Theodor Fischer: Unterschied zwischen den Versionen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
1.248 Bytes hinzugefügt ,  1. September 2012
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 116: Zeile 116:
Die Publikation der städtebaulichen Planungen Theodor Fischers in München will zum einen die Planungen katalogisieren und ihren Umfang im damaligen und heutigen Stadtgebiet in synoptischer Weise aufzeigen und sie zum anderen durch aktuelle Aufnahmen in ihrem heutigen Kontext dokumentieren. Im Vergleich der Planungen mit den Bildern des Photographen Markus Lanz wird an ausgesuchten Beispielen auch die Vorgehensweise Theodor Fischers klar: sein pragmatischer Umgang mit den baurechtlichen und grundstückstechnischen Vorgaben, sein baukünstlerischer Anspruch und der Weitblick zur städtebaulichen Entwicklung einer Großstadt.
Die Publikation der städtebaulichen Planungen Theodor Fischers in München will zum einen die Planungen katalogisieren und ihren Umfang im damaligen und heutigen Stadtgebiet in synoptischer Weise aufzeigen und sie zum anderen durch aktuelle Aufnahmen in ihrem heutigen Kontext dokumentieren. Im Vergleich der Planungen mit den Bildern des Photographen Markus Lanz wird an ausgesuchten Beispielen auch die Vorgehensweise Theodor Fischers klar: sein pragmatischer Umgang mit den baurechtlichen und grundstückstechnischen Vorgaben, sein baukünstlerischer Anspruch und der Weitblick zur städtebaulichen Entwicklung einer Großstadt.


 
In den folgenden acht Jahren seiner amtlichen Tätigkeit gelang es Fischer, dem Drängen der privaten Bauinteressenten und der Grundstücksgesellschaften gerecht zu werden, ohne die soziokulturellen und ästhetischen Ansprüche zu vernachlässigen. Die in dieser Zeit von dem Wiener Architekten Camillo Sitte entwickelten Vorstellungen eines »künstlerischen Städtebaus«, denen sich Rettig und Fischer verpflichtet sahen, eröffneten auch für München die Möglichkeit, in der Gestaltung von Straßen, Plätzen und Baulinien vorhandene Wegestrukturen aufzunehmen und auf bestehende Grundstücks- und Besitzverhältnisse einzugehen.
 
Bis auf wenige Ausnahmen ersetzte Fischer die geometrisch-starren Alignement-Planungen des 1891 verstorbenen Baurats Arnold von Zenetti, deren unflexible Parzellierungsweise ohne ein entsprechendes Enteignungsrecht auch gar nicht durchsetzbar gewesen wäre. Die Rücksichtnahme der städtebaulichen Planungen auf alte Besitzabgrenzungen hatte für Theodor Fischer neben den praktischen Vereinfachungen der Grundstücksteilungen und seinen ästhetischen Absichten auch eine grundlegende Bedeutung im Sinne einer Bewahrung der Geschichte eines Ortes durch den Erhalt der Struktur von Flurwegen und Feldgrenzen.




3.067

Bearbeitungen

Navigationsmenü