Karoline Wittmann: Unterschied zwischen den Versionen

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Karoline Wittmann war Mitglied des [[Berufsverbandes Bildender Künstler-BBK München]], der Neuen [[Münchner Künstlergenossenschaft]] und der [[Gedok]]. In der Großen Kunstausstellung im [[Haus der Kunst]] stellte sie jährlich von 1949-1960 aus. Vorbilder für sie waren Vincent van Gogh, Paul Cezanne und Lovis Corinth.  
Karoline Wittmann war Mitglied des [[Berufsverbandes Bildender Künstler-BBK München]], der Neuen [[Münchner Künstlergenossenschaft]] und der [[Gedok]]. In der Großen Kunstausstellung im [[Haus der Kunst]] stellte sie jährlich von 1949-1960 aus. Vorbilder für sie waren Vincent van Gogh, Paul Cezanne und Lovis Corinth.  


1956 zeigten sich bereits erste Anzeichen der Schizophrenie, zwei Aufenthalte im [[Haar|Nervenkrankenhaus Haar]] folgten. In dieser Zeit entwickelte Karoline Wittmann eine enorme Schaffenskrafft, jährlich malte sie bis 36 Bilder. Sie nutzte das Tageslicht im Atelier voll aus und arbeitete an mehreren Bildern gleichzeitig, d.h. sie konnte an den Bildern erst dann weitermalen, wenn die Ölfarben getrocknet waren, um ungewollte Farbvermischungen zu vermeiden. Ihre Themen bestimmte sie selbst. Sie konnte das, weil sie keine Auftragsarbeiten bekam, keine Kontakte zu Museen und Galerien hatte, obwohl sie regelmäßig in der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst ausstellte. Zu dieser Zeit war die Abstrakte oder informelle Malerei gefragt.  
1956 zeigten sich bereits erste Anzeichen der Schizophrenie, zwei Aufenthalte im [[Haar|Nervenkrankenhaus Haar]] folgten. In dieser Zeit entwickelte Karoline Wittmann eine enorme Schaffenskrafft, jährlich malte sie bis 36 Bilder. Sie nutzte das Tageslicht im Atelier voll aus und arbeitete an mehreren Bildern gleichzeitig, d.h. sie konnte an den Bildern erst dann weitermalen, wenn die Ölfarben getrocknet waren, um ungewollte Farbvermischungen zu vermeiden. Ihre Themen bestimmte sie selbst. Sie konnte das, weil sie keine Auftragsarbeiten bekam, keine Kontakte zu Museen und Galerien hatte, obwohl sie regelmäßig in der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst ausstellte. Zu dieser Zeit war die '''abstrakte''' oder '''informelle Malerei''' gefragt.  


Paul Wittmann verzichtete zu Gunsten seiner Frau auf künstlerische Tätigkeiten und Entwicklung und sicherte den Lebensunterhalt der kleinen Familie durch Restaurierungsarbeiten von Antiquitäten für Museen, Kirchen und Antiquitätenhändler wie Edmund Löwe (Kunst und Krempel), Urban und Pirigal, Bernheimer. Ihr letztes Bild entstand 1965. Nach einem Krankenhausaufenthalt im Nervenkrankenhaus [[Haar]] und  drei Elektroschockbehandlungen war ihre Schaffenskraft gebrochen.  
Paul Wittmann verzichtete zu Gunsten seiner Frau auf künstlerische Tätigkeiten und Entwicklung und sicherte den Lebensunterhalt der kleinen Familie durch Restaurierungsarbeiten von Antiquitäten für Museen, Kirchen und Antiquitätenhändler wie Edmund Löwe (Kunst und Krempel), Urban und Pirigal, Bernheimer. Ihr letztes Bild entstand 1965. Nach einem Krankenhausaufenthalt im Nervenkrankenhaus [[Haar]] und  drei Elektroschockbehandlungen war ihre Schaffenskraft gebrochen.  
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