Hans Grässel: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Architekt Dr.-Ing. E.h. '''Hans Grässel''' (* 18. August [[1860]] in Rehau, † 10. März [[1939]] in [[München]]) war Stadtbaumeister in München. Er war 42 Jahre im städtischen Baudienst tätig. Er wurde Geheimer Baurat und hatte bereits [[1914]] (!) erste Pläne für den Bau einer [[U-Bahn]] in München. Er erhielt 1914 den Orden "Pour le Mérite" für Wissenschaften und Künste. Er entwickelte als bedeutendster Friedhofsarchitekt seiner Zeit für München ein dezentrales [[Friedhof]]skonzept. Er war Mitglied der ''Zwanglosen Gesellschaft'' und des ''[[Corps Rheno-Palatia]]'' München.
Der Architekt Dr.-Ing. E.h. '''Hans Grässel''' (* [[18. August]] [[1860]] in Rehau, † [[10. März]] [[1939]] in [[München]]) war [[Stadtbaumeister]] in München. Er war 42 Jahre im städtischen Baudienst tätig.  
 
Er wurde Geheimer Baurat und hatte bereits [[1914]] (!) erste Pläne für den Bau einer [[U-Bahn]] in München. Er erhielt 1914 den Orden "Pour le Mérite" für Wissenschaften und Künste. Er entwickelte als bedeutendster Friedhofsarchitekt seiner Zeit für München ein dezentrales [[Friedhof]]skonzept. Er war Mitglied der ''Zwanglosen Gesellschaft'' und des ''[[Corps Rheno-Palatia]]'' München.


==Hans Grässel und sein München==
==Hans Grässel und sein München==
Hans Grässel's berufliches Leben geht über einige Stationen von Nürnberg, wo er keine Stellung im Landbauamt bekommt, nach Kissingen, wird dort bis März 1885 verbleiben,
Hans Grässels berufliches Leben geht über einige Stationen von Nürnberg, wo er keine Stellung im Landbauamt bekommt, nach Kissingen, wo er bis März 1885 bleibt. Er kann in dieser Zeit noch seine Staatsprüfungen ablegen und übersiedelt  letztendlich am 1. April 1885 als Staatsbauassistent nach München. Dort wird er bis August des selben Jahres im Staatsdienst, mit nach seiner Auffassung eher unbefriedigenden Aufgaben betraut. Am 3. August reicht er daher seinen Urlaub ein, und kann sogleich im Architektenbüro des [[Georg von Hauberrisser|Georg Hauberrisser]] eine Stellung annehmen.
kann in dieser Zeit noch seine Staatsprüfungen ablegen, und wird letztendlich am 1. April 1885 nach
 
München übersiedeln. Mit dem Titel des Staatsbauassistenten in der Tasche.
Dort wird er aus erster Hand, von zuvor nur aus theoretischem Wissen gelerntem Materialien, von einem der damals besten Architekten der Stadt, von Professor Hauberrisser, in die praktische Anwendung des Fachs geführt. Bereits am 1. April 1886 wird ihn das Landbauamt von München wieder zurückbeordern und ihm seine ersten eigenen Projekte übertragen. So erhält er die Leitung über den Umbau des [[Alte Akademie|Wilhelminischen Gebäude]] an der [[Neuhauser Straße]], einst als Jesuitenkolleg bekannt. Hier darf er das Treppenhaus und den Festsaal neu anlegen. Grässel wird es aber nicht viele Jahre im Dienste des Staates aushalten, um dort nur Pläne einzusehen, zu begutachten, zuzustimmen oder abzulehnen.
Dort wird er bis August des selben Jahres im Staatsdienst, mit nach seiner Auffassung,
eher unbefriedigenden Aufgaben betraut. Am 3. August reicht er daher seinen Urlaub ein, und kann
Er bemüht sich um eine Anstellung bei der Stadt selbst, mit dem Teilerfolg, als Bezirksingenieur bei der Baupolizeibehörde der [[Lokalbaukommission]] die Arbeit aufnehmen zu können. Diese wird er aber bereits nach knapp 2 Jahren, am 22. Mai [[1890]] wieder verlassen. Zu jener Zeit wird die Stellung des damals erkrankten Bauamtmanns Löwel frei. Unter 11 Bewerbern wird Hans Grässel ausgewählt. Im Alter von nur 29 Jahren erhält er die Stellung. Er ist nun städtischer Bauamtmann und gleichgestellt mit Architekten wie [[Karl Hocheder]] und später [[Theodor Fischer]].
sogleich im Architektenbüro des Georg Hauberrisser eine Stellung annehmen.
 
