Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben

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Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben ist ursprünglich eine Erzählung Franz von Kobells in oberbairischer Mundart. Die Titelfigur Brandner Kaspar betrügt den Tod und ergaunert sich zusätzliche Lebensjahre, wird am Ende aber doch von der ewigen Glückseligkeit überzeugt.

Entstehung und Bearbeitungen

Kurt Wilhelm bearbeitete und inszenierte 1975 das Werk seines Vorfahren Franz von Kobell für das Residenztheater neu. Die Fassung Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben stand seitdem über 1000 Mal im Programm des Bayerischen Staatsschauspiels und wurde von über 60 Bühnen übernommen. Wilhelm fügte auch zahlreiche stark humoristische „himmlische Szenen“ hinzu.

Die Musik zur Theaterfassung schrieb Rolf Wilhelm.

2005 inszenierte Christian Stückl das Stück am Münchner Volkstheater neu, wo es seitdem auf dem Spielplan steht. Den Brandner Kaspar gibt Alexander Duda, den Boanlkramer Maximilian Brückner.

Kirschgeist

an Kerschgeist hoda eahm geb'm und b'schißn hodan

"Mit Kirschgeist habe er (der Brandtner Kaspar) ihn (den Boandlkrama = Gevatter Tod) abgefüllt und beim Kartenspiel betrogen", echauffiert sich der Erzengel Michael, als er bemerkt, dass die himmlische Buchhaltung nicht stimmt.

Worum es im Stück geht

Der "Boandlkramer" hat einen neuen Auftrag: Er soll den Brandner Kaspar im 72. Lebensjahr abholen und ins Jenseits begleiten. Doch der Brandner fühlt sich noch "gesund wie ein Fisch im Wasser" und überlistet den Tod. Mit Kirschgeist macht er ihn betrunken und betrügt ihn dann im Kartenspiel - der Gewinn sind 18 weitere Lebensjahre. Als er an seinem 75. Geburtstag ein großes Fest gibt, will Brandners heißgeliebte Enkelin Marei ihren Schwarm rettent: Sie liebt den Wilderer Florian, der an diesem Tag unbedingt eine Gams schießen will. Als sie erfährt, dass ihn der eifersüchtige Jäger Simmerl verfolgt, will sie Florian warnen und stürzt dabei in den Bergen selbst ab. Mit 24 Jahren kommt Marei in den bayerischen Himmel, einen Himmel voller Weißwürste, Kartenspiel, ewiger Freuden - und ohne Preußen. Den Brandner freut das Leben nicht mehr. Als der "Boandlkramer" ihm anbietet, ihm das Paradies für eine Stunde probeweise zu zeigen, fährt er mit. Er ist überwältigt von der Schönheit im Himmel und will dableiben. Aber erst muss nun das Hohe Gericht über seine schweren Sünden urteilen.


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