Weinstadel
Der Weinstadel in der Burgstraße 5 und Dienerstraße 20, zusammen mit dem Laubenhof eine Einheit.
Beginnen wir im Jahre 1550. Durch die starke Zunahme des Weinhandels zu beginn des 15. Jahrhunderts wurde es nötig einen Städtischen "Weinstadel" zu eröffnen. Dazu erwarb die Stadt das Haus auf Dienerstraße 20 und der Burgstraße 5. In der Burgstraße wurde die Stadtschreiberei eingerichtet, die bis 1622 dort bestand hatte, bevor sie ins "Alte Rathaus" übersiedelte. Desweiteren der städtische Weinstadel, der in der Dienerstraße 20 eingerichtet wurde, und noch heute über die Burgstraße zu erreichen ist. Wie zuvor nur alle Montage und Dienstage Wein gehandelt werden durfte, so konnte dies nun auf jeden Tag im Sommer, zu festen Stunden, ausgedehnt werden. Dazu gab es eine öffentliche Weinmarktsordnung, die jeweils 1624, 1735 und 1786 aufgebessert wurde. Am 11. Dezember 1807, nach der Einführung der Zoll und Mautordnung wurde der Weinstadel, und die damit verbundenen Verordnungen und Maßnahmen, in seiner bisherigen Form aufgehoben.
Quellen und Nachweise
- Chronik Weinstadl Pfälzer Weinkeller, 1951-1954.
- K. Erdmannsdorffer, Bürgerhaus, 1972. (T24,T25)
- E. Hoferichter, München Stadt der Lebensfreude, 1958. (Abb. S.14)
- R. Bauer, Der Stadtfotograf, 1989, (Abb. S.79)
- A. Alckens, Gedenktafeln, 1935. (S.50/51)
- W. Bertram, Instandsetzung Burgstraße 5, Bay. La. Denkmalpflege, 1963. (S.5-23)
- Stadt München, Häuserbuch - B1 - Graggenau, 1958. (S.20-21)
- Bauer, Graf, Münz, Zu Gast im alten München, 1982. (S.46/47)
- E. Roth, München so wie es war, 1965, (Abb. S.17)
- Bauer, Graf, Stadtvergleich, 1984. (Abb. S.162/163)