Altes Hackerhaus: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Das Alte Hackerhaus''' in der [[Sendlinger Straße|Sendlinger]]- und Ecke [[Hackenstraße]] gelegen.
'''Das Alte Hackerhaus''' in der [[Sendlinger Straße|Sendlinger]]- und Ecke [[Hackenstraße]] gelegen. Eine Brauereigeschichte.
== Vorgeschichte ==
== Vorgeschichte ==
Das Ende des 14. Jahrhunderts sah neben den klösterlichen Braustätten die Entstehung und rasche allgemeine Verbreitung von Fabrikations- und Schankgerechtsamen mit dem Recht, ihr Erzeugnis an dritte Personen zu "verleitgeben". Diese ersten bürgerlichen Brauer wurden "Prew-Maister" genannt, das Gewerbe hiess "Prew". Das damalige München war in 4 etwa gleich grosse Stadtviertel mit Kreuzungspunkt, dem heutigen Marienplatz eingeteilt: das [[Kreuzviertel]], das [[Graggenauer Viertel]], das [[Angerviertel]] und das [[Hackenviertel|Haggenviertel]]. In letzterem Viertel, an der Ecke der heutigen [[Sendlinger Straße|Sendlinger]] und [[Hackenstraße]], stand eine schon damals altbekannte Braustätte, das Bräu am Hag, an einem mit Hopfen beubauten, durch Baumpflanzungen und Hecken umzäunten Platz. So wie es vielleicht noch auf dem Land üblich ist, trugen die Gebäude keine Hausnummern, Hausnummern waren zu jener Zeit noch nicht üblich, dafür bestand der Brauch, den Anwesen einen Namen, oder eine Bezeichnung zu vergeben, je nach dem Gewerbe des Eigentümers. Und so trug das "Prew am Haggenviertel" zwei gekreuzte "Hacken" als Wahrzeichen, als Erkennungsmerkal. Wie es allerdings zu dem Begriff "Hag" kommt ist umstritten, es scheint daher eine eher freie Ableitung des Begriffs "Hag". Eine weitere Version, die zumindest mehr für sich spricht, besagt, dass die zahlreichen Zimmerleute, die vermehrt im Haggenviertel auf grossen Zimmereien für die herzogliche Hauptstadt beschäftigt wurden, zu den Hauptbesuchern der Bräuwirtschaft im Hag zählten. Und so aus der überwiegend aus Zimmerläuten bestehenden Kundschaft das Warzeichen der Brauerei, zwei Zimmermannshacken, entwickelte. Einer der ältesten überlieferten Zeichnungen der Schutzmarke der Hackerbräu zeigen zwei gekreuzte Äxte, dazwischen eine Jahreszahl, 1417. Die Jahreszahl mag allerdings ein Umwandlungsfehler der lateinischen Schreibweise in die dezimale gewesen sein, [[Helmut Stahleder]] unterrichtet uns über die richtige Jahreszahl, erst 1502 kann also von dem Gründungsjahr gesprochen werden.
Das Ende des [[1399|14. Jahrhunderts]] sah neben den klösterlichen Braustätten die Entstehung und rasche allgemeine Verbreitung von Fabrikations- und Schankgerechtsamen mit dem Recht, ihr Erzeugnis an dritte Personen zu "verleitgeben". Diese ersten bürgerlichen Brauer wurden "Prew-Maister" genannt, das Gewerbe hiess "Prew". Das damalige München war in 4 etwa gleich grosse Stadtviertel mit Kreuzungspunkt, dem heutigen Marienplatz eingeteilt: das [[Kreuzviertel]], das [[Graggenauer Viertel]], das [[Angerviertel]] und das [[Hackenviertel|Haggenviertel]]. In letzterem Viertel, an der Ecke der heutigen [[Sendlinger Straße|Sendlinger]] und [[Hackenstraße]], stand eine schon damals altbekannte Braustätte, das Bräu am Hag, an einem mit Hopfen beubauten, durch Baumpflanzungen und Hecken umzäunten Platz. So wie es vielleicht noch auf dem Land üblich ist, trugen die Gebäude keine Hausnummern, Hausnummern waren zu jener Zeit noch nicht üblich, dafür bestand der Brauch, den Anwesen einen Namen, oder eine Bezeichnung zu vergeben, je nach dem Gewerbe des Eigentümers. Und so trug das "Prew am Haggenviertel" zwei gekreuzte "Hacken" als Wahrzeichen, als Erkennungsmerkal. Wie es allerdings zu dem Begriff "Hag" kommt ist umstritten, es scheint daher eine eher freie Ableitung des Begriffs "Hag". Eine weitere Version, die zumindest mehr für sich spricht, besagt, dass die zahlreichen Zimmerleute, die vermehrt im Haggenviertel auf grossen Zimmereien für die herzogliche Hauptstadt beschäftigt wurden, zu den Hauptbesuchern der Bräuwirtschaft im Hag zählten. Und so aus der überwiegend aus Zimmerläuten bestehenden Kundschaft das Warzeichen der Brauerei, zwei Zimmermannshacken, entwickelte. Einer der ältesten überlieferten Zeichnungen der Schutzmarke der Hackerbräu zeigen zwei gekreuzte Äxte, dazwischen eine Jahreszahl, 1417. Die Jahreszahl mag allerdings ein Umwandlungsfehler der lateinischen Schreibweise in die dezimale gewesen sein, [[Helmut Stahleder]] unterrichtet uns über die richtige Jahreszahl, erst [[1502]] kann also von dem Gründungsjahr gesprochen werden.


== Vom Hag zum Hacker ==
== Vom Hag zum Hacker ==
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