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1956 wurde nach Hilble in [[Neuhausen-Nymphenburg]] auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne die ''Hilblestraße'' benannt. Sein besonderes Verdienst, so die offizielle Begründung, sei seine Initiative als ''verdienter Leiter des städtischen Wohlfahrts- und Jugendamtes'' zum Bau eines Altersheimes (das [[Münchenstift|St.-Josef-Heim]], mittlerweile bei der Münchenstift gGmbH) gewesen. | 1956 wurde nach Hilble in [[Neuhausen-Nymphenburg]] auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne die ''Hilblestraße'' benannt. Sein besonderes Verdienst, so die offizielle Begründung, sei seine Initiative als ''verdienter Leiter des städtischen Wohlfahrts- und Jugendamtes'' zum Bau eines Altersheimes (das [[Münchenstift|St.-Josef-Heim]], mittlerweile bei der Münchenstift gGmbH) gewesen. | ||
2012 publizierte die [[Geschichtswerkstatt Neuhausen]] das Buch ''Von der „Aiblingerstraße“ bis „Zum Künstlerhof“'', in dem die Straßennamen im Münchner Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg erläutert werden. Zur Hilblestraße heißt es darin: „Rund zehn Jahre nach der NS-Herrschaft eine Straße nach einem Mann zu benennen, der das System der Nazis und damit den verordneten Antisemitismus stützte und diesen in die Tat umsetzte, ist eigentlich unverständlich.“ Der Verein forderte die Stadt auf, diesen „unhaltbaren Zustand“ zu ändern. <ref>[ | 2012 publizierte die [[Geschichtswerkstatt Neuhausen]] das Buch ''Von der „Aiblingerstraße“ bis „Zum Künstlerhof“'', in dem die Straßennamen im Münchner Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg erläutert werden. Zur Hilblestraße heißt es darin: „Rund zehn Jahre nach der NS-Herrschaft eine Straße nach einem Mann zu benennen, der das System der Nazis und damit den verordneten Antisemitismus stützte und diesen in die Tat umsetzte, ist eigentlich unverständlich.“ Der Verein forderte die Stadt auf, diesen „unhaltbaren Zustand“ zu ändern. <ref>Bayerische Staatszeitung: [https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/leben-in-bayern/detailansicht-leben-in-bayern/artikel/dunkle-vergangenheit-eines-wohl-taeters.html Dunkle Vergangenheit eines „Wohl“täters]</ref>. Der Bezirksausschuss von Neuhausen-Nymphenburg beantragte daraufhin beim Münchner Stadtrat eine Überprüfung der Namensgebung dieser Straße. Der Kommunalausschuss entschied, diesbezüglich erst die Ergebnisse einer vom Stadtrat in Auftrag gegebenen Studie abzuwarten.<ref>Rathaus-Informationssystem: [http://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/2344729.pdf Sitzungsvorlage]</ref>: Seit 2010 wird an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Ludwig-Maximilians-Universität]] die Rolle der Münchner Stadtverwaltung in der NS-Zeit untersucht. Mögliche Straßenumbenennungen sollen erst nach der Publikation dieser Studie erfolgen, die auf 15 Jahre veranschlagt wird. <ref>[[Münchner Merkur]], 25. November 2012: [http://www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/keine-ehre-gebuehrt-2636792.html Wem keine Ehre gebührt]</ref> | ||
Die Hilblestraße war Thema im Rahmen des Kunstprojektes ''[[Memory Gaps - Erinnerungslücken]]'' der Malerin [[Konstanze Sailer]]. Dabei wurde auf die „verwaltungstechnische Geschmacklosigkeit“ hingewiesen, dass die Hilblestraße eine Nebenstraße der Dachauer Straße ist.<ref>[https://www.freitag.de/autoren/uwe-frank/vielschichtiges-digitales-gedenken]</ref> | Die Hilblestraße war Thema im Rahmen des Kunstprojektes ''[[Memory Gaps - Erinnerungslücken]]'' der Malerin [[Konstanze Sailer]]. Dabei wurde auf die „verwaltungstechnische Geschmacklosigkeit“ hingewiesen, dass die Hilblestraße eine Nebenstraße der Dachauer Straße ist.<ref>Der Freitag: [https://www.freitag.de/autoren/uwe-frank/vielschichtiges-digitales-gedenken Vielschichtiges digitales Gedenken]</ref> | ||
Im Rahmen ihres Projektes benannte die Künstlerin die Hilblestraße nach einer in der Tötungsanstalt Bernburg ermordeten jüdischen Widerständlerin vorübergehend in ''Henriette-Rothkirch-Straße'' um.<ref> [http://www.memorygaps.eu/gap-september-2015/]</ref> | Im Rahmen ihres Projektes benannte die Künstlerin die Hilblestraße nach einer in der Tötungsanstalt Bernburg ermordeten jüdischen Widerständlerin vorübergehend in ''Henriette-Rothkirch-Straße'' um.<ref> Memory Gaps:[http://www.memorygaps.eu/gap-september-2015/ September 2015]</ref> | ||
Laut Stadtratsbeschluss vom 2. Februar 2022 wurde die Straße in [[Maria-Luiko-Straße]] umbenannt. Von der Umbenennung waren 1779 Privatpersonen, 153 Gewerbetriebe und 996 Eigentümer betroffen. <ref>[[Süddeutsche Zeitung]], 14. Januar 2022: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-neuhausen-hilblestrasse-umbenennung-1.5506762 Hilblestraße wird umbenannt]</ref>. | Laut Stadtratsbeschluss vom 2. Februar 2022 wurde die Straße in [[Maria-Luiko-Straße]] umbenannt. Von der Umbenennung waren 1779 Privatpersonen, 153 Gewerbetriebe und 996 Eigentümer betroffen. <ref>[[Süddeutsche Zeitung]], 14. Januar 2022: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-neuhausen-hilblestrasse-umbenennung-1.5506762 Hilblestraße wird umbenannt]</ref>. | ||
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