Dort wird er aus erster Hand, von zuvor nur aus theoretischem Wissen gerlerntem Materialien, von einem  
Im Alter von 78 Jahren stirbt Hans Grässel [[1939]], der bis 1930 40 Jahre als Baurat bzw. Stadtbaudirektor tätig war. Er wird in einem städtischen Ehrengrab auf dem [[Waldfriedhof]] beigesetzt. Grässel schuf u. a. die Pläne vieler [[schule|Schulhäuser]], das Nymphenburger Waisenhaus, das Hl. Geist-Spital, das Dall'Armi-Bürgerheim, das Stadtbauamt, das Sparkassengebäude und das Wehramt (heute das [[Stadtarchiv]]).
der damals besten Architekten der Stadt, von Professor Hauberrisser, in die praktische Anwendung
 
des Fachs geführt werden. Bereits am 1. April 1886 wird ihn das Landbauamt von München wieder zurückbeordern.
Als Stadtbaudirektor ließ er Fotografien von Gebäuden anfertigen, die abgerissen werden sollten, um so die alte Bausubstanz Münchens zu dokumentieren. 1999 erschien eine Sammlung dieser Bilder in Buchform.
Wo ihm sogleich die ersten eignen Projekte übertragen werden.  
So erhält er die Leitung über den Umbau des Wilhelminischen Gebäude, an der Neuhauser Straße gelegen. Einst als Jesuitienkollege bekannt.
Hier darf er das Treppenhaus und den Festsaal neu Anlegen.
Grässel wird es aber nicht viele Jahre im Dienste des Staates aushalten. Pläne einsehen, begutachten, zustimmen oder abwinken.  
Er bemüht sich um eine Anstellung bei der Stadt selbt, mit dem Teilerfolg sich als Bezirksingeneur bei der
Baupolizeibehörde der Lokalbaukommission bwerben zu können. Diese wird er aber bereits nach kanpp 2 Jahren, am 22. Mai 1890 wieder verlassen.
Zu jener Zeit wird die Stellung des damals erkrankten Bauamtsmann, Löwel frei. Unter 11 Bewerrbern wird Hans Grässel ausgewählt.
Im Alter von nur 29 Jahren wird er die Stellung erhalten. Er ist nun städtischer Bauamtmann. Er ist nun gleichgestellt, mit  
Architekten ihres Fachs, wie [[Karl Hocheder]] und später [[Theodor Fischer]].  


Nach ihm ist der [[Hans-Grässel-Weg]] nördlich des [[Waldfriedhof]]es benannt.
Nach ihm ist der [[Hans-Grässel-Weg]] nördlich des [[Waldfriedhof]]es benannt.
[[Bild:Muekapuziner052013mi.jpg|thumb|Paulaner Bräuhaus]]


