Pferdemetzgerei Wörle

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In der Metzgerei von Kaspar Wörle am Viktualienmarkt (Abteilung V) erhält man getrennt von anderen Metzgereien Pferdefleisch in verschiedenen Verarbeitungsformen. Sie ist die einzige Pferdemetzgerei Münchens.

Eine Pferdemetzgerei wirkt auf manche Leute als etwas besonderes. Früher war sie dagegen eine ganz normale und verbreitete Einrichtung. In Italien oder Frankreich ist der Verzehr von Pferdefleisch auch heute ganz normal. Der Geschmack des Fleisches ist nur wenig anders als bei anderen Fleischsorten. Auch die Würste gelten bei vielen Münchnern als Traditionsimbiss. Vielleicht hat die verbreitete Nutzung der Tiere als Reittier (für Kinder und Jugendliche) bei vielen Leuten die Wahrnehmung dieser Tiere verändert. Trotzdem sind die Menschen nicht generell Vegetarier geworden.

Fleisch und Wurst der Metzgerei Wörle stammen aus der eigenen Schlachtung in Wiedenzhausen außerhalb Münchens. Wörle bekommt die Pferde zur Schlachtung direkt von ihren Besitzern und nur nach einer Kontrolle durch den Tierarzt. Alle Medikamente, die ein Tier eingenommen hat, müssen aufgezeichnet werden. Grundsätzlich gilt Pferdefleisch als magerer, cholesterinärmer und eisenhaltiger im Vergleich zu Schwein oder Rind. Eine Massenproduktion der Tiere für die Fleischproduktion gibt es hierzulande nicht.

Bis jetzt hat die Metzgerei nicht unter dem Skandal im Februar 2013 bei Fertigprodukten zu leiden. Der Pferdefleisch-Skandal zieht in Europa immer weitere Kreise. Die Pariser Regierung erhebt schwere Vorwürfe gegen ein französisches Unternehmen, das falsch ausgezeichnetes Pferdefleisch (aus Rumänien) in Umlauf gebracht haben soll.

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