlaufstelle für Gleichgesinnte und für ihre Widerstandsarbeit gegen den Nationalsozialismus. Nach der Aufdeckung der Gruppe 1938 wurden mehrere Mitglieder, darunter auch Ludwig Linsert, verhaftet.
Margot Linsert war nach dem Zweiten Weltkrieg Mitglied des Deutschen Gewerkschaftsbunds und der SPD. Im Jahr 2004 wurde sie für ihre Widerstandsarbeit im Nationalsozialismus mit der Willy-Brandt-Medaille der SPD München geehrt.[1]