Mini Car

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Mini Car - Symbolisch.

Weil ich während meiner Wehrpflicht (1964) bei der Bundeswehr (Wehrsold DM 64.- im Monat) hin und wieder als Fahrer eines Mini Car tätig war, kann man schon etwas darüber berichten.

Die Brüder Samy haben diese Art der Beförderung in München eingeführt. Die "Mini Car" durften nur mit telefonischer Vorbestellung Kunden fahren. Im Gegensatz zu Taxis durfte also kein Fahrgast von der Strasse mitgenommen werden. Es war deshalb eine Funkzentrale eingerichtet, die Bestellungen und Fahraufträge zentral aufnahm und an die Fahrer weitergab. Die Mini Car waren einheitlich in roter Farbe lackiert und immer Renault 4, weil dieser kleine wendige Wagen 4 Türen hatte und im Stadtverkehr sehr gut voran kam. Die Autos mussten von den Samy-Brüdern gekauft werden und die Besitzer machten als Subunternehmer mit der Firma Mini Car einen zusätzlichen Vertrag, der die Auftragserteilung über die Funkzentrale einschloss. Als einmal mein Chef die Funkgebühr nicht zahlen konnte, musste ich am Freitagabend noch zum Herrn Samy fahren, er wohnte am Biederstein in einer Eigentumswohnung, und um Stundung bis zum Montag früh bitten. Der Herr Samy hat das sofort genehmigt und so konnte ich Freitag und Samstag viel Einfahren, damit am Montag die Funkgebühren wieder bezahlt werden konnten. Es gab oft Streit mit den Taxifahrern und nach dem frühen Tod von Herrn Samy durch den Flugzeugabsturz, gingen wie im "Citta 2000", "Drugstore" auch bei den Mini Car die Lichter aus.