Weinstadel: Unterschied zwischen den Versionen
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*E. Zuber, ''Das Graggenauer Viertel'', Bavaricum, München, 1989. (S. 33,34,35) | *E. Zuber, ''Das Graggenauer Viertel'', Bavaricum, München, 1989. (S. 33,34,35) | ||
*Trautmann, Aufleger, ''Alt München''. 1895 (S.5) | *Trautmann, Aufleger, ''Alt München''. 1895 (S.5) | ||
*Die Baudenkmäler ''München'', | *Bezold, Riehl, -Die Baudenkmäler des Regierungsbezirkes Oberbayern- ''München'', 1896 (S.1181-1184) | ||
*Bayerischer Architekten und Ingenieur Verband ''München und seine Bauten'', Bruckmann, München 1912. (S.80) | *Bayerischer Architekten und Ingenieur Verband ''München und seine Bauten'', Bruckmann, München 1912. (S.80) | ||
*Rambaldi, ''Münchener Straßennamen'', München, 1894, (S.159) | *Rambaldi, ''Münchener Straßennamen'', München, 1894, (S.159) | ||
Version vom 18. Februar 2012, 21:14 Uhr
Der Weinstadel, ehmals das Gemainer Stadt Schreibery Haus in der Burgstraße 5 bildet von Beginn an eine Einheit mit Dienerstraße 20, in dem einst der Städtische Weinstadel untergebracht war.
Beginnen wir im Jahre 1550. Durch die starke Zunahme des Weinhandels zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde es nötig einen Städtischen "Weinstadel" zu eröffnen. Dazu erwarb die Stadt die Gebäude auf Dienerstraße 20 und der Burgstraße 5, und lässt sie erweitern. In der Burgstraße wurde die Stadtschreiberei eingerichtet, die bis 1622 dort bestand hatte, bevor sie in einen Neubau im Tal, hinter dem Alten Rathaus übersiedelte und, daß bis 1906 dort bestand hatte, um dann dem von Grässel entworfenen Sparkassenbau weichen zu müssen. Desweiteren der städtische Weinstadel, der in der Dienerstraße 20 eingerichtet wurde, und noch heute über die Burgstraße zu erreichen ist. Wie zuvor nur alle Montage und Dienstage Wein gehandelt werden durfte, so konnte dies nun auf jeden Tag im Sommer, zu fesgelegten Zeiten, ausgedehnt werden.
Dazu gab es eine öffentliche Weinmarktsordnung, die jeweils 1624, 1735 und 1786 aufgebessert wurde. Am 11. Dezember 1807, nach der Einführung der Zoll- und Mautordnung vollzog sich eine Umwandlung des Weinstadel, und der damit verbundenen Verordnungen und Maßnahmen. Aus seiner bisherigen Form wandelte es sich hin zu einer mehr und mehr privaten Weingaststätte, die durch die Einführung der Gewerbegesetze vom 11. September 1825 ihre Grundlage erhielt.
Das Gebäude
Bewohner des Hauses
Am 12. Oktober 1758 hielten, Kommerzienrath Franz Xaver Stubenrauch, Professor Stigler, Hofkaplan Johann Wagenegger, Johann Georg von Lori, und Johann Georg Dominikus von Linprun in dessen Wohnung in der Burgstraße, ihre erste Sitzung der neu geschaffenen Akademie der Wissenschaften ab. Linprun verstarb am 14. Juni 1787 in diesem Haus.
Der Genießer-Brunnen
Quellen und Nachweise
- Chronik Weinstadl Pfälzer Weinkeller, 1951-1954.
- K. Erdmannsdorffer, Bürgerhaus, 1972. (T24,T25)
- E. Hoferichter, München Stadt der Lebensfreude, 1958. (Abb. S.14)
- R. Bauer, Der Stadtfotograf, 1989, (Abb. S.79)
- A. Alckens, Gedenktafeln, 1935. (S.50/51)
- W. Bertram, Instandsetzung Burgstraße 5, Bay. La. Denkmalpflege, 1963. (S.5-23)
- Stadt München, Häuserbuch - B1 - Graggenau, 1958. (S.20-21)
- Bauer, Graf, Münz, Zu Gast im alten München, 1982. (S.46/47)
- E. Roth, München so wie es war, 1965, (Abb. S.17)
- Bauer, Graf, Stadtvergleich, 1984. (Abb. S.162/163)
- Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München, Fenster zur Vergangenheit, München 2006. (Abb. S.73)
- E. Zuber, Das Graggenauer Viertel, Bavaricum, München, 1989. (S. 33,34,35)
- Trautmann, Aufleger, Alt München. 1895 (S.5)
- Bezold, Riehl, -Die Baudenkmäler des Regierungsbezirkes Oberbayern- München, 1896 (S.1181-1184)
- Bayerischer Architekten und Ingenieur Verband München und seine Bauten, Bruckmann, München 1912. (S.80)
- Rambaldi, Münchener Straßennamen, München, 1894, (S.159)
- H. Stahleder, Haus- Und Straßennamen, München, 2009, (S.514)
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