Bibliothek des Instituts für Zeitgeschichte: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Bibliothek des [[Institut für Zeitgeschichte|Instituts für Zeitgeschichte]] ist eine öffentlich zugängliche wissenschaftliche Spezialbibliothek in München. Sie ist die bedeutendste Spezialbibliothek auf dem Fachgebiet der NS-Geschichte. Seit 1953 ist sie Herausgeber eines Bibliografischen Informationsdienstes zu den wichtigsten Neuerscheinungen der zeitgeschichtlichen Forschung.  
Die Bibliothek des [[Institut für Zeitgeschichte|Instituts für Zeitgeschichte]] ist eine öffentlich zugängliche wissenschaftliche Spezialbibliothek in München. Sie ist die bedeutendste Spezialbibliothek auf dem Fachgebiet der NS-Geschichte. Seit 1953 ist sie Herausgeber eines Bibliografischen Informationsdienstes zu den wichtigsten Neuerscheinungen der zeitgeschichtlichen Forschung.  
== Geschichte ==
== Geschichte ==
Die ersten Überlegungen zur Gründung eines großen Instituts zur Erforschung der Geschichte der Nationalsozialistischen Politik mit sieben Abteilungen gab es bereits 1947, allerdings scheiterten diese mit der Währungsreform 1948. Im Jahr 1949 wurde dann in deutlich abgespeckter Form als die ursprünglichen Pläne eine Sammelstelle für Literatur über die NS-Zeit gegründet. Zu Beginn wuchs der Bestand vor allem durch Schenkungen, Aussonderungen und konfiszierte Bücher aus dem Gewahrsam der Besatzungsmächte. Besonders bedeutsam war die Übernahme des Bestands der HICOG-Bibliothek. Der Bestandsaufbau erfolgte insgesamt sehr schnell.  
Die ersten Überlegungen zur Gründung eines großen Instituts zur Erforschung der Geschichte der Nationalsozialistischen Politik mit sieben Abteilungen gab es bereits 1947, allerdings scheiterten diese mit der Währungsreform 1948. Im Jahr 1949 wurde dann in deutlich abgespeckter Form als die ursprünglichen Pläne eine Sammelstelle für Literatur über die NS-Zeit gegründet. Zu Beginn wuchs der Bestand vor allem durch Schenkungen, Aussonderungen und konfiszierte Bücher aus dem Gewahrsam der Besatzungsmächte. Besonders bedeutsam war die Übernahme des Bestands der HICOG-Bibliothek. Der Bestandsaufbau erfolgte insgesamt sehr schnell.
Anfang der 50er Jahre entwickelte die Bibliothek eine eigene Haussystematik und ein eigenes Katalogsystem, das über die Jahre immer wieder neu angepasst wurde. In den 70er Jahre wurde der Sammelschwerpunkt von Militärgeschichte zu Vor- und Frühgeschichte der BRD und Geschichte von SBZ und DDR verlagert. Ab den 90er Jahren kam auch verstärkt Literatur zu Totalitarismusfoschung und Systemwechsel in Mittel- und Osteuropa hinzu.  
 
Anfang der [[1950er]]-Jahre entwickelte die Bibliothek eine eigene Haussystematik und ein eigenes Katalogsystem, das über die Jahre immer wieder neu angepasst wurde. In den 70er Jahre wurde der Sammelschwerpunkt von Militärgeschichte zu Vor- und Frühgeschichte der BRD und Geschichte von SBZ und DDR verlagert. Ab den 90er Jahren kam auch verstärkt Literatur zu Totalitarismusfoschung und Systemwechsel in Mittel- und Osteuropa hinzu.  
 
Seit 1991 ist die Bibliothek Mitglied im Bibliotheksverbund Bayern. 1995 wurde der Zettelkatalog abgebrochen und mit dem Aufbau der IfZ Datenbank begonnen.  
Seit 1991 ist die Bibliothek Mitglied im Bibliotheksverbund Bayern. 1995 wurde der Zettelkatalog abgebrochen und mit dem Aufbau der IfZ Datenbank begonnen.  
==Bestand==
==Bestand==
Der Bestand der Bibliothek beläuft sich auf 178.00 Bände und rund 300 laufende Zeitschriften. Inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf den Themengebieten Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, Geschichte Europas im 20. Jahrhundert, Nationalsozialismus, Drittes Reich und Geschichte der internationalen Beziehungen. Da es sich um eine Präsenzbibliothek handelt, sind die Bestände ausschließlich vor Ort nutzbar.
Der Bestand der Bibliothek beläuft sich auf 178.00 Bände und rund 300 laufende Zeitschriften. Inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf den Themengebieten Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, Geschichte Europas im 20. Jahrhundert, Nationalsozialismus, Drittes Reich und Geschichte der internationalen Beziehungen. Da es sich um eine Präsenzbibliothek handelt, sind die Bestände ausschließlich vor Ort nutzbar.
==Ausstattung==
==Ausstattung==
* Die Bibliothek verfügt über 24 Arbeitsplätze.
* Die Bibliothek verfügt über 24 Arbeitsplätze.
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Link zum Online-Katalog: https://opac.ifz-muenchen.de/webOPACClient.ifzsis/start.do?Login=woifz
Link zum Online-Katalog: https://opac.ifz-muenchen.de/webOPACClient.ifzsis/start.do?Login=woifz
==Anschrift und Kontakt==
==Anschrift und Kontakt==
[[Leonrodstraße]] 46b
{{Adresse
 
| Name          = 
Tel.: +49 89 1 26 88 112
| Straße        =  [[Leonrodstraße]] 46b
 
| PLZ            =  80636
E-Mail: bibliothek@ifz-muenchen.de  
| Stadt          =  München
| Postfachnummer =  (optional)
| Postfach-PLZ  =  (optional)
| Telefon        =  089 12688112
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| eMail          =  bibliothek@ifz-muenchen.de  
| MVV            = 
| WWW            =  www.ifz-muenchen.de/bibliothek
}}


Website und weitere Informationen
== Literatur ==
https://www.ifz-muenchen.de/bibliothek
* 50 Jahre Institut für Zeitgeschichte. Eine Bilanz. Hrsg. von Horst Möller und Udo Wengst, München 1999
50 Jahre Institut für Zeitgeschichte. Eine Bilanz. Hrsg. von Horst Möller und Udo Wengst, München 1999


[[Kategorie:Bibliothek]]
[[Kategorie:Bibliothek]]
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