Ludwig Knorr

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Der Kaufmann Ludwig Knorr (* 1783 in Dachau; † 1852 in München) war Kolonialwarenhändler, Brauereibesitzer und Bankier in München. Sein Vater war Gerichtsschreiber in Dachau.

1781 eröffnete der 1767 aus Pavia zugezogene Kaufmann Angelo Sabbadini eine Kolonialwarenhandlung in München. L. Knorr war 1820 Buchhalter beim Kaufmann Angelo Sabbadini (1753-1837) und heiratete dessen Tochter Elise (1791-1866). Ihre Söhne waren Angelo (1820–1872) und Julius Knorr.

1780 gründete Karl Alexander (Brandenburg-Ansbach-Bayreuth) die Hochfürstlich-Brandenburg-Anspach-Bayreuthische Hofbanco. Einnahmen erzielte diese durch Subsidien, womit das Vermieten von Untertanen zur Kriegsführung im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bezeichnet wurde. Im Zusammenhang mit der schwierigen Lage der Staatsfinanzen 1812 wurde auf Wunsch der Staatsschuldentilgungskasse die Discontkasse gegründet. Sie war ein Privatinstitut der Augsburger Bankhäuser Schatzler, Wohnlich & Froelich, Carli & Comp. und der Münchner Bankhäuser Karl Lorenz von Mayer, Angelo Sabbadini, Mathias Scheichenpflug und Josuel Wertheimer. Die Discontkasse war verlustreich und 1819 kam es zu einem Vergleich.

1830 wurden im Laden von Angelo Sabbadini die pharmazeutischen Produkte des Pharmaceutischen Institutes der damaligen Ludwig-Maximilians-Universität verkauft. Ab 1825, in der Regierungszeit von Ludwig I., leitete Angelo Sabbadini das von Joseph von Utzschneider 1811 gegründete Utzschneiderbräu. 1837 übernahm sein Schwiegersohn Ludwig Knorr die Leitung dieser Brauerei.

1838 war Knorr Mitbegründer der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank. 1842 kaufte Knorr die Büchl-Brauerei in der Arnulfstraße 52 und verpachtete sie 1848 an Gabriel Sedlmayr. Dort befindet sich heute der Augustiner-Keller mit dem Augustiner Biergarten.


Das Grab Knorrs befindet sich auf dem Alten Südfriedhof.

Siehe auch


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