Kultur- und Orgelzentrum Altes Schloss Valley

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Das Hauptgebäude des Orgelmuseums, im alten Schloss Valley. Zustand 2012.

Das Kultur- und Orgelzentrum Altes Schloss Valley in Valley südlich von München ist ein Haus mit alten Orgeln (ca. seit 2000). Dr. Johann Lampl hat in einem ehemaligen Amtsgebäude ein Austraghaus für ausrangierte Orgeln geschaffen. Lampl mit allen Vornamen Johann Friedrich Sixtus. Jg. 1941, ehemaliger Heimatpfleger. Das Amtsgebäude, nun Altes Schloss genannt, und die dazugehörige Zollbau-Halle, in der die Orgeln stehen, sind auf seine Initiative hin restauriert worden. Über 40 ausrangierte Orgeln befinden sich noch im Depot, erst ein Teil ist bereits erneuert und kann in der Ausstellung angesehen und gehört werden.


Wo: bei Holzkirchen (BAB 8, Ausfahrten 97 o. 98 Weyarn) / Bahnhof Darching (S3 und 955). Straße via Mittenkirchen, Sonderdilching.


Gebäudeensemble

Das ehemalige Gerichts- und Pflegamtsgebäude der Grafschaft Valley führt seit Ende der Barockzeit und einem Umbau den Namen „Altes Schloß Valley“. Denn der im Südosten steckende Kernbau des 12./13. Jahrhunderts und seine nördliche Vergrößerung des 16. Jahrhunderts erhielt 1778 eine Erweiterung: ein zweiter Erkerturm wurde angefügt, dann eine ganze westliche Zimmerfront, ein zentrierender Mittelturm und ein südlicher Symmetrieflügel. Damit ergab sich ein imposant breiter Längsbau, der dem Neuen Schloß von 1740 gegenüber lag.

Das Neue Schloß, ein Vierflügelbau, trug das Attribut „Neu“ als Nachfolgebau der mittelalterlichen Burg, die nördlich vom Gerichts- und Pflegamtsbau auf dem Burgberg stand und um 1740 abgetragen wurde; auf diese Burg war das Gerichtsgebäude jahrhundertelang mit seiner Schauseite ausgerichtet. Dies zeigt noch ein Wening-Stich um 1700.


Die „Zollingerhalle“ war eine aufgelassene Sägewerkshalle in Grub, dem nördlichsten Ortsteil der Gemeinde Valley. Sie war 1999 bereits für den Abbruch vorgesehen. 2001/02 wurde das kunstvolle Dachwerk auf das Gelände des Alten Schlosses transferiert. Es war 1917 vom damaligen Berliner Stadtbaumeister Friedrich Zollinger (1880-1945) als „Dach der Zukunft“ entwickelt und 1923 als Reichspatent angemeldet worden. Das gesamte Dachwerk einschließlich der Schwellbalken gilt als technisches Denkmal.

Auszeichnung

2017 wurde an Herrn Lampl der Akademiepreis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften im Herkulessaal der Münchner Residenz "für den Aufbau eines Orgelzentrums mit Museum, Werkstätten und Konzertsaal" vergeben.

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