Hubertusbrunnen

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Der Hubertusbrunnen
Detail auf seinem Dach

Der Hubertusbrunnen befindet sich heute am Ostende des Nymphenburger Kanals in Neuhausen, am sogenannten Kessel. Der Kanal beginnt in Pasing an einem Wehr als Abzweig der Würm und speist u.a. die Wasserspiele im Nymphenburger Schloss.

Er wurde geschaffen von Adolf von Hildebrand als Geschenk der Stadt München an Prinzregent Luitpold zu dessen 85. Geburtstag. Zunächst wurde der Brunnen vor dem Bayerischen Nationalmuseum 1906 in der Prinzregentenstraße im Hintergrund des Reiterstandbildes Luitpolds errichtet.

Der Hirsch über dem Becken in der Brunnenstube (Aufn. v. 2011)

Aufbau

Im Inneren der 7 auf 6 Meter großen Anlage befindet sich ein ovales Wasserbecken, in dessen Mitte der Sockel für den Hirschen und auf den Beckenrand die 8 Stützsäulen für das Gewölbe gestellt sind und über Rundbögen mit der Decke eine Verbindung eingehen. Sie sind, wie auch die Ruhebänke in den vier Nischen, aus Ruhpoldinger Marmor gefertigt.

Die Vollendung 1921

Im Mai des Jahres 1921, also nach Hildebrands Tod, kamen diese Figuren an den vier halbrunden Nischen dazu.

Junge Jägerin (Entwurf Hildebrand, 1917/Guss 1920 bei Miller, München)
Wurzelweib (Entwurf Hildebrand, 1915/Guss bei Cosmas Leyrer, Linprunstraße 28, München)
Alter Jäger (Entwurf Hildebrand, 1911/Guss bei Cosmas Leyrer, Linprunstraße 28, München)
Bogenschütze (Entwurf Hildebrand, 1907/Guss 09/1920 bei Miller, München)

Die Wanderschaft

Bei diesem Brunnen könnte man von einem Wanderbrunnen sprechen. Eine Wiederaufstellung bei derart großen Dimensionen, wie sie der Hubertusbrunnen aufweist, ist mit extrem hohen Kosten verbunden.

Wegen der Umbauarbeiten der Prinzregentenstraße im Dritten Reich verschwand der Brunnen im Mai des Jahres 1937 von seinem alten Standort.

Am 16. Mai 1954 legte Rupprecht von Bayern zu seinem 85. Geburtstag unter der Begleitung zweier Maurer den Grundstein für die Fundamente am neuen Standort, nach Plänen des Architekten Carl Sattlers, des Hubertusbrunnens an der Waisenhausstraße. Unter den Ehrengästen, die den Feierlichkeiten beiwohnten, waren u.a. Alois Hundhammer, Thomas Wimmer, Hans Christian Tucher, Maria von Bayern, die Malerin Maria del Pilar und viele andere. Die zweite Einweihung des Brunnens geschah am 3. November 1954.

Auf zwei großen Natursteinplatten im Inneren des Tempels sind viele Namen der Stifter abzulesen, die diese Wiederaufstellung unterstützt haben.

Grundsteininschrift

Nach der Wiedererrichtung lautet die heutige Grundsteininschrift: "Adolf von Hildebrand, zum Gedenken an meinen Großvater, Prinzregent Luitpold, dem er gewidmet ist, zu Ruhm und Zier der Stadt München".

Quellen und Literatur

  • Der Zwiebelturm 06/1950. Erinnerungen an meinen Großvater. Habbel, Regensburg, 1950.
  • Uni Marburg. Alte Fotoansichten.
  • Martha Schad, Claudia Mayr: Frauen in Bronze und Stein - München. Stiebner Verlag, 2008. 160 Seiten. (S. 104-106, auch online)
  • Sattler: Adolf von Hildebrand und seine Briefe. Callway, München,1962. 806 Seiten.
  • Die Wasserversorgung der königl. Haupt und Residenzstadt München - Henle, München, 1913. (Brunnen Nr.99, S.86)

Lage

Siehe auch

Wikipedia.png
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