==Werke in München==
==Werke in München==
[[Bild:Muekapuziner052013mi.jpg|thumb|Thomasbräu Bierstuben]]
===Geschäfts- und Wohngebäude===
===Geschäfts- und Wohngebäude===
* [[Renatastraße]], Wohnhaus Spranger (1894)
* [[Renatastraße]], Wohnhaus Spranger (1894)
* [[Beethovenstraße]], 1 und 3. Wohnhausgruppe (1896-1897)
* [[Beethovenstraße]] 1 und 3, Wohnhausgruppe (1896–1897)
* [[Pfisterstraße]], 9. Wohnhaus (1895/96, 1898 ?, vormals Hausnummer 4).
* [[Pfisterstraße]] 9, Wohnhaus (1895/96, 1898 ?, vormals Hausnummer 4)
* [[Platzl]] 8, Corpshaus Rheno-Palatia München (1898-1899),(1944 zerstört; dort heute Schubeck's Südtiroler Stuben)
* [[Platzl]] 8, [[Corps Rheno-Palatia|Corpshaus Rheno-Palatia]] (1898–1899),(1944 zerstört; dort heute [[Schuhbeck's in den Südtiroler Stuben|Schubeck's Südtiroler Stuben]])
* [[Kapuzinerplatz]]: Das ehemalige ''Ausschankgebäude der Brauerei - Thomasbräu'', (1893–1894; erhalten)
* [[Kapuzinerplatz]] 5: Das ehemalige ''Ausschankgebäude der Brauerei - Thomasbräu'', heute Paulaner Bräuhaus (1893–1894; Teilerhalten)
* 1897-1898 [[Sendlinger Straße]]: 29 und 30. Neubau ''Haus zum Singlspieler''. Fassadenentwurf und Anordnung des Gebäudes an der Straße durch Hans Grässel. Zwei nebeneinader gestellte Gebäude, deren Fassade jeweils spiegelbildlich zur linken und rechten Seite verlaufen. Fresken an der Fassade von A. Pfleiderer. Die Malereien an der Fassade des südlichen Gebäudeteils wurden 1911 übermalt. (1995 rekonstruiert?). Jeweils eine Figur an den Ecken.
* 1897–1898 [[Sendlinger Straße]]: 29 und 30. Neubau ''Haus zum Singlspieler''. Fassadenentwurf und Anordnung des Gebäudes an der Straße durch Hans Grässel. Zwei nebeneinander gestellte Gebäude, deren Fassade jeweils spiegelbildlich zur linken und rechten Seite verlaufen. Fresken an der Fassade von A. Pfleiderer. Die Malereien an der Fassade des südlichen Gebäudeteils wurden 1911 übermalt. (1995 rekonstruiert?). Jeweils eine Figur an den Ecken.


===Zollstationen - Wachgebäude===
===Zollstationen - Wachgebäude===
* [[Geiselgasteigstraße]] 1: Ehemaliges Zollhaus [[Harlaching]]. Bauzeitlich Anschrift Harlaching 1a (1894). Nun kleines Wohnhaus mit Portikus.
* Zollhaus - (1894) [[Geiselgasteigstraße]] 1, Ehemaliges Zollhaus [[Harlaching]]. Bauzeitlich Anschrift Harlaching 1a; nun kleines Wohnhaus.
* [[Moosacher Straße]]: Bauzetilich Nr. 1, Ehemaliges Zollhaus (1899) (''noch nicht gefunden'')
* Zollhaus - (1899) [[Moosacher Straße]]: Bauzeitlich Nr. 1, Ehemaliges Zollhaus. Das Gebäude wurde umgebaut und an das Schulgebäude der Maria Ward Schule integriert. Aktuelle Anschrift ist die [[Maria-Ward-Straße]] 3.
* Zollhaus an der [[Landsberger Straße]] 216. (Nr. Bauzeitlich) (1896) (''noch nicht gefunden, vermutlich Verlust'') Bereits 1928 wird es unter der Hausnummer 363 geführt als ''ehem. städt. Zollhaus''.
* Zollhaus - (1893) bauzeitlich [[Priel]] Haus, Nummer 57. [[Oberföhringer Straße]] 57. Entwurf Hans Grässel.  Nun Wohnhaus.
* Zollhaus an der [[Menzinger Straße]] 2 (1912) (''noch nicht gefunden'')
* Zollhaus - (1890) [[Wolfratshauser Straße]] 80. (eröffnet am 8. Oktober 1890.) Nun Wohnhaus. Es existiert ein Tekturplan aus dem Jahr 1895 von Karl Del'Bondio.
* Zollhaus an der [[Freisinger Landstraße]], bei [[Schwabing]] (1891) (Fotoansicht und Ort in ''Prinzregentenzeit'' S.93)
 
