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Auf 8,7 Hektar der Fläche befindet sich das Sicherheitsgelände der [[Bundespolizei]]. Diese nutzt die bestehenden, zum Teil denkmalgeschützten Gebäude rund um den so genannten Ehrenhain und die dazugehörigen Sportflächen. | Auf 8,7 Hektar der Fläche befindet sich das Sicherheitsgelände der [[Bundespolizei]]. Diese nutzt die bestehenden, zum Teil denkmalgeschützten Gebäude rund um den so genannten Ehrenhain und die dazugehörigen Sportflächen. | ||
Der Domagkpark ist über die Tramlinie 23 mit der [[Münchner Freiheit]] verbunden. | Der Domagkpark ist über die Tramlinie 23 mit der [[Münchner Freiheit]] verbunden. | ||
Vor dem Hintergrund der besseren Vermarktung erfolgten Überlegungen über eine Umbenennung. Jetziger Namensgeber ist der Mediziner und Nobelpreisträger [[Gerhard Domagk]].<ref>[http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/funkkaserne-wird-domagk-park-100.html|titel=München entmilitarisiert Baugebiet: Die Funkkaserne heißt künftig Domagkpark|werk] .und [https://web.archive.org/web/20151119200359/http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/funkkaserne-wird-domagk-park-100.html|archiv-datum=2015-11-19|zugriff=2015-11-19]</ref> Nachdem durch Bibliotheksrecherchen sichergestellt wurde, dass der Name ''Gerhard Domagk'', nach dem das Areal benannt werden sollte, nicht durch die [[Zeit des Nationalsozialismus]] belastet ist, stimmte der Stadtrat einer Umbenennung zu. | Vor dem Hintergrund der besseren Vermarktung erfolgten Überlegungen über eine Umbenennung. Jetziger Namensgeber ist der Mediziner und Nobelpreisträger [[Gerhard Domagk]].<ref>[http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/funkkaserne-wird-domagk-park-100.html|titel=München entmilitarisiert Baugebiet: Die Funkkaserne heißt künftig Domagkpark|werk] .und [https://web.archive.org/web/20151119200359/http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/funkkaserne-wird-domagk-park-100.html|archiv-datum=2015-11-19|zugriff=2015-11-19]</ref> Nachdem durch Bibliotheksrecherchen sichergestellt wurde, dass der Name ''Gerhard Domagk'', nach dem das Areal benannt werden sollte, nicht durch die [[Zeit des Nationalsozialismus]] belastet ist, stimmte der Stadtrat einer Umbenennung zu. | ||
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Der DomagkPark befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen „Funkkaserne“. Zwischen 1936 und 1938 von den Nationalsozialisten als Luftwaffen-Nachrichten Kaserne erbaut, betrieb nach dem Zweiten Weltkrieg die US-Armee hier eine Übergangsunterkunft für überwiegend aus Osteuropa verschleppte Zwangsarbeiter. Die „UN relief and rehabilitation administration“ (UNRRA) kümmerte sich von hier aus um deren Rückführung. | Der DomagkPark befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen „Funkkaserne“. Zwischen 1936 und 1938 von den Nationalsozialisten als Luftwaffen-Nachrichten Kaserne erbaut, betrieb nach dem Zweiten Weltkrieg die US-Armee hier eine Übergangsunterkunft für überwiegend aus Osteuropa verschleppte Zwangsarbeiter. Die „UN relief and rehabilitation administration“ (UNRRA) kümmerte sich von hier aus um deren Rückführung. | ||
Im Jahr 1956 ging die Kaserne in die Verantwortung der Bundeswehr über. Bis 1992 war die Funkkaserne Standort für mehrere Pionierbataillons und einer Panzerkompanie. | Im Jahr 1956 ging die Kaserne in die Verantwortung der Bundeswehr über. Bis 1992 war die Funkkaserne Standort für mehrere Pionierbataillons und einer Panzerkompanie. | ||
Ab 1993 wurden einzelne Gebäude für die zivile Nutzung freigegeben und der Einzug der ersten Künstlerateliers begann. Zeitweise verteilten sich bis zu 300 Ateliers über das Gelände, was die „Domagkateliers“ zu einer der größten Künstlerkolonien Deutschlands machte. | Ab 1993 wurden einzelne Gebäude für die zivile Nutzung freigegeben und der Einzug der ersten Künstlerateliers begann. Zeitweise verteilten sich bis zu 300 Ateliers über das Gelände, was die „Domagkateliers“ zu einer der größten Künstlerkolonien Deutschlands machte.<ref>[https://www.domagkpark.de/entstehungsgeschichte.html DomagkPark Genossenschaft eG]</ref> | ||
Nach dem Ende der militärischen Nutzung leitete die Landeshauptstadt München 1992 eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme für das Kasernengelände ein. Im Jahr 2005 wurde ein Teilbereich von etwa 24,3 Hektar durch die Landeshauptstadt München erworben. Die restliche Fläche von ca. 8,7 Hektar verbleibt im Eigentum der Bundesrepublik. Hier etabliert sich nun das Stammgelände der Bundespolizei in München. Sie nutzt die bestehenden, zum Teil denkmalgeschützten Gebäude rund um den „Ehrenhain“ und die dazu gehörigen Sportflächen und plant eine weitere bauliche Verdichtung. | Nach dem Ende der militärischen Nutzung leitete die Landeshauptstadt München 1992 eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme für das Kasernengelände ein. Im Jahr 2005 wurde ein Teilbereich von etwa 24,3 Hektar durch die Landeshauptstadt München erworben. Die restliche Fläche von ca. 8,7 Hektar verbleibt im Eigentum der Bundesrepublik. Hier etabliert sich nun das Stammgelände der Bundespolizei in München. Sie nutzt die bestehenden, zum Teil denkmalgeschützten Gebäude rund um den „Ehrenhain“ und die dazu gehörigen Sportflächen und plant eine weitere bauliche Verdichtung. | ||
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