Georg Zwerger

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Georg Zwerger (* bl. 1659 in Schliersee; † 1675 in München) war ein Maurermeister, der in München raumbildnerisch, besonders im Stil des Früh-Barocks, tätig war.

Die Zwerger

Das weitverbreitete südbayerische Geschlecht der Zwerger (Adelsgeschlecht)W hat in Schliersee einen Zweig von Maurermeistern, Stukkatoren und Bauhandwerkern hervorgebracht. Sie sind die wichtigsten Vertreter  der im 17. Jahhundert als eigenständiges Gewerk faßbaren Maurer. Im zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts lebte in Schliersee der Maurermeister Hans Zwerger. Seine Söhne Wolfgang und Georg wurden ebenfalls Maurermeister. .

Werdegang

1659 kam der Schlierseeer Georg Zwerger nach München in die Lehre. 1671 war er als Maurermeister an der Kirche Schwaben (Ebersberg), 1672 am Kirchumbau von Neubeuren (Rosenheim), 1676/79 als Erbauer der Kirche von  Anzing (Ebersberg) bezeugt. 1676 wölbte und stukkierte angeblich er (? Todesdatum ?) die romanische Augustiner-Chorherrn-Stiftskirche Ilmmünster (Pfaffenhofen).

Der in Anzing — nach Entwürfen des Münchener Kistlermeisters Peter Hörl — ausgeführten Stukkatur verwandt ist jene der Kirche von Ismaning bei München. Zum gleichen Kreis gehört die Stukkatur der Wallfahrtskirche Fischhausen (Miesbach), um 1670 (am Hauptaltar Jahrzahl 1671); auch dieser Bau selbst — ein Zentralbau mit einem bis in das späte 18. Jahrhundert, zumal in Ostschwaben, immer wieder vorkommenden Ausschwingungsmotiv — darf wohl als Werk des Schlierseers Georg Zwerger angesprochen werden.

Zeitlich unwahrscheinlich dagegen erscheint die Zuschreibung der 1712/14 erbauten, dem Schema von Weyarn sich anschließenden Pfarrkirche Schliersee an diesen Meister.


Von Schliersee aus zogen zahlreiche baukundige Zwerger nach München; die familiengeschichtlichen Zusammenhänge sind nicht überall zu erkennen. [1]

Gebäude

Fußnoten

  1. Norbert LiebW, Münchener Barockbaumeister. Leben und Schaffen in Stadt und Land, 1941, S. 63[1][2]