Pflugstraße: Unterschied zwischen den Versionen

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| Rambaldi            = S. 216 / Nr. 496
| Rambaldi            = S. 216 / Nr. 496
| MSVZ                = S. 245 (kein genaues Jahr)
| MSVZ                = S. 245 (kein genaues Jahr)
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Die '''Pflugstraße''' in der [[Altstadt]] führt vom [[Tal]] zur [[Marienstraße]].
Die '''Pflugstraße''' in der [[Altstadt]] führt vom [[Tal]] zur [[Marienstraße]].


Zur Namensvergabe gibt es unterschiedliche Herleitungen. Dollinger hat einen Bäcker Simon Pflueg/Pflüg ermittelt, der um 1597 Eigentümer aller Gebäude entlang dieser Gasse gewesen sein mag. Die Autoren des Büchlein der Straßennamen von 1888 gehen der Idee nach, daß ehedem die Gasse so eng gewesen sein mochte, daß nurmehr ein Pflug genügend Platz hätte, um hindurch zu kommen.
Zur Namensvergabe gibt es unterschiedliche Herleitungen. Stahleder hat einen Bäcker Simon Pflueg/Pflüg ermittelt, der um 1597 Eigentümer aller Gebäude entlang dieser Gasse gewesen sein mag. Die Autoren des Büchlein der Straßennamen von 1888 gehen der Idee nach, daß ehedem die Gasse so eng gewesen sein mochte, daß nurmehr ein Pflug genügend Platz hätte, um hindurch zu kommen. Zu der sehr ungenauen Datierung der Namensvergabe kann einzig eine Erwähnung herangezogen werden, daß 1665 ein Haus an der ''Pflueggasse'' zum Verkauf stand.


Stahleder<ref> Stahleder; ''Haus- und Straßennamen der Münchner Altstadt.'' Verlag Schmidt Neustadt an der Aisch, Münchner Stadtarchiv 2009, S. 243 Pflugstraße.</ref> hat uns den Bäcker Pflueg noch genauer aufgelistet. So gehörte wohl das Haus Tal 37 ab dem Jahr 1580 dem Bäcker Simon Pflueg, nachmals seiner Wittwe. Ab frühestens 1665 wird erstmals erwähnt, daß ein Haus an der ''Pflueggasse'' zum Verkauf steht.
Stahleder<ref> Stahleder; ''Haus- und Straßennamen der Münchner Altstadt.'' Verlag Schmidt Neustadt an der Aisch, Münchner Stadtarchiv 2009, S. 243 Pflugstraße.</ref> hat uns den Bäcker Pflueg noch genauer aufgelistet. So gehörte wohl das Haus Tal 37, Ecke mit der Pflugstraße, ab dem Jahr 1580 dem Bäcker Simon Pflueg, nachmals seiner Wittwe. Zuvor kann Pflueg noch weiteren Grund entlang der Straße erwerben.


Während den Bombenabwürfe in den zweiten Weltkriegjahren 1944 bis 1945 wurden entlang dieser kurzen Gasse alle Häuser zerstört. Einzig das [[Hotel Torbräu]], Tal 41, Ecke mit der Pflugstraße, konnte in die heutige Zeit gerettet werden.
Während den Bombenabwürfe in den zweiten Weltkriegjahren 1944 bis 1945 wurden entlang dieser kurzen Gasse alle Häuser zerstört. Einzig das [[Hotel Torbräu]], Tal 41, Ecke mit der Pflugstraße, konnte in die heutige Zeit gerettet werden.


== Seperat-Abdruck Straßennamen Adressbuch 1880 ==
== Separat-Abdruck Straßennamen Adressbuch 1880 ==
S. 31 '''Pflugstraße'''; ''In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhundert hieß dieselbe nach der Herdtstättbeschreibung von 1731 „Mangässel“ (vielleicht auch Manggässel), an dessen nördlichen Ausgang sich das „Marieneck“ befand (s. Marienstraße). Ein Grund für die heutige Benennung ist vorerst nicht bekannt, doch scheint sie einem Scherz die Entstehung zu verdanken. Das Gäßchen ist nämlich so eng, daß man eigentlich nur mit einem Pfluge ungehindert durchfahren kann. Der bis in unsere Tage vorkommender Name „Thorbräugässel“ war nie amtlich.''
S. 31 '''Pflugstraße'''; ''In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhundert hieß dieselbe nach der Herdtstättbeschreibung von 1731 „Mangässel“ (vielleicht auch Manggässel), an dessen nördlichen Ausgang sich das „Marieneck“ befand (s. Marienstraße). Ein Grund für die heutige Benennung ist vorerst nicht bekannt, doch scheint sie einem Scherz die Entstehung zu verdanken. Das Gäßchen ist nämlich so eng, daß man eigentlich nur mit einem Pfluge ungehindert durchfahren kann. Der bis in unsere Tage vorkommender Name „Thorbräugässel“ war nie amtlich.''


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== Gedenktafeln ==
== Gedenktafeln ==
[[Datei:Muetafeltorbräeu2017.jpg|mini|Erinnerungstafel Torbräu]]
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* August Alckens<ref>Alckens: ''Die Gedenktafeln der Stadt München.'' Bruckmann, München 1935, Eintrag Nr. 111 hier nur die Marienstraße mit dem Lueg ins Land.</ref> hat für diese Straße keine Gedenktafel vermerkt. Allerdings findet sich seit neuerer Zeit an der Fassade entlang der Pflugstraße, dem Eckhaus Tal 41, Hotel Torbräu, findet sich seit dem Jahr 2003 eine Natursteinplatte. Die Inschrift erinnert an 500 Jahre ''Der Torbräu - 1490 - 1990'' und ''100 Jahre Familie Mayr Kirchlechner 1903 - 2003''
* August Alckens<ref>Alckens: ''Die Gedenktafeln der Stadt München.'' Bruckmann, München 1935, Eintrag Nr. 111 hier nur die Marienstraße mit dem Lueg ins Land.</ref> hat für diese Straße keine Gedenktafel vermerkt. Allerdings findet sich seit neuerer Zeit an der Fassade entlang der Pflugstraße, dem Eckhaus Tal 41, Hotel Torbräu, seit dem Jahr 2003 eine Natursteinplatte. Die Inschrift erinnert an 500 Jahre ''Der Torbräu - 1490 - 1990'' und ''100 Jahre Familie Mayr Kirchlechner 1903 - 2003''


==Lage==
== Lage ==
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== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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