Mittelschule Wiesentfelser Straße: Unterschied zwischen den Versionen

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== Schulentwicklung ==
== Schulentwicklung ==
Das Kollegium der Hauptschule unterzog sich in den Schuljahren 2001-03 der professionellen Schulentwicklung an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], im  "[[Netzwerk Innovativer Schulen]]". Dort wurden im Verbund mit 14 anderen Grund-, Haupt- und Förderschulen über anderthalb Jahre die Bereiche
Das Kollegium der Hauptschule unterzog sich in den Schuljahren 2001-03 der professionellen Schulentwicklung an der [[Ludwig-Maximilians-Universität|Ludwig-Maximilians-Universität München]], im  "[[Netzwerk Innovativer Schulen]]". Dort wurden im Verbund mit 14 anderen Grund-, Haupt- und Förderschulen über anderthalb Jahre die Bereiche
*Leitbild und Schulprogramm
*Leitbild und Schulprogramm
*Personalentwicklung
*Personalentwicklung

Version vom 23. Dezember 2009, 23:53 Uhr

Hauptschule Neuaubing (Wiesentfelser Straße)

Schulansicht.jpg Ansicht der Schule vom Sportplatz her

Schulform Hauptschule mit gebundenem und offenem Ganztagesbetrieb


Träger Freistaat Bayern
Sachaufwand Landeshauptstadt München


Lehrkräfte etwa 25


Schwerpunkte musische Bildung, Ausbildungsreife


Webseite http://www.hs-neuaubing.musin.de


E-Mail mailto:juergen.walther@hs-wiesentfelser-str-53.muenchen.musin.de



Die Hauptschule an der Wiesentfelser Straße ist eine Münchener Hauptschule im Stadtteil Neuaubing. Es besuchen etwa 250 Schülern die Schule. Die Schule erhielt zwei Hauptschulpreise und ist Mitglied der "Starken Schulen" Deutschlands. Seit September 2008 gibt es einen gebundenen Ganztageszug.


Geschichte des Schulgebäudes

Das Kerngebiet des Schulsprengels der Schule an der Wiesentfelser Straße war bis 1960 weitgehend ein brach liegendes Heidegebiet. 1965 wurde begonnen ein großflächiges Wohngebiet mit 1758 Wohnungen für ungefähr 6000 Bewohner zu erstellen. Zahlreiche Familien zogen ein. Die Schule an der Limesstraße, 1908 für die im Entstehen begriffene Siedlung Neuaubing erbaut, und die Schule an der Reichenaustraße mussten ungefähr 700 Kinder aus der neuen Siedlung aufnehmen. Baubeginn für das Schulhaus an der Wiesentfelser Straße war der 15. März 1967. Bereits am 23. April 1968 konnte der Unterricht beginnen.

So gab es ab September 1969 eine eigenständige Hauptschule an der Wiesentfelser Straße 53. Auffallend war und ist bis heute die stetige Zunahme des prozentualen Anteils an ausländischen Kindern. Ein großes Problem seit Bestehen der Schule ist eine notwendige Sanierung: Im Mai 1991 gab es eine erste Information durch das Umweltreferat bezüglich einer PCB-Belastung des Gebäudes. Im Januar 1995 stand fest, dass die Schule saniert werden musste. Die Kosten wurden auf 18 Millionen DM geschätzt. Es dauerte jedoch bis zum September 1999, bis der erste Bauabschnitt fertiggestellt worden war. Im März 2000 konnten die ersten beiden Klassen in sanierte Räume einziehen. Ende des Jahres konnten auch die neuen Verwaltungsräume im 1. Stock bezogen werden. Mittlerweile herrscht bei Grund- und Hauptschule eine extreme Raumnot.

Name der Schule

Als das Viertel in den 1960er Jahren erbaut wurde, griff man bei der Benennung der Straßen auf Ortsnamen aus der Fränkischen Schweiz zurück. Die Straße, an der die Schule liegt, hat ihren Namen nach Dorf und Burg Wiesentfels.

Architektur und Gebäude

Eingangshalle der Schule mit Durchsicht zu einem Innenhof

Das Gebäude ist weiträumig angelegt und liegt auf städtischem Grund. Da es nur zweistöckig gebaut ist und neben der Hauptschule auch noch eine Grundschule beherbergt, nimmt es eine große Fläche ein. Der Baustil entspricht der Plattenbauweise der 60er Jahre: Funktional, hell und lichtdurchflutet, mit vier Innenhöfen.

Schulpreise

  • 2005: Sonderpreis des Deutschen Hauptschulpreises
  • 2007: 3. bayerischer Landessieger des Deutschen Hauptschulpreises
  • 2008: 2. Platz beim Münchner Schülerfirmenwettbewerb, der firm-Messe im Haus der Bayerischen Wirtschaft
  • 2008: Unter den zehn besten Schulen, die sich beim Wettbewerb "Fit for Job" der Wirtschaftsjunioren Deutschlands bewarben. Die Schule nahm allerdings von sich aus nicht an der Endrunde teil.
  • 2009: Unter die 20 besten Schulen des Deutschen Schulpreises 2010 nominiert.