* Zollhaus an der [[Schleißheimer Straße]], bauzeitlich Nr. 216 (1891)
* Zollhaus - (1895-1896) [[Landsberger Straße]] 214. (München Laim)
* Zollhaus an der [[Englschalkinger Straße]], bauzeitlich Nr. 161 (1893)
* Zollhaus - (1890) [[Landsberger Straße]] 363. Bereits 1928 wird es als ehem. städt. Zollhaus gelistet.
* Zollhaus an der [[Leopoldstraße|Schwabinger Landstraße]], bauzeitlich Nr. 36a (1891). Im Jahr 1928 benannt Haus Nr. 240 ehem. Zollhaus.
* Zollhaus - (1911-1912) bauzeitlich [[Menzinger Straße]] 2, Eckhaus mit Kemnatenstraße, 1960 abgerissen, Wintrich Ring.
* [[Hefner-Alteneck-Straße]] 2: Ehemaliges Wachgebäude für den städtischen Wasserbau. Bauzeitlich der [[Wittelsbacherstraße]] zugehörig (1900)
* Zollhaus - (1891) [[Freisinger Landstraße]], bei [[Schwabing]] (Fotoansicht und Ort in ''Prinzregentenzeit'' S.93)
* Zollhaus - (1893) [[Denninger Straße]] 162 oder 160. nach 1965 abgerissen.
* Zollhaus - (1891) [[Schleißheimer Straße]], bauzeitlich Nr. 216 (am 1. Oktober 1891 eröffnet.)
* Zollhaus - (1893) [[Englschalkinger Straße]] 161, bauzeitlich Bogenhausen 87. Im Jahr 1965 oder 1966 abgerissen.
* Zollhaus - (1891) [[Leopoldstraße|Schwabinger Landstraße]], bauzeitlich Nr. 36a. Im Jahr 1928 benannt Haus Nr. 240 ehem. Das Gebäude wurde in den 1960er Jahren abgebrochen.
 
* [[Hefner-Alteneck-Straße]] 2: Ehemaliges Wachgebäude für den städtischen Wasserbau, bauzeitlich der [[Wittelsbacherstraße]] zugehörig. Baujahr 1900.
 


[[Bild:Muemarienplatz16189299b.jpg|thumb|Ehemaliges Stadtarchiv]]
[[Bild:Muemarienplatz16189299b.jpg|thumb|Ehemaliges Stadtarchiv]]
===Verwaltungsbauten===
===Verwaltungsbauten===
* [[Marienplatz]] 16: Neubau des [[Stadtarchiv]]s, Umbau [[Petersplatz]] 3 und 4, das damalige Standesamt. [[Altes Rathaus|Kleines Rathaus]] genannt, (1893-1894/1899; kriegszerstört)
* [[Marienplatz]] 16: Neubau des [[Stadtarchiv]]s, Umbau [[Petersplatz]] 3 und 4, das damalige Standesamt, [[Altes Rathaus|Kleines Rathaus]] genannt, (1893–1894/1899; kriegszerstört)
* [[Ledererstraße]]: [[Stadtsparkasse]] (1898-1899; Fassade erhalten)
* [[Augsburgerstraße]] 3, Stätdische Eichamt. (1894)
* [[Thalkirchner Straße 54/60]]: ''Städtisches Amtsgebäude für Arbeiterangelegenheiten'', ehemaliges [[Arbeitsamt]]. (1912-1914)
* [[Ledererstraße]]: [[Stadtsparkasse]] (1898–1899; Fassade erhalten)
* [[Winzererstraße]]: Ehemaliges Wehramt, heutiges [[Stadtarchiv]] (1912-1914)
* [[Thalkirchner Straße 54/60]]: ''Städtisches Amtsgebäude für Arbeiterangelegenheiten'', ehemaliges [[Arbeitsamt]] (1912–1914)
* Galerieflügel am [[Lenbachhaus]] (1929)
* [[Winzererstraße]]: Ehemaliges Wehramt, heutiges [[Stadtarchiv]] (1912–1914)
* Galerieflügel am [[Lenbachhaus]] (1929). Zerstört.


