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'''Michael Brenner''' (Jg. 1964) ist Historiker und Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der [[Ludwig-Maximilians-Universität]] in [[München]]. Zusätzlich hat er seit 2013 den Seymour and Lillian Abensohn Chair für Israelstudien an der American University, Washington D.C. inne. | '''Michael Brenner''' (Jg. [[1964]]) ist Historiker und Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der [[Ludwig-Maximilians-Universität]] in [[München]]. Zusätzlich hat er seit 2013 den Seymour and Lillian Abensohn Chair für Israelstudien an der American University, Washington D.C. inne. | ||
Seit 2009 ist er Mitglied der [[Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]. | Seit 2009 ist er Mitglied der [[Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]. | ||
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===Er erinnert an 1700 Jahre deutscher Geschichte=== | ===Er erinnert an 1700 Jahre deutscher Geschichte=== | ||
Gegen die immer wieder mal aufkommenden antijüdischen, antisemitischen Stammtisch-Parolen schreibt er quasi als personifizierte Figur durch die Jahrhunderte u.a.: | Gegen die immer wieder mal aufkommenden antijüdischen, antisemitischen Stammtisch-Parolen schreibt er quasi als personifizierte Figur durch die Jahrhunderte u.a.:<ref>[https://www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-12330 Mü. Beiträge, Zitiernachweis. ] <br/>[https://www.sobla.de/aktuelles/detail/ansicht/ein-stetiges-hin-und-her/ Interview mit Brenner im kathol. Würzburger Sonntagsblatt] <br/> [https://www.facebook.com/LehrstuhlJGK/ Zur Vortragsreihe - facebook-Seite des Instituts] <br/>Josef Schuster: [https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/1700-jahre-juedisches-leben-in-deutschland/ ''Das Festjahr will die Geschichte und Bedeutung des Judentums hierzulande deutlich machen.''] In: J. Allgemeine vom 07.01.2021</ref> | ||
''Christlich war das Land übrigens nicht, als ich ankam. Ich sag’s nur, denn daran musste ich oft denken, wenn die Christen mich Jahrhunderte später als „Fremden“ bezeichneten. '' | ''Christlich war das Land übrigens nicht, als ich ankam. Ich sag’s nur, denn daran musste ich oft denken, wenn die Christen mich Jahrhunderte später als „Fremden“ bezeichneten. '' | ||
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Er ist Sohn zweier [[Shoah|Schoah]]-Überlebender in der Oberpfalz. Er studierte an der Hochschule für Jüdische Studien in [[Heidelberg]], der Hebräischen Universität Jerusalem und der Columbia University in New York. Er wurde an der Columbia University über die Jüdische Kultur in der [[Weimarer Republik]] promoviert. Von 1993 bis 1994 war er Assistant Professor an der Indiana University in Bloomington und von 1994 bis 1997 an der Brandeis University in Waltham, Massachusetts. Seit 1997 lehrt er a n der LMU. Bekannt wurde Brenner in der Wissenschaftscommunity auch durch seine Studien über den Sozialisten und bayerischen Ministerpräsidenten [[Kurt Eisner]]. | Er ist Sohn zweier [[Shoah|Schoah]]-Überlebender in der Oberpfalz. Er studierte an der Hochschule für Jüdische Studien in [[Heidelberg]], der Hebräischen Universität Jerusalem und der Columbia University in New York. Er wurde an der Columbia University über die Jüdische Kultur in der [[Weimarer Republik]] promoviert. Von 1993 bis 1994 war er Assistant Professor an der Indiana University in Bloomington und von 1994 bis 1997 an der Brandeis University in Waltham, Massachusetts. Seit 1997 lehrt er a n der LMU. Bekannt wurde Brenner in der Wissenschaftscommunity auch durch seine Studien über den Sozialisten und bayerischen Ministerpräsidenten [[Kurt Eisner]]. | ||
:Zur politischen Aktivität zahlreicher links orientierter Juden für die [[Räterepublik]] schrieb Brenner: „Viele von ihnen erblickten im Sozialismus eine Möglichkeit, ihrer eigenen sozialen Notlage zu entkommen“.<ref>''Der lange Schatten der Revolution. | :Zur politischen Aktivität zahlreicher links orientierter Juden für die [[Räterepublik]] schrieb Brenner: „Viele von ihnen erblickten im Sozialismus eine Möglichkeit, ihrer eigenen sozialen Notlage zu entkommen“.<ref>''Der lange Schatten der Revolution. 2019. (Zit. nach {{Google Buch |Suchbegriff=„Viele+von+ihnen+erblickten+im+Sozialismus+eine+Möglichkeit,+ihrer+eigenen+sozialen+Notlage+zu+entkommen“}})</ref> | ||
== Veröffentlichungen == | == Veröffentlichungen == | ||
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* Zusammen mit Stefan Jakob Wimmer und Helga Rebhan: ''Von Sulzbach bis Tel Aviv: hebräische Neuerwerbungen aus 50 Jahren; 1965–2015''. Schatzkammerausstellung in der Bayerischen Staatsbibliothek in Kooperation mit dem Generalkonsulat des Staates Israel in München aus Anlass des fünfzigjährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel am 12. Mai 1965; hrsg. [[Bayerische Staatsbibliothek]], und unter Mithilfe von Steven Langnas, übersetzt ins Hebräische Eitan Levi. München, 2015. ISBN 978-3-88008-009-6 (in der Reihe ''Bayerische Staatsbibliothek. Kleine Ausstellungsführer'', Nr. 2). | * Zusammen mit Stefan Jakob Wimmer und Helga Rebhan: ''Von Sulzbach bis Tel Aviv: hebräische Neuerwerbungen aus 50 Jahren; 1965–2015''. Schatzkammerausstellung in der Bayerischen Staatsbibliothek in Kooperation mit dem Generalkonsulat des Staates Israel in München aus Anlass des fünfzigjährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel am 12. Mai 1965; hrsg. [[Bayerische Staatsbibliothek]], und unter Mithilfe von Steven Langnas, übersetzt ins Hebräische Eitan Levi. München, 2015. ISBN 978-3-88008-009-6 (in der Reihe ''Bayerische Staatsbibliothek. Kleine Ausstellungsführer'', Nr. 2). | ||
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{{Wikipedia| Michael_Brenner_(Historiker)}} | {{Wikipedia| Michael_Brenner_(Historiker)}} | ||
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