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1909 wurde Einstein zum Dozenten für theoretische Physik an der Universität Zürich berufen. Im April 1911 wurde er als ordentlicher Professor der theoretischen Physik an die damals deutschsprachige Prager Universität berufen. 1922 reiste er er erstmals in die USA. | 1909 wurde Einstein zum Dozenten für theoretische Physik an der Universität Zürich berufen. Im April 1911 wurde er als ordentlicher Professor der theoretischen Physik an die damals deutschsprachige Prager Universität berufen. 1922 reiste er er erstmals in die USA. | ||
[[1927]] wurde er auf Vorschlag von [[Arnold Sommerfeld]] zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen [[Akademie der Wissenschaften]] ernannt. Im Dezember 1932 reiste er erneut in die Vereinigten Staaten, kehrte aber wegen Hitlers Machtübernahme im Januar [[1933]] nicht mehr zurück. Er brach von dort aus sämtliche Kontakte nach Deutschland ab. Der Preußischen Akademie der Wissenschaften teilte er am 28. März 1933 schriftlich mit Bedauern sein Ausscheiden mit und würdigte die Anregungen und menschlichen Beziehungen dort. Damit kam er noch knapp einem Ausschluss zuvor, der sich nach der Veröffentlichung einer nicht für die Presse bestimmten pazifistischen Erklärung abzeichnete. Dort waren mit [[Heinrich Mann]] und Käthe Kollwitz bereits zwei Unterzeichner des gegen die Machtübernahme der Nationalsozialisten gerichteten ''Dringenden Appells'' zum Verlassen der Akademie gezwungen worden. Am 20. März 1933 hatte man Einsteins Haus in Caputh durchsucht, im April auch seine Stadtwohnung in der Berliner Haberlandstraße 5. Am 4. April stellte Einstein einen Antrag auf Entlassung aus dem preußischen Staatsverbund (Ausbürgerung). Dieser wurde jedoch abgelehnt, um ihm stattdessen die Staatsangehörigkeit per Strafausbürgerung, die am 24. März [[1934]] vollzogen wurde, abzuerkennen. | [[1927]] wurde er auf Vorschlag von [[Arnold Sommerfeld]] zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen [[Akademie der Wissenschaften]] ernannt. Im Dezember 1932 reiste er erneut in die Vereinigten Staaten, kehrte aber wegen Hitlers Machtübernahme im Januar [[1933]] nicht mehr zurück. Er brach von dort aus sämtliche Kontakte nach Deutschland ab. Der Preußischen Akademie der Wissenschaften teilte er am 28. März 1933 schriftlich mit Bedauern sein Ausscheiden mit und würdigte die Anregungen und menschlichen Beziehungen dort. Damit kam er noch knapp einem Ausschluss zuvor, der sich nach der Veröffentlichung einer nicht für die Presse bestimmten pazifistischen Erklärung abzeichnete. Dort waren mit [[Heinrich Mann]] und [[Käthe Kollwitz]] bereits zwei Unterzeichner des gegen die Machtübernahme der Nationalsozialisten gerichteten ''Dringenden Appells'' zum Verlassen der Akademie gezwungen worden. Am 20. März 1933 hatte man Einsteins Haus in Caputh durchsucht, im April auch seine Stadtwohnung in der Berliner Haberlandstraße 5. Am 4. April stellte Einstein einen Antrag auf Entlassung aus dem preußischen Staatsverbund (Ausbürgerung). Dieser wurde jedoch abgelehnt, um ihm stattdessen die Staatsangehörigkeit per Strafausbürgerung, die am 24. März [[1934]] vollzogen wurde, abzuerkennen. | ||
Am 8. April 1933 schrieb ihn die Bayerische Akademie der Wissenschaften an und bat ihn um eine Erklärung bezüglich seiner Haltung zur Münchner Akademie. Aus dem belgischen Ferienort De Haan antwortete Einstein am 21. April, die Gründe für sein Ausscheiden aus der Preußischen Akademie würden an und für sich eine Lösung seiner Beziehungen zur Bayerischen Akademie nicht bedingen. Dennoch wünsche er, aus der Mitgliederliste gestrichen zu werden. | Am 8. April 1933 schrieb ihn die Bayerische Akademie der Wissenschaften an und bat ihn um eine Erklärung bezüglich seiner Haltung zur Münchner Akademie. Aus dem belgischen Ferienort De Haan antwortete Einstein am 21. April, die Gründe für sein Ausscheiden aus der Preußischen Akademie würden an und für sich eine Lösung seiner Beziehungen zur Bayerischen Akademie nicht bedingen. Dennoch wünsche er, aus der Mitgliederliste gestrichen zu werden. | ||
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