[[Bild:Muegotzingerplatz12011a.jpg|thumb|Schulhaus am Gotzinger-Platz]]
[[Bild:Muegotzingerplatz12011a.jpg|thumb|Schulhaus am Gotzinger-Platz]]
===Bildungsanstalten- und Schulgebäude===
===Bildungsanstalten- und Schulgebäude===
* [[Grundschule am Dom-Pedro-Platz]] (1898-1900)
* [[Grundschule am Dom-Pedro-Platz]] (1898–1900)
* Städtisches [[Waisenhaus]] (1896-1899): Direkt in der Verlängerung der [[Nördliche Auffahrtsallee|Nördlichen]]- und [[Südliche Auffahrtsallee|Südlichen Auffahrtsallee]] gelegen. Zum Teil kriegszerstört.
* Städtisches [[Waisenhaus]] (1896–1899): Direkt in der Verlängerung der [[Nördliche Auffahrtsallee|Nördlichen]]- und [[Südliche Auffahrtsallee|Südlichen Auffahrtsallee]] gelegen. Zum Teil kriegszerstört.
* [[Fürstenrieder Straße]]: Volksschule (1901-1904)
* [[Fürstenrieder Straße]]: Volksschule (1901–1904)
* [[Ridlerstraße]] ''Knabenschule'' (1904-1905): Fundament aus Kiesbeton, Aufbau aus Backstein. Baukosten 567.000 Mark, Inneneinrichtung 75.000 Mark.
* [[Ridlerstraße]] ''Knabenschule'' (1904–1905): Fundament aus Kiesbeton, Aufbau aus [[Backstein]]. Baukosten 567.000 Mark, Inneneinrichtung 75.000 Mark
* [[Liebherrstraße]] 13: Gewerbeschule ''Zentralfortbildungsschule'' (1903-1905)
* [[Liebherrstraße]] 13: Gewerbeschule ''Zentralfortbildungsschule'' (1903–1905)
* [[Implerstraße 35]]: [[Maria-Probst-Realschule]], [[Sendling]] Unterfeld (1911-1912) (Ehedem als Volksschule eröffnet. Mittelstück mit kleinem Türmchen nicht wieder rekonstruiert).
* [[Implerstraße 35]]: [[Maria-Probst-Realschule]], [[Sendling]] Unterfeld (1911–1912) (Ehedem als Volksschule eröffnet. Mittelstück mit kleinem Türmchen nicht wieder rekonstruiert)
* [[Agilolfingerplatz]]: [[Grundschule am Agilolfingerplatz|Grundschule]] (1905-07)
* [[Agilolfingerplatz]]: [[Grundschule am Agilolfingerplatz|Grundschule]] (1905–07)
* [[Gotzinger Platz]]: Ehedem Volksschule nun [[Mittelschule am Gotzinger Platz]] (1904-1906)
* [[Gotzinger Platz]]: Ehedem Volksschule, nun [[Mittelschule am Gotzinger Platz]] (1904–1906). <small>Erbaut von 1905 bis 1907 durch den Dr. Ing. h.c. Hans Grässel. Damals städtischer Baurat. Das Gebäude war so angelegt, dass jeweils ein Haupttrakt für katholisch und jeweils für evangelisch gläubige Kinder getrennt zu Verfügung stand. Von oben gesehen, zwei Längsgebäude die jeweils mit einem Quertrakt verbunden waren. Abbildungen und Beschreibung in der "Deutschen Bauzeitung2 1910 - Heft 6. Und "Profanbau" 1910 Heft 2.</small>
* [[Eduard-Schmid-Straße]]: ''Lehrerinnenbildungsanstalt'' an der ehemaligen Frühlingsstraße, Eröffnung am 3. Dezember 1908. Bereits im Jahre 1943 zerstört. Nun Standort des [[Pestalozzi-Gymnasium]]s; zur [[Au]] gehörig.
* [[Eduard-Schmid-Straße]] in der [[Au]]: ''Lehrerinnenbildungsanstalt'' an der ehemaligen Frühlingsstraße, Eröffnung am 3. Dezember 1908. Bereits im Jahre 1943 zerstört. Nun Standort des [[Pestalozzi-Gymnasium]]s
* [[Fröttmaninger Straße]]: [[Grundschule an der Fröttmaninger Straße|Grundschule]] (1927/28)
* [[Fröttmaninger Straße]]: [[Grundschule an der Fröttmaninger Straße|Grundschule]] (1927/28)


