Joseph Loher

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Joseph Loher (geb. am 18. Oktober 1907 in München — 6. Dezember 2002 in Frotzhofen bei Anzing) war Maler. Er wurde 1907 in München geboren, wo er ein Studium für das höhere Zeichenlehramt an der Technischen Hochschule absolvierte. Dort lernte er auch seine spätere Frau Gretel Schmeck kennen.

Der unbedingte Wunsch, Maler zu werden, führte Loher an die Münchener Kunstakademie. Sein Lehrer Prof. Karl Caspar prägte Lohers expressionistische Malweise mit. Nach ersten Ausstellungen wurde ein weiteres öffentliches Wirken ab 1937 von den Nationalsozialisten durch die eskalierenden Verfolgungen und Diffamierungen moderner Maler (als „entartete Kunst“) verhindert. Joseph Loher verließ aus Solidarität mit dem von den Nazis verfemten Professor Caspar die Akademie.

Joseph Loher gehört mit zu den gegen die Nazis Aktiven, die in der Nachkriegszeit von vielen Überlebenden bewusst „vergessen“ gemacht wurden (manche sagen zu dem Vorgang auch: aus der Erinnerung verdrängt wurden). 1964 erhielt er von der Stadt München eine Würdigung. Die Gründung der Loher-Archivs (1999) ist Teil eines wiedererwachenden Interesses an der Malerei der verschollenen Generation. 2003 erschien die erste umfassende Werkmonografie über Joseph Loher und Gretel Loher-Schmeck.

In Ebersberg wurde eine große Retrospektive gezeigt.


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