Bajuwarenstraße: Unterschied zwischen den Versionen

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== Ende einer Straße ==
== Ende einer Straße ==
Die Bajuwarenstraße war einst eine Verbindungsstraße zwischen Perlach, über Riem bis nach Aschheim hinaus. Von Perlach kommend war die Straße als ''Perlacher Weg'', im Laufweg nach Trudering, über die neue Bahntrasse hinweg, ausserhalb Kirchtrudering nach Riem hinüber, als ''Riemer Weg'' angelegt. Eine im Jahr 1924 vorgenommene Regeländerung im Gesetzestext zwischen dem bayerischen Staat und der damaligen Reichsbahn, der darauf abzielte, daß bei neu anzulegenden Verkehrswegen über Bahnanlagen hinweg, die Kosten auf den jeweiligen Anliegergemeinden abzuwälzen durchkreuzten die nahezu zeitgleich angedachten Planungen eine Bahnunterfahrt zwischen Straßtrudering und Kirchtrudering zu errichten, seis nur in Form einer Unterführung für den reinen Fußverkehr. So konnte über die Aufteilung der Kosten zwischen der Bahn, die auch keine Zustimmung zum einer rein Personenbezogenen Unterquerung einer Bahntrasse gab, und der damals noch freien Gemeinde Trudering, keine Einigung erzielt werden. Die Situation am Bahnübergang verschärfte sich abermals nachdem die ab dem 2. Oktober 1939 eröffnete Güterumgehungsbahn, die auch durch Trudering verlief, und die Bahntrasse um mehrere Gleise verbreiterte. So wurde der bereits vorhandene Bahnübergang an dieser Stelle nicht an die Breite der neuen Trasse angepasst, und geschlossen. Durch diesen Umstand wurde der älteste Verbindungsweg zwischen Süd und Nord an dieser Stelle für immer unterbrochen. Ein weiterer beschrankter Bahnübergang am [[Lehrer-Götz-Weg]], der durch den Güterbahnausbau als einer der breiterste seiner Art galt, und nun zur indirekten Hauptverbindungsachse wurde, blieb noch bis zum Jahr 1975 erhalten, und wurde nach der Inbetriebnahme des regulären S-Bahnbetriebs, und der freigabe der neu erbauten Brücke über die Bahntrasse am [[Schmuckerweg]], ebenso abgebaut.
Die Bajuwarenstraße war einst eine Verbindungsstraße zwischen Perlach, durch Ortsteile Truderings, über Riem bis nach Aschheim hinaus. Von Perlach kommend war die Straße als ''Perlacher Weg'', im Laufweg nach Trudering, über die neue Bahntrasse hinweg, ausserhalb Kirchtrudering nach Riem hinüber, als ''Riemer Weg'' angelegt. Eine im Jahr 1924 vorgenommene Regeländerung im Gesetzestext zwischen dem bayerischen Staat und der damaligen Reichsbahn, der darauf abzielte, daß bei neu anzulegenden Verkehrswegen über Bahnanlagen hinweg, die Kosten auf den jeweiligen Anliegergemeinden abzuwälzen durchkreuzten die nahezu zeitgleich angedachten Planungen eine Bahnunterfahrt zwischen Straßtrudering und Kirchtrudering zu errichten, seis nur in Form einer Unterführung für den reinen Fußverkehr. So konnte über die Aufteilung der Kosten zwischen der Bahn, die auch keine Zustimmung zum einer rein Personenbezogenen Unterquerung einer Bahntrasse gab, und der damals noch freien Gemeinde Trudering, keine Einigung erzielt werden. Die Situation am Bahnübergang verschärfte sich abermals nachdem die ab dem 2. Oktober 1939 eröffnete Güterumgehungsbahn, die auch durch Trudering verlief, und die Bahntrasse um mehrere Gleise verbreiterte. So wurde der bereits vorhandene Bahnübergang an dieser Stelle nicht an die Breite der neuen Trasse angepasst, und geschlossen. Durch diesen Umstand wurde der älteste Verbindungsweg zwischen Süd und Nord an dieser Stelle für immer unterbrochen. Ein weiterer beschrankter Bahnübergang am [[Lehrer-Götz-Weg]], der durch den Güterbahnausbau als einer der breiterste seiner Art galt, und nun zur indirekten Hauptverbindungsachse wurde, blieb noch bis zum Jahr 1975 erhalten, und wurde nach der Inbetriebnahme des regulären S-Bahnbetriebs, und der freigabe der neu erbauten Brücke über die Bahntrasse am [[Schmuckerweg]], ebenso abgebaut.