[[Bild:Muealthgraessldpp2012a.jpg|thumb|Altenheim - Heilig-Geist-Spital]]
[[Bild:Muealthgraessldpp2012a.jpg|thumb|Altenheim - Heilig-Geist-Spital]]
===Altersversorgung===
===Altersversorgung===
* [[Dom-Pedro-Platz]] Altersheim [[Haus Heilig Geist|Heilig-Geist-Spital]] und Helig-Geist-Kirche (1904-1907). Einzug im März des Jahres 1907.
* [[Dom-Pedro-Platz]] Altersheim [[Haus Heilig Geist|Heilig-Geist-Spital]] und Helig-Geist-Kirche (1904–1907); Einzug im März des Jahres 1907
* [[Mathildenstraße]]: Erweiterung des ehemaligen Pensionatsgebäudes (1895-1896)
* [[Mathildenstraße]]: Erweiterung des ehemaligen Pensionatsgebäudes (1895–1896)
* Neue Altersheim Sankt Joseph in [[Sendling]]. Bauzeitlich an der Waldfriedhofstraße gelegen (1925-1927)
* [[Städtisches Altenheim St. Josef|Altersheim Sankt Joseph]] in [[Sendling]], bauzeitlich an der [[Waldfriedhofstraße]] gelegen (1925–1927)


[[Bild:Muebavringbanstseite1894a.jpg|thumb|Seitenschnitt des ehemaligen Brausebads, mit integrieter Bedürfnisanstalt]]
[[Bild:Muebavringbanstseite1894a.jpg|thumb|Seitenschnitt des ehemaligen Brausebads, mit integrierter Bedürfnisanstalt]]
===Gesundheitspflege===
===Gesundheitspflege===
* [[Bavariaring]] 5: Das ehemalige Brausebad, mit [[Bedürfnisanstalt]] (aus dem Jahr 1894: Stark verändert, entkernt, Toiletten nur mehr Attrappen)
* [[Bavariaring]] 5: Ehemaliges Brausebad und [[Bedürfnisanstalt]] aus dem Jahr 1894: Stark verändert, fand auch als Trambahnstationshaus verwendung, entkernt. Im Jahr 2018 in ein Gasthaus umgebaut.
* Schulstraße. Ehemaliges Brausen und Wannenbad mit Feuerwehrhaus. (1899) * Vermutlich zerstört.
* [[Thalkirchner Straße]]: [[Klinik Thalkirchner Straße|Dermatologische Klinik]] (1926–1928) zusammen mit [[Richard Schachner]]
* [[Thalkirchner Straße]]: [[Klinik Thalkirchner Straße|Dermatologische Klinik]] (1926–1928) zusammen mit [[Richard Schachner]]
* [[Dall’Armistraße]] 46 in [[Nymphenburg]]: Bürgerheim (1912-1913)
* [[Dall’Armistraße]] 46 in [[Nymphenburg]]: [[Münchener Bürgerheim|Bürgerheim]] (1912–1913)
 