Der Deutsche Hauptschulpreis wird alle zwei Jahre von der Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung verliehen. Der Deutsche Schulpreis wird von der Robert-Bosch-Stiftung, der ARD und dem Stern verliehen. Der firm-Wettbewerb findet jedes Schuljahr statt.

Schulentwicklung

Das Kollegium der Hauptschule unterzog sich in den Schuljahren 2001-03 der professionellen Schulentwicklung an der Ludwig-Maximilians-Universität München, im "Netzwerk Innovativer Schulen". Dort wurden im Verbund mit 14 anderen Grund-, Haupt- und Förderschulen über anderthalb Jahre die Bereiche

  • Leitbild und Schulprogramm
  • Personalentwicklung
  • Teamentwicklung
  • Projektmanagement
  • Unterrichtsentwicklung

bearbeitet. Die Hauptschule Wiesentfelser Straße war die einzige Münchner Hauptschule, die an der Ausbildung im Schulnetzwerk teilnahm. Eine Steuergruppe bereitet für die Lehrerkonferenz wichtige Entscheidungen vor.

Pädagogische Arbeit und Angebote

  • Teamarbeit

Teamarbeit kennzeichnet die Arbeit des Kollegiums. Es gibt Jahrgangsstufen- und Fachteams, die regelmäßig ihre Arbeit besprechen und gemeinsame Kriterien für den Unterricht festlegen. So werden beispielsweise gemeinsam Wochenpläne ausgearbeitet, die selben und die gleiche Anzahl von Arbeiten geschrieben und diese nach für die Schule verbindlichem Bewertungsschlüssel korrigiert.

  • Unterrichtsentwicklung

Das Fach Deutsch steht im Zentrum des Unterrichts. Um bei bedürftigen Schülern die Lücken in diesem Fach zu schließen, kommen etwa 15 Lesepaten jede Woche am Vormittag in die Schule. Darüber hinaus unterstützen die Fikentscher-Kinder-und-Jugendhilfestiftung und die Kairos-Stiftung die Schule mit Deutschkursen außerhalb der Unterrichtszeit. Seit April 2009 gibt es zusätzlich Deutschkurse der Mercator-Stiftung.

  • Kooperationsklassen

Seit dem Schuljahr Schuljahr 2003/04 besteht eine Kooperation mit der Förderschule am Schererplatz. Schülern der Förderschule soll der Übergang in die Hauptschule erleichtert werden. Dazu werden sie an zwei Tagen von einer Förderschullehrkraft unterrichtlich betreut. Die Rahmenbedingungen dieses Modells haben sich allerdings verschlechtert (z. B. Klassengröße für Kooperationsklassen, Herausrechnen der Kooperationsschüler bei der Teilungsgrenze). Im Schuljahr 2006/07 bestanden die ersten Kooperationsschüler den qualifizierenden Hauptschulabschluss.

  • Projekte und AGs

Die Schule bietet ab der fünften Klasse künstlerische, sportliche und handwerkliche Projekte an, um den Schülern zum einen Spass an der Schule zu vermitteln und zum anderen ihre Stärken erfahrbar zu machen. Sie nimmt regelmäßig am Projekt "Praxis an Hauptschulen" der Regierung von Oberbayern teil.

  • Berufsvorbereitung

Die Berufsvorbereitung beginnt schon in den fünften und sechsten Klassen mit dem Fach AWT, unterstützt von handwerklichen und künstlerischen Projekten. Ab der siebten Klasse beginnt die Berufsfindung und -vorbereitung. Das Projekt "Sprungbrett" (Ehrenamtliche und die "Wirtschaftsjunioren München") unterstützen Schüler, die einen Antrag stellen, bei Praktikumssuche, Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgesprächen und beim Übergang Schule-Beruf.

  • Umgang mit schwierigen Schülern

Die Schule verfügt über das Beratungszentrum 40 und pflegt enge Kontakte mit dem Sozialbürgerhaus Pasing, der Ambulanten Erziehungshilfe und Pro Familia. Im Rahmen des AsA (Alternatives schulisches Angebot) ist einmal pro Woche eine Lehrkraft einer Förderschule anwesend, die sich als Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Lehrkräfte versteht.

  • Kooperationspartner

Die Schule ist im Stadtteil und in der Stadt München stark vernetzt. Es gibt ein großes Netzwerk externer Unterstützer. Dazu gehören

Jugendsozialarbeit

Seit dem Schuljahr 2004/05 gibt es an der Schule eine Jugendsozialarbeiterin, seit September 2008 zwei. Träger der Stellen ist der Kreisjugendring München. Die Jugendsozialarbeit ist täglich zu erreichen, vormittags für Lehrkräfte und Schüler an der Schule und nachmittags teilweise im benachbarten Jugendtreff. Einzelfallhilfe, Angebote für Klassenprojekte (z. B. Erwachsen werden) das JADE-Projekt der Landeshauptstadt München ("Jugendliche an der Hand nehmen", berufsbezogene Schulsozialarbeit) sind die Schwerpunkte der Arbeit.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Schule betreibt offensiv Öffentlichkeitsarbeit, um dem negativen Bild von Hauptschule in den Medien entgegen zu wirken. Entwicklungen und Erfolge der Schule oder ihr momentaner Zustand werden in der Presse oder in Stadtteilzeitungen dargestellt.

Weblinks


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