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Am 23. September 1933 stellte der NSDAP-Stadtrat W. Holzwarth den Antrag auf Umbenennung der Schüleinstraße und des Schüleinplatzes in [[Berg am Laim]]. In seiner Begründung gab er an, | Am 23. September 1933 stellte der NSDAP-Stadtrat W. Holzwarth den Antrag auf Umbenennung der Schüleinstraße und des Schüleinplatzes in [[Berg am Laim]]. In seiner Begründung gab er an, | ||
{{Zitat|... dass der „Kommerzienrat Joseph Schülein keine besonderen Verdienste, weder in sozialer Hinsicht, noch um die Stadtgemeinde München im Besonderen, nachgewiesen werden können“ und aus diesem Grund „keine Veranlassung besteht, dass in einem nationalsozialistischen Staate eine Strasse und ein Platz nach einem Juden benannt werden. | {{Zitat|:... dass der „Kommerzienrat Joseph Schülein keine besonderen Verdienste, weder in sozialer Hinsicht, noch um die Stadtgemeinde München im Besonderen, nachgewiesen werden können“ und aus diesem Grund „keine Veranlassung besteht, dass in einem nationalsozialistischen Staate eine Strasse und ein Platz nach einem Juden benannt werden. | ||
"Schülein war Hauptaktionär und Aufsichtsrat-Vorsitzender der Löwenbrauerei und bei seinem nicht unbeträchtlichen Einkommen und grossem Vermögen, dürfte es wohl nicht als besonderes Verdienst anzurechnen sein, wenn er von diesen Geldern wieder einen kleinen Bruchteil der Allgemeinheit für bestimmte Zwecke zur Verfügung stellte". [...] | |||
"Ausserdem hat meines Wissens gerade Schülein dafür gesorgt, dass der grösste Teil der Landbrauereien Bayerns [mehrere 1.000 Betriebe] durch die Löwenbrauerei aufgekauft wurden. Sämtliche aufgekauften Betriebe wurden sofort geschlossen, wodurch die in Bayern blühende Land-Bier-Industrie vollständig vernichtet wurde." | |||
Sämtliche aufgekauften Betriebe wurden sofort geschlossen, wodurch die in Bayern blühende Land-Bier-Industrie vollständig vernichtet wurde. | |||
"Die daraus sowohl für die einschlägige Industrie und das Handwerk, als auch für den Arbeitslosenmarkt entstandenen und zugefügten Schäden sind gar nicht zu übersehen“.<ref>[http://www.hartbrunner.de/fakten/d_fakten.php?id=1674 23. September 1933 – Antrag auf Umbenennung der Schüleinstraße in Berg am Laim], Münchner Zeitensprünge</ref>}} | |||
Schüleinstraße und Schüleinplatz wurden von den NS-Machthabern am 7. Dezember 1933 in Halserspitzstraße und Halserspitzplatz umbenannt. Am 7. August 1945<ref name="Knau_386">Christl Knauer-Nothaft, Erich Kasberger: ''Berg am Laim, von den Siedlungsanfängen zum modernen Stadtteil Münchens.'' Volk, München 2007, ISBN 978-3-937200-16-3, S. 386.</ref> erfolgte wieder die Benennung nach Schülein. | Schüleinstraße und Schüleinplatz wurden von den NS-Machthabern am 7. Dezember 1933 in Halserspitzstraße und Halserspitzplatz umbenannt. Am 7. August 1945<ref name="Knau_386">Christl Knauer-Nothaft, Erich Kasberger: ''Berg am Laim, von den Siedlungsanfängen zum modernen Stadtteil Münchens.'' Volk, München 2007, ISBN 978-3-937200-16-3, S. 386.</ref> erfolgte wieder die Benennung nach Schülein. | ||
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