[[Bild:Muenoerdfriedgeggf2015a.jpg|thumb|Am Nordfriedhof]]


[[Datei:Muenoerdfriedgeggf2015a.jpg|thumb|240px|Am Nordfriedhof]]
===Bestattungswesen===
===Bestattungswesen===
* [[Neuer Israelitischer Friedhof]] (1904-08)
* [[Neuer Israelitischer Friedhof]] (1904–08)
* Friedhofsbauten am [[Westfriedhof]],  
* Friedhofsbauten am [[Westfriedhof]],
* [[Nordfriedhof]] an der [[Ungererstraße]] (1896-1899)
* [[Nordfriedhof]] an der [[Ungererstraße]] (1896–1899)
* [[Ostfriedhof]]  
* [[Ostfriedhof]], das dortige Krematorium wurde 1929 eröffnet und ist Hans Grässels letztes Bauwerk.
* [[Waldfriedhof (alter Teil)]]
* [[Waldfriedhof (alter Teil)]]
[[Bild:Muegnadenkapellehg2011b.jpg|thumb|Die Kapelle in der Au aus dem Jahre 1905]]
[[Datei:Mueluisekiesselbachplatz1122019c95.jpg|thumb|Das ''neue'' Josef Spital. 1925-1927. (12/2019)]]


===Sonstige===
===Sonstige===
* [[Reichenbachbrücke]]: Portikus für das [[Ludwig II.]]-Standbild (abgerissen)
* [[Corneliusbrücke]]: Portikus für das [[Ludwig II.]]-Standbild (abgerissen)
* Kaffee- und Milchhäusel an der Reichenbachbrücke (''verschwunden'')
* Kaffee- und Milchhäusel an der Reichenbachbrücke (''verschwunden'')
* Nebst der [[Eduard-Schmid-Straße]] in der [[Au]] in den dortigen Parkanlagen. ''Ölberg-Kapelle'' (1904-1905)
* Neben der [[Eduard-Schmid-Straße]] in der [[Au]] in den dortigen Parkanlagen: ''Ölberg-Kapelle'' (1904–1905)
* [[Lutherkirche]] (1926/27)
* [[Lutherkirche]] (1926/27), Kriegszerstört. Neubau.
[[Bild:Muegnadenkapellehg2011b.jpg|thumb|Die Kapelle in der Au aus dem Jahre 1905]]


==Literatur und Nachweise==
==Literatur und Nachweise==
*München und seine Bauten
* R. Bauer, Peter M. Bode: ''Ansichten und Einsichten. Hans Grässels Fotosammlung zur Architekturgeschichte Münchens 1860–1945.'' Hrsg. von [[Richard Bauer]]. Verlag Hugendubel, München, 1994. ISBN 3-88034-749-2.
*100 Jahre Hans Grässl
* ''Schon Ordnung ist Schönheit.'', Friedhofsbauten Hans Grässel
*öffentliche Bauten von Baurat Hans Grässel
* ''Hans Grässel - Bauten und Entwürfe - 1890 - 1917.'' Seyfried, Schnell, München 1917.
*Hans Grässel - Architekt und Baurat in München
* Hans Grässel: ''Das neue Sparkassen- u. Stadtbauamt-Gebäude an der Sparkassenstraße in München.'' Kastner & Callwey, München 1911
*''Schon Ordnung ist Schönheit'', Friedhofbauten Hans Grässel
* Hans Grässel: ''Beschreibung des städtischen Volksschulgebäudes in der Alten Heide.'' Karl Schnell, München 1928.
*Bauer, Bode; ''Ansichten und Einsichten'', Hans Grässels Fotosammlung.
* Hans Grässel: ''Das neue Altersheim Sankt Joseph der Stadt München.'' Seyfried, Schnell, München 1929.
::(Details zu den Büchern siehe [[Bücherbrett]])
* Megele: ''Baugeschichtlicher Atlas der Landeshauptstadt München.'' Selbstverlag, München 1951.


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