== Lage ==
== Lage ==

Version vom 27. November 2025, 23:11 Uhr

Bajuwarenstraße
Perlacher Straße (bis 1933)
Straße in München
Basisdaten
Ort München
Trudering-Riem Gartenstadt Trudering
PLZ 81825
Name erhalten 1933 Umbenennung nach Eingemeindung[1]
Anschluss­straßen
 
Zehntfeldstraße Truderinger Straße
Querstraßen
 
Spieljochstraße Matterhornstraße Unnützstraße Himalajastraße Hälblingweg St.-Augustinus-Straße Evereststraße Anton-Geisenhofer-Straße Bernhard-Mayer-Straße Mönchbergstraße Huchenstraße Wasserburger Landstraße Renkenweg Kurzhuberstraße
Bus.png
 
139 N79 Matterhornstraße 139 195 N79 St.-Augustinus-Straße 139 Halligenplatz 193 Wasserburger Landstraße 139 185 192 193 194 N79 Bajuwarenstraße
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge
Technische Daten
Straßenlänge 1,8 km
Straßennamenbücher
Straßen-ID 00399

Die Bajuwarenstraße in Trudering führt von der Zehntfeldstraße zur Truderinger Straße.

Sie wurde benannt nach den BajuwarenW, einem gegen Ende der Völkerwanderung entstandenen germanischen Stammes, der den Großteil Altbayerns, Österreichs und Südtirols besiedelte.

Ende einer Straße

Die Bajuwarenstraße war einst eine Verbindungsstraße zwischen Perlach, durch Ortsteile Truderings, über Riem bis nach Aschheim hinaus. Von Perlach kommend war die Straße als Perlacher Weg, im Laufweg nach Trudering, über die neue Bahntrasse hinweg, ausserhalb Kirchtrudering nach Riem hinüber, als Riemer Weg angelegt. Eine im Jahr 1924 vorgenommene Regeländerung im Gesetzestext zwischen dem bayerischen Staat und der damaligen Reichsbahn, der darauf abzielte, daß bei neu anzulegenden Verkehrswegen über Bahnanlagen hinweg, die Kosten auf den jeweiligen Anliegergemeinden abzuwälzen durchkreuzten die nahezu zeitgleich angedachten Planungen eine Bahnunterfahrt zwischen Straßtrudering und Kirchtrudering zu errichten, seis nur in Form einer Unterführung für den reinen Fußverkehr. So konnte über die Aufteilung der Kosten zwischen der Bahn, die auch keine Zustimmung zum einer rein Personenbezogenen Unterquerung einer Bahntrasse gab, und der damals noch freien Gemeinde Trudering, keine Einigung erzielt werden. Die Situation am Bahnübergang verschärfte sich abermals nachdem die ab dem 2. Oktober 1939 eröffnete Güterumgehungsbahn, die auch durch Trudering verlief, und die Bahntrasse um mehrere Gleise verbreiterte. So wurde der bereits vorhandene Bahnübergang an dieser Stelle nicht an die Breite der neuen Trasse angepasst, und geschlossen. Durch diesen Umstand wurde der älteste Verbindungsweg zwischen Süd und Nord an dieser Stelle für immer unterbrochen. Ein weiterer beschrankter Bahnübergang am Lehrer-Götz-Weg, der durch den Güterbahnausbau als einer der breiterste seiner Art galt, und nun zur indirekten Hauptverbindungsachse wurde, blieb noch bis zum Jahr 1975 erhalten, und wurde nach der Inbetriebnahme des regulären S-Bahnbetriebs, und der freigabe der neu erbauten Brücke über die Bahntrasse am Schmuckerweg, ebenso abgebaut.

Lage

  • >> Geographische Lage des Straßenanfangs von Bajuwarenstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)
  • >> Geographische Lage des Straßenendes von Bajuwarenstraße im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)

Einzelnachweise