Fritz Schäffer: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Jurist '''Fritz Schäffer''' (* 12. Mai [[1888]] in [[München]]; † 29. März [[1967]] in Berchtesgaden) wurde [[1945]] der erste Bayerische Ministerpräsident nach dem [[Zweiten Weltkrieg]]. Am 25. Mai [[1945]] ernannt die nunmehrige [[Militärregierung]] der US-Truppen in Bayern den früheren Vorsitzenden der Bayerischen Volkspartei zum allein ihr verantwortlichen [[Ministerpräsident]]en der zivilen deutschen Verwaltungen in ihrem Zuständigkeitsbereich.
Der Jurist '''Fritz Schäffer''' (* 12. Mai [[1888]] in [[München]]; † 29. März [[1967]] in Berchtesgaden) wurde [[1945]] der erste Bayerische [[Ministerpräsident]] nach dem [[Zweiten Weltkrieg]]. Am 25. Mai [[1945]] ernannt die [[Militärregierung]] der [[US-Armee|US-Truppen]] in [[Bayern]] den früheren Vorsitzenden der [[Bayerische Volkspartei|Bayerischen Volkspartei]] zum allein ihr verantwortlichen Ministerpräsidenten der zivilen deutschen Verwaltungen in ihrem Zuständigkeitsbereich.


Er betätigte sich im Weiteren als Politiker in der BVP und später in der [[CSU]]. Von 1949 bis 1957 war er in Bonn Bundesminister der Finanzen und von 1957 bis 1961 Bundesminister der Justiz.
Er betätigte sich im Weiteren als Politiker in der BVP und später in der [[CSU]]. Von 1949 bis 1957 war er in Bonn Bundesminister der Finanzen und von 1957 bis 1961 Bundesminister der Justiz.


==Lebenslauf, Ausbildung und Beruf==
==Lebenslauf, Ausbildung und Beruf==
Schäffer war Sohn des späteren Postamtsdirektors Gottfried Schäffer und dessen Frau Amalie, einer geb. Mayr. Er besuchte die katholische Volksschule in [[Ingolstadt]] und das humanistische Gymnasium in Neuburg an der Donau und in München. Danach studierte er die Rechts- und Staatswissenschaften in München. Sein zweites juristischen Staatsexamen bestand er [[1916]]. Er diente im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] 1915/16 als Infanterist an der Front. [[1917]] wurde er Assessor im [[Bayerisches Staatsministerium des Innern|bayerischen Innenministerium]] und begann damit eine Verwaltungskarriere bis er [[1933]] von den Nationalsozialisten aus dem Staatsdienst entlassen und am 26. Juni 1933 verhaftet wurde. Von 1918 bis zu ihrer Auflösung 1933 war Schäffer Mitglied der Bayerischen Volkspartei (BVP) und ab [[1929]] deren Vorsitzender. Vom 16. September [[1931]] bis 16. März 1933 war Schäffer als Staatsrat mit der Führung der Geschäfte des bayerischen Finanzministeriums beauftragt.  
Schäffer war Sohn des späteren Postamtsdirektors Gottfried Schäffer und dessen Frau Amalie, einer geb. Mayr. Er besuchte die katholische Volksschule in [[Ingolstadt]] und das humanistische Gymnasium in Neuburg an der Donau und in [[München]]. Danach studierte er die Rechts- und Staatswissenschaften in München. Sein zweites juristischen Staatsexamen bestand er [[1916]]. Er diente im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] 1915/16 als Infanterist an der Front. [[1917]] wurde er Assessor im [[Bayerisches Staatsministerium des Innern|bayerischen Innenministerium]] und begann damit eine Verwaltungskarriere, bis er [[1933]] von den Nationalsozialisten aus dem Staatsdienst entlassen und am 26. Juni 1933 verhaftet wurde. Von 1918 bis zu ihrer Auflösung 1933 war Schäffer Mitglied der Bayerischen Volkspartei (BVP) und ab [[1929]] deren Vorsitzender. Vom 16. September [[1931]] bis 16. März 1933 war Schäffer als Staatsrat mit der Führung der Geschäfte des bayerischen Finanzministeriums beauftragt.  


Nach seiner Freilassung [[1934]] durfte er als Rechtsanwalt tätig werden. Nach dem Attentat auf Hitler am [[20. Juli 1944]] wurde er erneut verhaftet und im [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]] ohne Verfahren inhaftiert.
Nach seiner Freilassung [[1934]] durfte er als Rechtsanwalt tätig werden. Nach dem Attentat auf Hitler am [[20. Juli 1944]] wurde er erneut verhaftet und im [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]] ohne Verfahren inhaftiert.


1945 gehörte Schäffer zu den Mitbegründern der CSU und wurde deren Vorsitzender in München. Von [[1920]] bis 1933 war Schäffer für den Wahlkreis [[Kelheim]]-Mainburg-Rottenburg [[Bayerischer Landtag|Mitglied des Bayerischen Landtages]] (MdL).  
1945 gehörte Schäffer zu den Mitbegründern der CSU und wurde deren Vorsitzender in München. Von [[1920]] bis 1933 war Schäffer für den Wahlkreis Kelheim-Mainburg-Rottenburg [[Bayerischer Landtag|Mitglied des Bayerischen Landtages]] (MdL).  


Von [[1949]] bis [[1961]] war er Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB aus dem Wahlkreis Passau). Aus Altersgründen kandidierte er dann bei der Bundestagswahl 1961 nicht mehr.
Von [[1949]] bis [[1961]] war er [[Bundestagsabgeordneter|Mitglied des Deutschen Bundestages]] (MdB aus dem Wahlkreis Passau). Aus Altersgründen kandidierte er bei der Bundestagswahl 1961 nicht mehr.


==Gedenken, Ehrungen==
==Gedenken, Ehrungen==
Zu seinen Auszeichnungen gehört der [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerische Verdienstorden]] (1958) und im gleichen Jahr die Ehrenbürgerschaft der Stadt Passau.
Zu seinen Auszeichnungen gehört der [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerische Verdienstorden]] (1958) und im gleichen Jahr die Ehrenbürgerschaft der Stadt Passau. In [[Neuperlach]] ist die [[Fritz-Schäffer-Straße]] nach ihm benannt.


== Literatur ==
== Literatur ==
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[[Kategorie:Landtagsabgeordneter]]
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter]]
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter]]
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter]]
[[Kategorie:Alumni der Ludwig-Maximilians-Universität]]
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