Simplicissimus: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter den bedeutenden Zeichnern trug neben Thomas Theodor Heine, Olaf Gulbransson, F. v. Reznicek oder [[Eduard Thöny]] und Rudolf Wilke in großem Umfang mit seinen Karikaturen zum Erfolg der Zeitschrift bei.  
Unter den bedeutenden Zeichnern trug neben Thomas Theodor Heine, Olaf Gulbransson, F. v. Reznicek oder [[Eduard Thöny]] und Rudolf Wilke in großem Umfang mit seinen Karikaturen zum Erfolg der Zeitschrift bei.  


==Bis 1914==
Die Zeitschrift unterlag immer wieder Zensuren. Es gab sogar ein Verfahren gegen Majestätsbeleidigung. Einige Zeichner mussten sogar zeitweise ins Gefängnis. Das schwächte den Simplicissimus aber nicht. Ganz im Gegenteil er wurde im Laufe der Jahre deswegen konsequent zu einem politischen Satireblatt weiter entwickelt.
Ab 1906 verliesen oder starben einige wichtige Zeichner die Redaktion. Zudem starb 1909 Albert Langen.
Doch man konnte sich mit mehrseitigen Anzeigen von Verlagsprogrammen und anderen Künstlern über Wasser halten.
War die Zeitschrift eine kritische Stimme gegen das Kaiserreich und dessen Politik und dessen Millitarismus so änderte sich das mit ausbruch des ersten Weltkriegs.
Der Patriotismus hielt nun im Simplicissimus einzug und auch der Krieg wurde als notwendig und richtig begründet. Das Blatt wurde zunehmend kriegsverherrlichend. Diese Zeit wird als der Journalistische Tiefpunkt der Zeitschrift angesehen.
==Die Weimarer Republik==
Mit dem Sturz der Monarchie hatte der Simplicissimus seine Zielscheibe den Kaiser und dessen stark konservative Gesellschaft vor 1914 verloren. Doch die schweren Anfangsjahre der neuen Republik und deren Machtgierigen und wenig kompromissbereiten
Politikern bescherte dem Blatt wieder eine neue Angriffsfläche. Zunehmend wurde nun das großstädtische Leben karikiert. Auch die Art der Zeichnungen änderte sich. Vor allem weil neue Künstler angestellt wurden.
Als die Nazis Ende der 1920er immer mehr Zulauf bekamen sah die Zeitschrift in ihnen eine große Gefahr für die Demokratie. Ab 1930 gab es immer mehr kritische Karikaturen über Hitler und seine Partei.
==1933 – 1944==
==1933 – 1944==
Im Februar 1933 wurde die Redaktion von der SA verwüstet. Die Faschingsausgabe hatte neben anderen auch eine Karikatur gebracht, auf der alle Leute als [[Adolf Hitler]] verkleidet herumlaufen. Nach Hitlers Machtübernahme wurde die Redaktion „gleichgeschaltet“. Die weitgehend widerstandslose „Gleichschaltung“ löste unter Emigranten große Empörung aus. So hat [[Klaus Mann]] formuliert: ''„Von allen im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] gedruckten Widrigkeiten ist mir die ‚satirische‘ Wochenschrift ‚Simplicissimus‘ der widrigsten eine."''
Im Februar 1933 wurde die Redaktion von der SA verwüstet. Die Faschingsausgabe hatte neben anderen auch eine Karikatur gebracht, auf der alle Leute als [[Adolf Hitler]] verkleidet herumlaufen. Nach Hitlers Machtübernahme wurde die Redaktion „gleichgeschaltet“. Die weitgehend widerstandslose „Gleichschaltung“ löste unter Emigranten große Empörung aus. So hat [[Klaus Mann]] formuliert: ''„Von allen im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] gedruckten Widrigkeiten ist mir die ‚satirische‘ Wochenschrift ‚Simplicissimus‘ der widrigsten eine."''
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